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Startklar für Melbourne

Department of Information Systems, Uni Melbourne

Department of Information Systems, Uni Melbourne

Ankunft

Ich kam nur fünf Tage vor Vorlesungsbeginn in Melbourne an, kurz nachdem ich die letzte Klausur in Münster geschrieben hatte. Vom Flughafen wurde ich vom kostenlosen Pick-Up-Service der Uni abgeholt. Ich wohnte zunächst 16 Tage in einer "temporary accomodation", die über die Uni organisiert wurde. Es machte meine Ankunft wesentlich entspannter, eine vorläufige Unterkunft vorgebucht zu haben. Günstige Backpacker-Jugendherbergen sind dafür sehr geeignet. Den Link zu einer guten Übersicht findet ihr unten.

Melbourne Welcome

Dem Vorlesungsbeginn gehen zwei Veranstaltungen voraus, das fünftägige "Melbourne Welcome" und die "Orientation Week". Das Melbourne Welcome beginnt etwa zwei Wochen vor Vorlesungsbeginn. Hier lernt man die Stadt und andere Austauschstudenten kennen. Das Programm schließt Unterkunft und Kneipentour mit ein. Es kostet satte 500 Australische Dollar. Achtung: Es wimmelt von Amerikanern, deren Gesprächsthemen sich auf lächerlich kleine kulturelle Unterschiede beschränken, wie zum Beispiel dass "Ketchup" in Australien "Tomato Sauce" heißt. Meine Empfehlung: Wer zwei Semester bleibt, hat genug Zeit, auch ohne diese Veranstaltung soziale Kontakte aufzubauen. Wer hingegen nur ein Semester in Melbourne bleibt, hat weniger Zeit zum Einleben. Schnell Anschluss finden kann dann ein deutlicher Vorteil sein.

Orientation Week

Die "Orientation Week" behandelt alle Themen rund um Studium, Uni-Einrichtungen und Visa-Angelegenheiten. Es ist sinnvoll, sich vor Abflug mit dem Programm der O-Woche vertraut zu machen. Der wichtigste offizielle Termin ist natürlich die Einschreibung. Weiterhin solltet ihr auf keinen Fall den "Clubs & Societies Day" verpassen. Hier lernt ihr über die zahlreichen Freizeitmöglichkeiten an der Uni. Dadurch wurde ich Mitglied im Wasserski-Club und konnte mich gleich für das dreitägige "Beginner's Camp" anmelden. Zieht jedoch in Betracht, die weniger interessanten O-Wochen-Vorlesungen "sausen" zu lassen. Denn die vorgetragenen Informationen findet ihr häufig auch im Internet. Es macht daher Sinn, sich nebenbei auch mit der Wohnungssuche in Melbourne zu beschäftigen.

Unterkunft

Für euren Aufenthalt in Melbourne könnt ihr zwischen verschiedenen Arten der Unterkunft wählen. Die wichtigsten sind Colleges, Studentenapartments und Wohngemeinschaften. Colleges sind akademische Gemeinden und befinden sich meistens direkt auf dem Campus. Sie sind ein wichtiger Teil australischer Uni-Tradition. In einem College lernt ihr schnell Leute kennen und genießt in der Regel komplette Verpflegung und soziales Programm. Die Nachteile: Die Ausstattung der Zimmer ist meist nicht überragend, und die Mieten sind sehr hoch. Die Stadt Melbourne bietet zahlreiche kulinarische Genüsse, so dass man die Vollverpflegung als Einschränkung sehen kann. Die Studenten im College sind sehr jung, meist 18 bis 20 Jahre alt. Hingegen haben Colleges auch deutliche Vorteile: Die Plätze sind von Deutschland aus reservierbar; trotz der rudimentären Ausstattung bieten sie ein sicheres Mindestmaß an Wohnqualität, da sie zur Universität gehören; und Austauschstudenten genießen oft die soziale Atmosphäre im College.

