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Phasen der Partnerschaft

Mentoring ist ein Prozess. Die Beziehung zu deinem Mentor durchläuft verschiedene Phasen. Sie fordert feinfühlige Vorbereitung.

I. Erwartungen an Mentor klären

Kläre im ersten Schritt: Warum brauchst du einen Mentor? Und wofür? Was erwartest du von ihm? Beantwortest du zu Beginn diese Fragen, kannst du deine Erwartungen klar vor Augen behalten. Nur so wirst du sie deinem Mentor unmissverständlich mitteilen. 

II. Ziele der Mentoren-Partnerschaft anvisieren 

Anschließend visierst du konkrete Ziele deiner Mentoring-Partnerschaft an. Das ist Voraussetzung für das Profil deines Wunschmentors, das du später entwirfst. Bleib realistisch! Deine Ausbildung und Erfahrung sowie die Dauer der Mentoring-Partnerschaft sind ausschlaggebend für die Ziele. Sie sollten in Schussweite liegen.

III. Mentor-Partner suchen

Erwartungen und Ziele siehst du klar vor dir? Jetzt suchst du dir den passenden Mentor. In welcher Branche soll er arbeiten? Du profitierst nicht nur von einem Mentor, der sich beruflich vorwiegend mit deinem Studienschwerpunkt beschäftigt. Auch ein Partner aus einer anderen Branche kann deinen Horizont erweitern. 

IV. Tuchfühlung mit dem Mentor nehmen

Und dann nehmen Mentor und Mentee Kontakt miteinander auf. Können sie im Team die Erwartungen und Ziele beiderseits realisieren? "Auch die Chemie muss stimmen", weiß Stipendiatin Friederike, 27, seit ihrer Zeit als Mentee. Grundsätzliches wird geklärt wie Form, Ort und Häufigkeit der Kontakte. "Anfangs ist der Kontakt rege, weil beide viel Gesprächsstoff haben," sagt Silke Cascorbi, die das Mentoren-Programm von e-fellows.net leitete. "Je offener und intensiver die Startphase verläuft, desto genauer trifft Mentoring sein Ziel." 

V. Zusammenwachsen, zusammen wachsen

Und dann wisst ihr, das wird ein erfolgreiches Tandem. Intensives miteinander Arbeiten beginnt jetzt. Wertvoller Tipp von Friederike: "Jeden Kontakt musst du gut vorbereiten, insbesondere die Einzelgespräche. So hatte ich immer einen Zettel dabei, um Fragen zu sammeln, die mich interessierten." Solide vorbereitet schonst du die Arbeits- und Zeitbelastung deines Mentors. Deine Treffen fordern auch Nachbereitung. Fasse nochmals zusammen, was ihr besprochen habt. Überlege dir dabei gleich, wie du die Anregungen umsetzen kannst. Ein kleines Dankesschreiben an deinen Mentor verfasst du quasi nebenbei. 

VI. Wiedersehen, nicht Lebwohl

Letztlich Abschied zu nehmen, kann sinnvoll sein. Beide sind für neues Mentoring wieder offen. Wenn die Zeit begrenzt ist, nutzen Mentoren und Mentees sie intensiver. Zwingt euch aber nicht, wenn ihr euch nicht trennen wollt. Ihr müsst ja nicht gleich Auf-Nimmer-Wiedersehen sagen. Auf informeller Basis könnt ihr weiterhin in Kontakt bleiben. "Meine frühere Mentorin ist immer noch meine Beraterin im Hintergrund. Sie ist heute eine Freundin für mich", freut sich Eva über eines der Ergebnisse ihrer Mentoring-Partnerschaft bei Siemens. Außerdem würgt das Ende einer Mentoring-Beziehung noch lange nicht ihre Wirkung ab. Mancher Lerneffekt entfaltet sich erst nach Jahren.

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