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Referendariat im Steuerrecht

Wie wurden Sie zur Referendarin bei Freshfields Bruckhaus Deringer?

Ich habe im Studium an einem Workshop von Freshfields teilgenommen, der mir sehr gut gefallen hat. Danach bin ich mit Freshfields in Kontakt geblieben, um einen tieferen Einblick in die Arbeit einer Großkanzlei zu bekommen. Das Referendariat schien mir dafür gut geeignet, weil man für eine längere Zeit am Arbeitsalltag teilnehmen kann.

Wieso haben Sie sich auf Steuerrecht spezialisiert?

Bereits im Studium habe ich Steuerrecht als Schwerpunkt gewählt, wodurch ich damals auch auf den Tax-Workshop von Freshfields aufmerksam geworden bin. Vor meinem Jura-Studium habe ich ein duales Studium zur Diplom-Finanzwirtin an der FH abgeschlossen, bei dem ich neugierig auf Jura geworden bin. Die Arbeit mit Gesetzen macht mir einfach Spaß - und Steuerrecht fand ich immer schon spannend.

Was sagen Sie Menschen, die Steuern und alles Drumherum langweilig finden?

Das ist ein absolutes Vorurteil! Das habe ich auch schon oft gehört: Mein Gott, wie kannst du nur, das ist doch so trocken! Dabei ist Steuerrecht so vielschichtig. Steuern betreffen jeden Lebensbereich. Egal was man macht, alles hat irgendwie mit Steuern zu tun - beim Einkaufen zahlt man Mehrwertsteuer, Zinsen auf dem Girokonto lösen unter Umständen Abgeltungssteuer aus und so weiter. Diese Beispiele verdeutlichen, wie jeder im Alltag mit Steuern konfrontiert wird. Daher ist es aus beruflicher Sicht umso spannender, für den Mandanten verschiedene Gestaltungsvarianten bei großen Unternehmenstransaktionen durchzuspielen und dabei jeweils die steuerrechtlichen Konsequenzen zu bedenken. Steuerrecht ist dabei oft ein maßgeblicher Entscheidungsfaktor dafür, wie eine Transaktion umgesetzt wird.

Wie sieht Ihre tägliche Arbeit aus?

Ich beschäftige mich insbesondere mit den steuerrechtlichen Fragen, die sich bei Unternehmenstransaktionen ergeben. Das betrifft vor allem Körperschaft-, Umwandlungs- und Grunderwerbssteuer einschließlich der internationalen steuerrechtlichen Bezüge. In diesem Zusammenhang verfasse ich Gutachten und Vermerke, recherchiere und passe Vertragsentwürfe an. Außerdem konnte ich auch im Rahmen eines finanzgerichtlichen Verfahrens tätig werden, für das ich zum Beispiel diverse Schriftsätze entworfen habe. Dabei durfte ich auch den zuständigen Anwalt zur mündlichen Verhandlung vor Gericht begleiten.

Kann man auch ohne Vorwissen im Steuerrecht arbeiten?

Das geht auf jeden Fall, bei uns gibt es auch zwei Anwälte, die keine Vorkenntnisse hatten. Gerade das Referendariat ist eine gute Gelegenheit, ein neues Rechtsgebiet kennenzulernen. In der täglichen Arbeit lernt man unheimlich viel. Außerdem wurde mir immer die Möglichkeit gegeben, mich einzulesen und viele Fragen zu stellen.

Werden Sie sich auch weiterhin aufs Steuerrecht spezialisieren?

Mit Sicherheit! Wie gesagt, es ist ein hochinteressantes Rechtsgebiet. Steuerrecht machen nicht so viele Studenten, man ist also immer in kleinen Gruppen und hat super Lernbedingungen. Außerdem hat man im Steuerrecht sehr gute Berufschancen. Für die Auswahl während des Referendariats muss man aber vielleicht noch berücksichtigen, dass man keinen examensrelevanten Stoff lernt, wenn man im Steuerrecht Pflicht- oder Wahlstation macht und in dem betreffenden Bundesland Steuerrecht nicht Klausurgegenstand ist. Wenn man darauf Wert legt, dann sollte man eher ein "klassisches" Rechtsgebiet auswählen. Interessiert man sich allerdings im Hinblick auf den späteren Berufseinstieg für ein spezielles Rechtsgebiet, vergibt man dabei meines Erachtens unter Umständen die Chance, das Referendariat dafür zu nutzen, in den Bereich reinzuschnuppern, in dem man später auch tätig sein möchte.

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