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Ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht

Die Alhambra

Die Alhambra

Frühzeitig habe ich nach Informationen zu Sprachschulen gesucht. Einen Überblick über die vielen Angebote bekam ich durchs Internet (www.cervantes.es, www.sprachkurse-weltweit.de) und die Broschüre "Sprachkurse an Hochschulen in Europa 2002", die am akademischen Auslandsamt erhältlich ist. Die Buchung der Sprachschule in Granada erfolgte in meinem Fall sehr kurzfristig, etwa eine Woche vor Kursbeginn. Anscheinend ist in den Sprachschulen zu Beginn des Frühlings noch nicht viel los, zu anderen Zeiten sollte man sich besser früher anmelden. Den Flug von Frankfurt nach Malaga hatte ich bereits vier Wochen früher bei Hapag Lloyd gebucht. Die Chartergesellschaft war auf dieser Verbindung unschlagbar günstig. Direktflüge nach Granada lohnen sich meist nicht, denn der anschließende Bustransfer von Malaga nach Granada ist mit rund acht Euro günstig und schnell (etwa zwei Stunden).
 

Ein Tänzchen gefällig?
 Die Sprachschule Carmen de las Cuevas liegt im historischen Stadtviertel Albayzín. Die weiß gekalkten kleinen Häuser, die vielen kleinen Gassen und labyrinthartigen Sträßchen sind typisch für diese Gegend und machen unter anderem ihren ganz besonderen Reiz aus. Von vielen Stellen kann man einen herrlichen Blick auf die Alhambra und die Sierra Nevada genießen. Die Atmosphäre in der Schule ist sehr angenehm. Ein Grund ist sicherlich, dass dort neben Sprachkursen auch Flamencokurse angeboten werden, und viele Sprachschüler diese Möglichkeit auch nutzen. Von der Internationalität der Schule war ich positiv überrascht. Außerhalb des Unterrichts wurde untereinander Spanisch oder Englisch gesprochen. Die Schule ist sehr gut organisiert und eingerichtet. Die Lehrer sind hochmotiviert, professionell und kompetent. Als Zusatzangebot der Schule gibt es jeden Morgen eine Stunde vor Unterrichtsbeginn um 9.00 Uhr eine Führung zu ausgewählten Zielen in Granada, was mir einen intensiven Einblick in die Stadt und deren Geschichte brachte.
 

Flottes Tempo
 Die Sprachkurse werden in sechs verschiedene Leistungsklassen eingeteilt. Der Unterricht gliedert sich in zwei Teile: 90 Minuten Grammatikarbeit und anschließend 90 Minuten Konversation. Das Tempo ist zügig. Die Grammatik wird meist gut erklärt und anschließend durch schriftliche Übungen vertieft. Besonders effektiv ist der Konversationsteil. Hier wird die frisch gelernte Grammatik mit Rollenspielen, Diskussionen oder Hörverstehen geübt. Da ich die drei Wochen wirklich intensiv nutzen wollte, nahm ich zusätzlich zu den Standardkursen der Schule eine Stunde Einzelunterricht. Ein wirklich hilfreicher Service der Schule ist die Vermittlung von Tandempartnern. Ich kann jedem nur empfehlen, so eine Gelegenheit zu nutzen. Mir eröffnete sich Spanien nicht nur von der Seite des "Zuschauers", sondern aus einer viel näheren Perspektive. So gewann ich zusätzliche Einblicke in die Lebensart und Mentalität dieser Nation. Und ich habe dabei eine gute Freundin gewonnen.
 

Willkommen zuhause
 Unter einer Vielzahl an Unterkünften wählte ich die in einer spanischen Familie mit Halbpension. Für mich war das eine gute Lösung, da ich einen sehr ausgefüllten Tag hatte und das Leben in der Familie für mich doch einige Annehmlichkeiten brachte. Meine Gastmutter gab mir das Gefühl, zur Familie zu gehören. Sicher verlangt das von einem auch, sich in den Familienalltag einzufügen, allerdings wurde mir das doppelt wieder zurückgegeben. So lernte ich Freunde und Familie von ihr kennen, mit denen ich Ausflüge unternahm oder mich an den Antikriegsdemonstrationen beteiligte.
 

Mit offenen Augen durch Granada
 "Gib ihm ein Almosen, Frau, denn nichts in der Welt, nichts, ist schlimmer als blind zu sein in Granada." Ein Sprichwort, das die besondere Faszination der Stadt erahnen lässt. Es sind nicht nur die wirklich eindrucksvollen Sehenswürdigkeiten wie die Alhambra und die wunderschönen Gärten des Generalife oder die Kathedrale, die ein ganz spezielles Ambiente schaffen, sondern die Stadt selbst mit den alten Stadtteilen Albayzín und Sacromonte besitzt eine unglaubliche Ausstrahlung und Anziehungskraft. Kulturell ist hier immer etwas und für jeden Geschmack geboten. Man sollte es sich nicht entgehen lassen, eine der faszinierenden Flamenco-Aufführungen anzusehen. Hinzu kommt, dass Granada mit rund 50.000 Studenten ein buntes und facettenreiches Nachtleben hat.
 

Wertvolle Freundschaften
 Ein Sprachkurs in Granada bei Carmen de las Cuevas ist absolut empfehlenswert. Sicher ist die Schule preislich eher weiter oben anzusiedeln, allerdings hat sich das voll ausgezahlt. Auch die Entscheidung für eine Gastfamilie habe ich keine Minute bereut. Sie war sowohl wichtig für meinen Lernfortschritt als auch für das persönliche Erleben. Meine Sprachkenntnisse habe ich stark verbessert, besonders die Fähigkeit zu sprechen. Vor allem aber die Gelegenheit, Freundschaften und Kontakte in Spanien zu knüpfen, haben diese drei Wochen für mich sehr wertvoll gemacht.
 
 Also, ihr Spanien–Freaks, nichts wie weg ins sonnige Andalusien!

¡Mucha suerte! ¡Qué te diviertas!

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