Private Studenten-Apartments

Private Studentenapartments sind mit Wohnheimen in Deutschland vergleichbar. Sie werden allerdings nicht von der Uni betrieben und unterscheiden sich untereinander stark in der Wohnqualität. Plätze lassen sich auch von Deutschland aus vorbuchen. Einige Häuser sind allerdings in katastrophalem Zustand! Daher solltet ihr nur vorbuchen, wenn ihr Empfehlungen von ehemaligen Einwohnern aus erster Hand bekommt.

Immer noch das Beste: die WG

Ich entschied mich daher für eine Wohngemeinschaft. Bei der Suche half mir die Uni-Webseite "AccomNet". Ich besuchte in einer Woche circa zehn verschiedene WGs. Dadurch gewann ich schnell Orientierung in der Stadt und einen Einblick in die australische Kultur. Schließlich wohnte ich dann elf Monate lang mit einem Australier zusammen in North Melbourne, nah am Campus. Mein Mitbewohner Byron und ich hatten völlig gegensätzliche Vorstellungen vom Führen eines Haushalts. Es war offensichtlich, dass jeden Tag zwei Welten aufeinander trafen. Aber genau das machte die Erfahrung so spannend! Fazit: Die Suche nach einer WG kostet viel Zeit und Nerven. Aber ihr habt dadurch mehr Chancen, euer Leben in Melbourne zu individualisieren als bei den "Pauschalangeboten". Das macht Spaß und erhöht euren Erfahrungsschatz! Bei einer Aufenthaltsdauer von zwei Semestern oder mehr solltet ihr Wohngemeinschaften stets den anderen Optionen vorziehen.

Studium an der Uni Melbourne

Ich belegte Veranstaltungen aus den Bereichen Management, Accounting und Information Systems. Es ist zweifelsohne von Vorteil, wenn die Heimatuni die Anrechnung der Leistungen zusichert. Wichtiger ist allerdings, ob ihr am Thema Spaß habt! Ihr wollt nicht euer kostbares Semester an der Uni Melbourne in langweiligen Grundlagenvorlesungen versauern! Neben dem Thema habt ihr die Wahl zwischen Undergraduate- und Postgraduate-Veranstaltungen. Erstere beschäftigen sich eher mit Grundlagen – ihr dürft nicht vergessen, dass eure Kommilitonen zwischen 18 und 22 Jahren alt sind. Die Atmosphäre ist oft mit dem Grundstudium an deutschen Unis vergleichbar – es wird gesiebt, und die Distanz zwischen Dozenten und Studenten ist sehr groß. Postgraduate-Veranstaltungen werden hingegen in Seminargröße abgehalten. Die Teilnehmer sind in der Altersgruppe Mitte 20 bis Mitte 30 und haben oft mehrjährige Berufserfahrung. Der Dozent hat eher eine unterstützende Funktion. Deshalb sind Postgraduate-Veranstaltungen nicht notwendigerweise schwerer. In der Tat ist das Niveau höher – aber aufgrund des besseren Arbeitsklimas fielen sie mir leichter und machten auch mehr Spaß!

Reisen mit der Uni

Australien ist bekanntlich die Hochburg der Rucksackszene. Insbesondere die Ostküste lässt sich leicht auf eigene Faust erkunden. Für alle anderen Landesteile ist das "International Students Outdoor Program" der Uni Melbourne hoch empfehlenswert! Das "Institut für Naturbildung" bietet hiermit zahlreiche Aktivitäten an, von Wochenendtouren bis zu 30-tägigen Campingaufenthalten im Outback. Das Preis-Leistungsverhältnis ist hervorragend – auf eigene Faust werdet ihr nicht in so kurzer Zeit so viel erleben! Daher sind die Trips sehr schnell ausgebucht. Also: Schon in der O-Woche Ohren offen halten und sich über die Webseite informieren.

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