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Die schlechten Zeiten für Hedgefonds sind Vergangenheit

Doch das ist Vergangenheit: 2017 hat sich die Situation gedreht. "In jedem der zwölf Monate erzielten die außerbörslichen Fonds einen Gewinn", betont Bensted. Das sei das erste Mal seit 2003 gewesen. Der Datenanbieter hat einen durchschnittlichen Ertrag von 11,41 Prozent ausgerechnet, den die Hedgefonds im abgelaufenen Jahr im Schnitt erwirtschaftet haben. Der deutsche Leitindex Dax legte mit 12,5 Prozent zwar noch stärker zu, doch Investoren zeigen sich mit Blick auf das künftige Abschneiden der Hedgefonds wieder optimistisch: Knapp 50 Milliarden Dollar flossen im vergangenen Jahr wieder zurück in diese Anlagegesellschaften. "Nach anfänglichen Schwierigkeiten haben sich die Hedgefonds gut auf die Niedrigzinspolitik der Notenbanken eingestellt. Die ständigen Marktinterventionen werden vorläufig ein Wegbegleiter bleiben", urteilt Ralf Koppay von Hudson Rhine Consulting. Gerade Hedgefonds, die sich auf Schwellenländer konzentrieren, traut er viel zu. Ohnehin ergeben Umfragen von Preqin bei Großinvestoren, dass die Aktienmärkte sich auf dem Höhepunkt des laufenden Wachstumszyklus befinden und die Anleger sich deshalb künftig defensiver positionieren wollen. Der Anteil an Investoren, die mehr Geld in Hedgefonds stecken wollen, befindet sich auf dem höchsten Niveau seit 2013.

Gerade einige große Hedgefonds-Manager machen es deutlich besser als die Masse unter den rund 15.000 Spezialfonds. Zu den Topgewinnern zählen neben Rekordverdiener Griffin auch Leon Black von Apollo Global, die Brüder Daniel, Dirk und Robert Ziff mit ihrem Hedgefonds Och Ziff, Israel Englander von Millennium Management, Leon Cooperman von Omega Advisors, Stephen Mandel Jr. von Lone Pine Capital und Andreas Halvorsen mit seinem Viking Global. Das Vermögen von Altmeister George Soros, dem US-Hedgefonds-Manager mit ungarischen Wurzeln, der sich durch seine Wette gegen das britische Pfund einen Namen gemacht hat, ist laut Hurun um 69 Prozent geschrumpft. Dahinter stehen jedoch keine Fehlspekulationen. Der 87-jährige Philanthrop hat seiner Stiftung "Open Society" 18 Milliarden Dollar gespendet. Deren Ziel ist es, die Demokratie und die offene Gesellschaft weltweit zu unterstützen. Trotz des viele Milliarden Dollar schweren Abgangs kommen die 30 reichsten Hedgefonds-Manager auf ein Vermögen von insgesamt 193,1 Milliarden Dollar. Das entspricht in etwa dem Sozialprodukt Irlands, der Nummer 32 unter den Ländern mit dem höchsten Sozialprodukt.

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