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Extern promovieren

Wenn sich Promovierende übers Promovieren beklagen und monieren, ihr Professor hätte viel zu wenig Zeit, Interesse und Unterstützung für sie übrig, trifft das ganz häufig eine Gruppe: die Externen, die gleichzeit einer regulären Arbeit nachgehen. Kontakt mit ihrem Professor halten sie zwar per E-Mail oder Telefon, doch die neuesten Insider-Infos vom Lehrstuhl ersetzt das nicht. Und noch ein Problem plagt die Externen überdurchschnittlich häufig: das Zeitmanagement. Am Anfang noch hoch motiviert, verlieren viele auf der langen Wegstrecke den Überblick und die Zeit aus dem Auge. Professor Dr. Gerhard D. Kleinhenz vom Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialpolitik an der Uni Passau sagt: "Die meisten externen Promotionen scheitern daran, dass sich die Dissertation und die tägliche "normale" Arbeit nicht vereinbaren lassen. Viele Hoffnungen werden da vom Alltag aufgezehrt."

Seine Tipps an Externe deshalb:

  • Möglichst beständig den Kontakt zum Betreuer und zur Fakultät suchen.
  • Einen Bericht über den Fortgang der Arbeit abgeben.
  • Soweit möglich an speziellen Doktorandenprogrammen teilnehmen - eventuell auch Hauptseminare der späteren Prüfer besuchen.
  • Zum Ende der Bearbeitung eine Freistellung von mindestens sechs Monaten aushandeln.

Externe Promotion: wie lange noch?

Das Modell der externen Promotion könnte sich bald stark verändern. Durch den internationalen Wettbewerb im Zuge der Bologna-Reform und aufgrund der reformierten Doktorandenausbildung bieten Hochschulen vermehrt Pflichtstudienprogramme für Doktoranden in den Graduiertenschulen an. Das könnte die Promotion Externer erheblich erschweren: Sie kämen dann nur noch über eines dieser Programme an eine Promotionszulassung.

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