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Mit dem Vorstand auf Augenhöhe

Blick über Budapest

Blick über Budapest

"Willst Du nach Budapest?", hieß es kurz vor Beginn meines Praktikums bei McKinsey. "Aber was ist dann mit meinem Home Office und den Wochenenden?", wollte ich wissen. "Du kannst jeden Donnerstag nach Hause fliegen!" So gestaltete sich mein Einstieg bei McKinsey etwas anders als gedacht. Nach Einführungstagen in Düsseldorf ging es direkt nach Budapest.
 

Wie haben Banken im Privatkundengeschäft Erfolg?
 Ein ungarisches McKinsey-Team entwickelte dort für eine Bank eine Strategie zur Neuausrichtung des Privatkundengeschäfts. Ich war unter anderem für die – wie es im Beraterjargon heißt – "Best-Practice-Workshops" verantwortlich. In diesen Workshops ging es darum zu zeigen, welche erfolgreichen Modelle andere Banken im Retailbanking (alle Bereiche des Privatkundengeschäfts) umgesetzt haben. Beeindruckt hat mich das große Wissen von McKinsey. Gemeinsam mit internen Research-Kollegen wertete ich das weltweite McKinsey-Know-how aus, recherchierte in Datenbanken und führte Gespräche mit Bankexperten. Mein Fazit: Egal wen von McKinsey du auf der Welt anrufst, es wird dir immer ein Kollege weiterhelfen.
 Durch die Workshops hatte ich die Chance, eigene Ideen in die Studie einzubringen und Einfluss auf die Ergebnisse zu nehmen. Dabei galt es nicht nur zu zeigen, was prinzipiell im Retailbanking alles möglich ist, sondern auch immer daran zu denken, wie unser Klient das nutzen und umsetzen kann.
 

Die Besonderheiten ungarischen Managements
 Im Ausland zu arbeiten, bedeutet immer auch, andere Menschen und Mentalitäten kennen zu lernen. Interessant fand ich zum Beispiel, wie sich das ungarische Management typischerweise in zwei Gruppen unterteilen lässt: Auf der einen Seite gibt es die konservativen, älteren Top-Manager mit sehr viel Erfahrung. Auf der anderen Seite die jüngeren, sehr engagierten Führungskräfte, die viel arbeiten und ständig auf Veränderungen drängen – allerdings ab und an von der älteren Generation und ihrer "bewahrenden" Einstellung gebremst werden.
 

Fußball spielen mit Führungskräften
 Die Arbeitsatmosphäre bei McKinsey und auch beim Klienten empfand ich als angenehm informell, vor allem im Vergleich zu meinen vorherigen Praktika in anderen Unternehmen. Der Einstieg war unkompliziert, da sich die McKinsey-Berater in Ungarn nicht nur untereinander duzten, sondern auch mit den Klienten-Teammitgliedern und dem verantwortlichen Vorstand der Bank. Regelmäßige Team-Events taten ein Übriges für ein angenehmes Arbeitsklima bei unserem Klienten. So standen wir wöchentlich gemeinsam auf dem Fußballplatz – oft mit dabei auch der Office Manager des Budapester McKinsey-Büros. Gemeinsame Sprache sowohl bei der Projektarbeit als auch beim Kicken war Englisch.
 

Gesunder Menschenverstand darf nicht fehlen
 Da ich während meines Praktikums auch McKinsey Deutschland näher kennen lernen wollte, nutzte ich die Gelegenheit und heuerte im Anschluss an das Ungarnprojekt noch bei einer Studie im Retail-Sektor an. Bei dem Category-Management-Projekt galt es, Rolle, Strategie und Marketing-Konzept für einzelne Produktkategorien zu definieren. Eine der Grundlagen war eine Marktforschung aus Telefoninterviews und Fokusgruppendiskussionen. Dafür koordinierte ich den inhaltlichen Beitrag des Projektteams, den methodischen Input eines Marktforschungsexperten sowie die Steuerung des Befragungsinstituts. Wie sich auch an dieser Stelle zeigte, zählt bei McKinsey nicht nur die akademische Ausbildung. Gesunder Menschenverstand und logisches Denken dürfen nicht fehlen, wenn es gilt, Probleme sauber und pragmatisch zu lösen.
 

Die Beraterteams sind häufig international besetzt
 Nach dieser zweiten Studie war mir klar, dass die McKinsey-Unternehmenskultur weltweit vorzufinden ist: Die Berater-Teams sind oft international zusammengesetzt, die Einstellung der McKinsey-Berater und die Art und Weise, wie sie im Team und in der Firma zusammenarbeiten, unterscheidet sich von Land zu Land kaum. Die Aufgaben und Klienten sind dabei natürlich immer wieder anders.
 

Viel Freiheit und regelmäßiges Feedback
 Die Zeit als Praktikant – oder genauer gesagt als "Fellow Intern" – bei McKinsey war eine große Herausforderung für mich. Nach ein paar Tagen wusste ich, was es heißt: "Build your own McKinsey." Man hat große Freiheiten, kann eigenständig arbeiten und steht von Beginn an unter Strom. Ich habe McKinsey als offenes und faires Unternehmen kennen gelernt. Regelmäßiges, ehrliches Feedback zeigt einem, wo man steht und welches Verbesserungspotenzial es noch gibt – damit die Klientenarbeit noch erfolgreicher wird. Die Eigenverantwortung kombiniert mit der tatkräftigen Unterstützung der Team- kollegen, die Möglichkeit, in kürzester Zeit verschiedene Branchen und Funktionen kennen zulernen, die vielfältigen Persönlichkeiten, die ich während meines Praktikums getroffen habe – das alles sind Pluspunkte, die mich darin bestärkt haben, nach Abschluss meines Studiums als Fellow zu McKinsey zurückzukehren.

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