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Start, Einstieg, Beginn [Quelle: unsplash.com, Autor: David Iskander]

Quelle: unsplash.com, David Iskander

Mit 22 war sie McKinsey-Praktikantin und frisch gebackene Bachelor-Absolventin – und mit 23 schon Beraterin: Chiara Weimer fand früh Gefallen am Consulting. Im Interview erzählt sie von ihrer Arbeit als Junior Fellow bei McKinsey, von den Vorteilen eines frühen Einstiegs und verrät, wie du herausfindest, ob auch du schon bereit für die Topmanagement-Beratung bist.

Als Bachelor-Absolvent in die Unternehmensberatung – ist man dann ein "Berater light"?

Das ist absolut nicht der Fall. Selbst Praktikanten werden als vollwertige Berater im Team integriert und haben ihr eigenes Arbeitspaket. Dieses verantworten sie, wie alle anderen Consultants auch, von Anfang bis Ende, selbstverständlich immer in enger Abstimmung mit dem Projektleiter oder der Projektleiterin. Bei McKinsey gilt dieses Prinzip für alle, egal wie jung oder alt man ist, ob man einen Bachelor, Master oder Ph.D. hat. Jüngere Kollegen bekommen von den Erfahrenen die Unterstützung und Hilfe, die sie benötigen, lernen aber vor allem "on the job".

Gibt es dann überhaupt Unterschiede zwischen Junior Fellows und Beratern, die beispielsweise nach dem Master einstiegen?

Der größte Unterschied ist die Erfahrung. Nach dem Master hat man neben dem zusätzlichen Abschluss meist auch noch ein paar Praktika mehr gemacht. Durch den Umstand, dass wir besonders zu Beginn unserer Zeit als Berater viele verschiedene Industrien und Themenschwerpunkte im Rahmen unserer Projekte kennenlernen, habe ich bisher nicht viele der theoretischen Inhalte aus meinem VWL-Studium angewendet. In zahlreichen Trainings und den ersten Monaten im Job erlernt man ein sogenanntes McKinsey-Toolset, welches jeder Berater, egal mit welchem Abschluss oder in welchem Alter er zu uns kommt, auf den Projekten anwendet.

Warum sind Sie schon so früh, also direkt nach dem Bachelor, bei McKinsey eingestiegen?

Das war gar nicht so geplant. Ich habe zunächst Praktika im Konsumgüter- und Chemiebereich gemacht und wollte Unternehmensberatung einfach einmal ausprobieren. Deswegen habe ich mich bei McKinsey beworben, denn mir war immer klar: Wenn ich Unternehmensberatung mache, dann auf jeden Fall bei McKinsey. Erst während meines Praktikums hat sich dann herauskristallisiert, dass ich direkt den Einstieg wagen will – weil es mir so viel Spaß gemacht hat.

Warum hat Sie McKinsey so angesprochen?

Ich hatte immer den Eindruck, dass McKinsey der Primus unter den Beratungen ist, die meisten Themen und Geografien abdeckt. Deswegen dachte ich mir: Wenn ich es mache, dann richtig – und habe mich nie irgendwo anders beworben. Mein Praktikum hat meine Erwartungen dann ehrlich gesagt noch einmal übertroffen. Wir decken nicht nur sehr viele Themen und Geografien ab, das Gemeinschaftsgefühl in unserer Firma ist ebenfalls außerordentlich stark.

Wie unterstützt McKinsey seine Junior Fellows?

Der Unterschied zu anderen Absolventengruppen ist, dass wir zusätzliche Trainings bekommen – pro Jahr eine bestimmte Anzahl. Dazu hat man bei jedem Projekt und gerade ganz am Anfang einen Mentor, der einen coacht: Denn es ist ja schon eine spezielle Situation, wenn man als sehr junge Beraterin mit zum Klienten fährt. McKinsey bietet zudem die Option eines Big Brothers oder einer Big Sister, der oder die einem über längere Zeit als Mentor auf Augenhöhe mit Rat und Tat bei Fragen und Unsicherheiten zur Seite steht. Es handelt sich dabei um Kollegen und Kolleginnen aus dem eigenen Office, die einen Erfahrungsvorsprung von einem bis drei Jahren mitbringen. Generell ist Hilfe unter Kollegen ein großes Thema bei uns: Man hat jederzeit das Gefühl, dass man auf jeden Kollegen, egal welchen Alters, zugehen kann und Unterstützung erhält.

Wie haben Sie sich an Ihrem ersten Tag gefühlt?

Mein erster Tag bei McKinsey war ja genau genommen nicht der erste Tag als Junior Fellow, sondern mein Einstieg als Praktikantin. Ich war definitiv nervös und etwas eingeschüchtert, denn man merkt von Anfang an, dass man mit vielen klugen Köpfen zusammenarbeitet, und hat das Gefühl, dass die Messlatte hoch liegt. Aber weil alle Kollegen sehr offen und hilfsbereit sind, legte sich dieses Gefühl schnell wieder, bei mir binnen einer Woche. Ich habe gemerkt, dass mir auch als Praktikantin schon viel zugetraut wurde – ich hatte mein klares Arbeitspaket und habe direkt mit Klienten interagiert – und genau dieses Vertrauen half mir ungemein.

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