No-Gos bei der Bewerbung: Diese Fehler kosten dich den Banking-Job

Autor*innen
Maximilian Benda
Zwei Hände, die aus technischen Geräten kommen, überreichen sich ein Dokument

Der Arbeitsmarkt für Akademiker:innen ist so angespannt wie lange nicht mehr. Wenn dann endlich eine passende Stelle in der Banking-Branche ausgeschrieben ist, sollte bei der Bewerbung nichts schiefgehen. Welche Stolperfallen es gibt und wie du deine Chancen für eine erfolgreiche Bewerbung erhöhst, liest du hier.

Fehler 1: Unzureichende Vorbereitung auf Branche und Unternehmen

Oft beschrieben, aber auch oft falsch gemacht: Gerade beim Berufseinstieg ist es enorm wichtig, die Branche zu kennen. Personaler:innen erkennen schnell, wenn du nur Lehrbuchwissen vorträgst und es deine Recherche nicht über die Startseite des Unternehmens hinausgeschafft hat. Schlechte Vorbereitung auf die Bewerbung und das Auswahlverfahren wirkt sich negativ aus. Carsten Becker, Head of HR Consulting und Recruiting bei der DZ Bank, sagt dazu im Interview mit Business Insider: "Bewerbende sollten Rolle, unser Unternehmen und grundlegende Marktgegebenheiten kennen."

Das solltest du beachten:

  • Informier dich auch über dein Uni-Wissen hinaus über die Branche. Schau dir Trends, neue Mitbewerber und regulatorischen Veränderungen an.
  • Tauch tief in das Unternehmen ein und versuch schon vor dem Gespräch etwas über Strategie, Kultur und neueste Entwicklungen herauszufinden. Gute Quellen hierfür sind auch Geschäftsberichte und Pressemitteilungen.

Fehler 2: Standard-Bewerbung ohne Individualität

Auch wenn du frisch von der Uni kommst oder erst wenig Berufserfahrung hast, solltest du auf einen individuellen und aussagekräftigen Lebenslauf achten. Gerade die CVs von Jungakademiker:innen ähneln sich oft. Umso wichtiger ist es, alle Unterlagen auf das Unternehmen und die konkrete Stelle anzupassen und deine Projekterfahrungen im Lebenslauf herauszuarbeiten. Natalie Merkel, Head of Talent Acquisition bei der Deutschen Bank, sagt im Gespräch mit Business Insider: "Eigene Initiativen, Projekte über die formale Rolle hinaus, Engagement in studentischen Organisationen oder Ehrenamt. Im Gespräch erkenne ich es daran, dass Kandidaten selbst Fragen stellen und Verantwortung für ihren Weg übernehmen."

Das solltest du beachten:

  • Geh im Anschreiben gezielt auf die Anforderungen der Stelle ein.
  • Liefere konkrete Beispiele zu deinen Erfolgen und Erfahrungen.
  • Achte auf ein professionelles und übersichtliches Layout. Maschinenlesbarkeit ist heute essentiell, um die erste Runde des Bewerbungsprozesses zu bestehen.

Fehler 3: Fehlendes Wissen bei fachlichen Fragen

Die Banking-Branche ist hochreguliert und unterliegt ständig den Dynamiken des Marktes und der neuesten Technologie. Wenn du hier nicht ausreichend vorbereitet bist, gehen dir wertvolle Punkte im Bewerbungsrennen verloren. Natürlich musst du kein:e Expert:in in allen Themen sein, aber aktuelle Trends und fachliche Neuerungen sollten sitzen.

Das solltest du beachten:

  • Trainiere mit Fallstudien dein analytisches und problemorientiertes Wissen.
  • Sammle, soweit möglich, Erfahrungen mit relevanten Tools und branchenspezifischer Software.
  • Bereite dich auf typische Fragen zu Finanzprodukten, Bilanzen und Risikomanagement vor.

Fehler 4: Lücken im Lebenslauf, unvollständige Unterlagen

Ein No-Go, egal, wo du dich bewirbst: Lücken im Lebenslauf, die du nicht erklären kannst. Matthias Füssel, Bereichsvorstand Group Human Resources bei der Commerzbank, begründet im Gespräch mit Business Insider: "Als Bank müssen wir bei der Einstellung von Mitarbeitenden sehr gewissenhaft sein." Somit ist ein nachvollziehbarer und gut strukturierter Lebenslauf das A und O, um im Bewerbungsverfahren eine Runde weiterzukommen.

Das solltest du beachten:

  • Dein Lebenslauf sollte vollständig sein. Wenn es Lücken gibt, solltest du eine gute Begründung für sie haben.
  • Du hast Zertifikate, Zeugnisse oder andere Dokumente, die deine Talente und Fähigkeiten darstellen? Ergänz deinen Lebenslauf unbedingt um diese Nachweise.
  • Weniger ist mehr: Ein Lebenslauf soll Infos liefern und keinen Design-Preis gewinnen.
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