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Individualität statt Standard

e-fellow Moritz (23)

e-fellow Moritz (23)

Mit Elke Schüler aus der Abteilung Ausbildung, Robert Bühn aus dem Vertrieb, Einheit Marketing-Services und Mark Osewold, der in der Abteilung GD/International Agencies tätig ist, trafen Mentoren aus sehr unterschiedlichen Geschäftsfeldern des Unternehmens zusammen. Der Tagesablauf wurde geplant und moderiert von Ulrike von Faber, die sich im Laufe des Tages als erfahrene und hilfreiche Organisatorin erwies. Zu Beginn vermittelte eine kurze Vorstellungsrunde in lockerer Atmosphäre einen ersten Eindruck von den Teilnehmern. Dabei stellte jeder kurz sein Studium und seine berufliche Entwicklung, aber auch Hobbys und private Interessen vor. Außerdem hatten bereits an dieser Stelle alle Anwesenden die Gelegenheit, die eigenen Erwartungen an das Treffen zu formulieren.

Naturwissenschaftliche Karrierewege

Die drei anwesenden Mentoren sind bei Roche Diagnostics in verschiedenen Geschäftsfeldern tätig. Das hatte für uns Mentees den Vorteil, dass wir bereits beim ersten Treffen einen Einblick in die Abteilungen des großen Konzerns erhielten. Wir Mentees kamen größtenteils aus der Biochemie/Chemie, für Abwechslung sorgte eine BWL-Studentin.
Die drei Mentoren präsentierten uns nacheinander kurz ihre Aufgaben bei Roche Diagnostics. Interessant war dabei zu sehen, welche Entwicklungen mit unterschiedlichen Studienfächern und Ausbildungsrichtungen innerhalb des Unternehmens möglich sind.
Elke Schüler eröffnete die Präsentationsrunde und gab uns Einblicke in ihre Zuständigkeiten in der Abteilung für Aus- und Fortbildung. Gerade für uns Naturwissenschaftler war es sehr spannend, Elke Schülers Werdegang vom natur-wissenschaftlichen Studium in die Personalentwicklung zu verfolgen.

Von der Messeorganisation bis zur Blutbank

Als nächstes folgten wir den Ausführungen von Robert Bühn über seine Projekte. Robert Bühn ist im Vertrieb in der Einheit Marketing Service tätig. Er ist dabei unter anderem für die Verwaltung von Kundendatenbanken und die Präsentation des Unternehmens auf Messen zuständig. Fasziniert erfuhren wir, wie viel Planung die Repräsentation einer Firma auf einer großen Messe wie der "Medica" in Düsseldorf benötigt. Den Abschluss übernahm Mark Osewold, der uns eine Einführung in sein Gebiet der International Agencies gab. Dabei erfuhren wir, wie der Vertrieb von Pharmaprodukten auf der ganzen Welt organisiert wird. Und mit welchen Strategien das Unternehmen versucht, die Entwicklung von medizinischen Versorgungsprogrammen, wie die Anlage von Blutbanken, zu fördern. Der Aufgabenbereich von Mark Osewold umfasst insbesondere Länder, deren medizinische Entwicklung noch nicht so weit fortgeschritten ist, oder in denen Roche noch keine eigenen Vertriebsgesellschaften besitzt.

Nägel mit Köpfchen machen

Im anschließenden Gruppenspiel wurde von uns genau das erwartet. Auch wenn dazu kein Sportdress notwendig war, so kamen wir doch bei Aufgabe 14 ganz schön ins Schwitzen. Wir sollten Zimmermannsnägel ohne Hilfsmittel auf nur einem einzigen balancieren. Bei dieser Übung machten wir die Erfahrung, dass es Probleme gibt, die auf den ersten Blick unlösbar scheinen, sich in einer Gruppe jedoch relativ leicht bewältigen lassen. So kamen wir gemeinsam doch relativ schnell zur Lösung der Aufgabe.
Besonders bemerkenswert war unsere Gruppendynamik, bei der wir schnell neue Ideen hervorbrachten, sie testeten und ebenso schnell wieder verwarfen, sobald wir bessere Ideen hatten. Die Voraussetzung dafür bildeten gegenseitiger Respekt und die Tatsache, dass sowohl Kritik als auch neue Ideen von allen akzeptiert wurden – ein Konzept, das sicherlich nicht nur bei diesem Spiel zum Erfolg führt.

