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Tipps und Tricks: smarter schnacken

Small Talk auf dem Prüfstand

Small Talk - zugleich Kunst und Karrierefaktor. Personalverantwortliche haben längst erkannt, dass smartes Auftreten und gepflegte Konversation der Mitarbeiter zum Image eines Unternehmens beitragen. Der Small Talk ist inzwischen integraler Bestandteil jedes Bewerbungsgesprächs - sei es im Warm-Up oder hinterher. Und beim gemeinsamen Mittagessen im Assessment Center sollen sich die Kandidaten nicht nur sättigen. Personalverantwortliche verfolgen das Tischgespräch aufmerksam mit. Wer Fremde gut in ein Gespräch ziehen kann, hat auch im Umgang mit Kunden und Kollegen keine Probleme.

Die Gabe des gelungenen Geplauders ist nicht jedem in die Wiege gelegt. Ein paar Kniffe lassen sich aber erlernen. 

  • Aufmerksames und aktives Zuhören ist die Grundvoraussetzung für einen gelungenen Small Talk. Wer in einem Gespräch viel von sich erzählen kann, wird dieses Gespräch in guter Erinnerung behalten.
  • Rede über ein gemeinsames Erlebnis, etwa über einen gerade gehörten Vortrag, über die Anreise in die gleich Stadt oder auch nur über das viel zitierte Wetter. Wichtig ist, schnell einen gemeinsamen Nenner zu finden.
  • Frage deinen Gesprächspartner nach seiner Meinung. Wer sein Urteil abgeben darf, und sei es nur über ein Thema von eher beiläufigem Interesse, fühlt sich ernst genommen: Wie gut ist das kürzlich erschienen Fachbuch, wie ist Frankfurt, Köln, München etc. so als Stadt, hat Schalke dieses Jahr das Zeug zur Meisterschaft oder werden es wieder die Bayern?
  • Schmeichle deinem Gegenüber, und zwar nicht durch aufgesetzte Komplimente, sondern durch Interesse, durch Nachfragen. Der Verhaltensforscher Robin Dunbar hat die These aufgestellt, dass die Unterhaltung bei den Menschen die gleiche Funktion hat wie das gegenseitige Kraulen bei unseren nächsten Verwandten, den Menschenaffen. Ein bisschen verbales Liebkosen schadet also nicht.
  • Beziehe umstehende Leute in den Small Talk ein, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Gerade bei Empfängen und Stehpartys sind die Leute froh, wenn sie sich einem kleinen Grüppchen anschließen können.
  • Halte das Gespräch am Laufen, indem du auf Fragen zusätzliche Information miteinfließen lässt. Also auf die Frage "Wie war ihr Flug?" nicht einfach "Gut" antworten, sondern "Viel besser als das letzte Mal als mich dieser Fluglinie geflogen bin, da hatten wir zwei Stunden Verspätung" usw. Bedenke: Nicht der Austausch von Information steht an erster Stelle, sondern das Reden an sich.
  • Stelle offene Fragen statt geschlossene, auf die dein Gesprächspartner nur mit "ja" oder "nein" antworten kann. Also nicht: "War der Urlaubstrip quer die USA schön?" Sondern: "Was hat Ihnen besonders gut gefallen? Welche Route haben Sie gewählt? Wie sind Sie denn auf die Idee gekommen, diese Reise zu machen?" Wer auf solche Fragen immer noch ein "Mhm. Ja. Ja." zu hören bekommt, hat es wirklich mit einem schwierigen Gesprächspartner zu tun.
  • Bedenke bei allen Regeln: Natürlichkeit ist Trumpf. Natürlichkeit heißt aber nicht Kumpelhaftigkeit. Mit neuen Bekanntschaften, erst recht im geschäftlichen Umfeld, ist ein anderer Ton angesagt als mit den Freunden nach dem dritten Bier. Witz und Humor sind fast nie fehl am Platze, aber immer mit Fingerspitzengefühl.
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Ohne Stil zum Erfolg? Davon kann auch heute keine Rede sein. Im Gegenteil, Etikette gewinnt wieder an Bedeutung. Was es bei der geschäftlichen Kommunikation zu beachten gibt.

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