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Was auf jeden Fall klappt

Hast du keine Zeit oder Lust, dir eine besondere Lesetechnik anzueignen? Vielleicht kannst deine Lesegewohnheiten trotzdem verbessern. Denn wenn du an den Rahmenbedingungen etwas feilst, kommst du auch mit dem ganz normalen Lesen besser voran.

Verschiedene Faktoren haben Einfluss auf unsere Lesegeschwindigkeit und insbesondere auf unsere Leseausdauer. Wenn das Umfeld stimmt, dann kannst du zumindest länger lesen und ermüdest nicht so schnell. Auch das kann deine Produktivität erhöhen. 

Es werde Licht

Als ideal gilt eine gleichmäßige Beleuchtung von 1.000 Lux, das entspricht etwa Tageslicht bei bedecktem Himmel. Lichtreflexe oder Gegensätze von hellen und dunklen Zonen im Sichtfeld solltest du vermeiden. Eine einsame Schreibtischlampe wie im Bild rechts ist also keineswegs die ideale Beleuchtung. 

Haltung bitte

Lesen sollte nicht anstrengen. Der Körper sollte sich in einer Haltung befinden, die spannungsfrei und locker ist. Wenn du ein Buch auf deinen Schreibtisch legst und dich darüber beugst, dann ist das keine entspannte Haltung. Deine Schultern und dein Nacken sind gebeugt und werden sich früher oder später verspannen. Leg dein Buch besser gegen einen Stapel, so dass du beim Lesen gerade sitzt. Deine Ausdauer ist dann höher. Im Stehen zu lesen strengt sogar noch weniger an als das Sitzen. Ein Stehpult ist also durchaus eine Alternative. Liegen strengt zwar auch nicht an, der Körper schaltet aber gerne auf Ruhemodus um. Konzentrierte Arbeit ist so nur für eine begrenzte Zeit möglich. 

Ruhe bewahren

Wenn du dich auf ein Buch konzentrieren willst, dann solltest du möglichst alle Ablenkungen vermeiden. Das gilt besonders für optische Reize. Unsere Augen nehmen Bewegungen besonders stark wahr. Der laufende Zeiger an deiner Armbanduhr oder der blinkende Bildschirmschoner auf deinem Rechner lenken deine Augen ab, wenn du sie im peripheren Sichtbereich erkennen kannst.
 Dasselbe gilt für Geräusche. Ob entspannende Musik hilft oder stört ist ein alter Streit. Aber tickende Uhren und Gebrabbel im Radio solltest du abschaffen. 

Lesensfreude

Wenn du motiviert und interessiert bist, dann nimmst du viel mehr Informationen auf. Wenn du keine Lust hast, dann kommst du auch nicht voran. Darum, auch wenn es manchmal schwer fällt: Motiviere dich. Du musst ein langweiliges Buch lesen? Versprich dir selbst eine Belohnung, wenn du es geschafft hast. Wenn du einen Trick findest, um dich trotzdem zu motivieren, dann erhöhst du damit sogar deine Lesegeschwindigkeit. 

Effektives Lesen

Deine tatsächliche Lesegeschwindigkeit hängt auch davon ab, wie oft du einen Abschnitt lesen musst. Es bringt wenig, durch den Text zu hetzen, aber den Inhalt gleich wieder zu vergessen.
 Damit dein Leseaufwand nicht umsonst ist, solltest du gleich mit einem guten System heran gehen. Ein solches System ist die SQ3R-Methode. SQ3R ist eine Abkürzung für "Survey", Question", Read", "Recite", "Review". Das Prinzip ist recht einfach. 

  • "Survey" - Fang nicht sofort mit dem Lesen an, sondern verschaff dir zunächst einen Eindruck. Autor, Verlag, Klappentext, Literatur- und Schlagwortverzeichnis zeigen dir, was dich erwartet. Schau dir die Gliederung an und blättere durch das Buch. Vielleicht sind bestimmte Kapitel für dich uninteressant?
  • "Question" - Mach dir klar, welche Fragen du an den Text stellen willst. Möchtest du nur einzelne Fragen beantworten oder den ganzen Inhalt lernen? Wie stehst du zu dem Thema? Wie geht der Autor an das Thema heran? Du willst hier noch keine abschließenden Antworten finden, sondern dein eigenes Interesse an der Materie steigern und deinen Fokus beim Lesen festlegen.
  • "Read and Recite" - Jetzt nimmst du dir das Buch vor und liest es exakt. Lege regelmäßig Pausen ein, um dir das Gelesene nochmal zu vergegenwärtigen, und mach dir Notizen. Analysiere die Aussagen des Autors.
  • "Review" - Wenn du das Buch gelesen hast, stelle es noch nicht gleich weg. Blättere es nochmals durch und überfliege die Überschriften. Formuliere noch einmal die Aussagen dahinter. Damit vernetzt du das Gelesene in deinem Kopf, so dass es eine Einheit bildet.

Auf diese Weise ziehst du den maximalen Nutzen aus den aufgenommenen Informationen, sparst wichtige Zeit und musst nicht immer wieder dasselbe Buch lesen.

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