Spielregeln des Mentorings

Im Anschluss hatten die einzelnen Mentorengruppen Gelegenheit, Zielsetzungen und Erwartungen an das Programm intensiver in separaten Räumen zu diskutieren. Nicht nur die Mentees, auch die Mentoren brachten hierbei ihre Wünsche zum Ausdruck und die einzelnen Ergebnisse wurden auf einer Pinnwand gesammelt. Schlagworten wie "Schwerpunkte" oder "Spielregeln" wurden dabei Punkte zugeordnet, so dass letztendlich ein individueller Leitfaden für jede Gruppe festgehalten werden konnte. Nach dem Mittagessen in der Roche-Kantine fanden sich alle Gruppen wieder zusammen und präsentierten ihre Ergebnisse.
Es zeigte sich, dass uns Mentees die Bestimmung der eigenen beruflichen Perspektive sehr am Herzen lag: Hierzu hofften wir auf die Vermittlung von Praktika, Unternehmensinformationen und die Möglichkeit, unkonventionelle Fragen stellen zu können. Auch Feedback, Tipps zum Arbeitsumfeld und die Vereinbarung von Familie und Beruf gehörten zu unserer Wunschliste. Wenig überraschend war es daher, dass die Funktion des Mentorings oftmals als eine Art "Türöffner" beschrieben wurde.

Individuelle Abmachungen

Dennoch sollten beide Seiten vom Programm profitieren. Um die Kommunikation aufrecht zu erhalten, wählten die meisten Gruppen E-Mails und Telefonate. Auch die Mentees untereinander wollen ein kleines Netzwerk aufrecht erhalten. Einig waren sich alle Gruppen darüber, dass persönliche Treffen jedoch nicht ersetzt werden können und vereinbarten bereits feste Termine, wie den e-fellows Tag bei Roche im März 2005. Im Falle des Mentees von Herrn Osewold kam es sogar zur direkten Einigung auf ein Praktikum Anfang 2005.
Die Arbeitsfelder der Mentoren brachten unter den Gruppen eine Vielzahl individueller Abmachungen hervor: Die Gruppe um Osewold vereinbarte beispielsweise klare betriebswirtschaftliche Fragestellungen als Zielpunkte. Elke Schüler bot an, näheren Einblick in Bewerbung, Hierarchiestrukturen und Einstiegsgehälter zu geben. Und die Gruppe von Robert Bühn vereinbarte mit ihm marketingspezifische Informationen. Im Übrigen war diese Gruppe auch die einzige, die sich auf eine schriftliche Vereinbarung verständigte, in der generelle Ansprüche wie Verschwiegenheit und Vertrauen sowie spezielle Anliegen des Mentees protokolliert und die Dauer des Programms vermerkt werden sollten.

Individualität statt Standardprogramm

Auch wenn jedes Mentoring-Team seine eigenen Spielregeln festlegte, letztlich war allen gemeinsam, dass individuelle Kontakte zwischen Mentoren und Mentees im Mittelpunkt des Mentorenprogramms stehen. Um diese Chance der individuellen Betreuung zu nutzen und den Kontakt zu den Mentoren zu halten, ist dabei ganz besonders die Eigeninitiative und das Engagement der Mentees gefragt. So lernten wir beim ersten Treffen nicht nur unsere Mentoren kennen, sondern kamen auch untereinander in Kontakt. Die Einsicht in Vorschläge und Abmachungen anderer Teams brachte neue Anregungen für das eigene Mentoring.
Am Ende dieses informativen Tages stand für uns alle fest: Wir freuen uns besonders auf das große Treffen mit allen Roche Mentoren-Teams im März 2005 und hoffen, dass sich unsere Erwartungen an das Mentorenprogramm in die Realität umsetzen.

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