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Spitzenforschung von zuhause

Carina Haupt hat auch im Homeoffice einen guten Draht [Quelle: DLR]

Quelle: DLR

Sie erforschen das Weltall, experimentieren mit künstlicher Intelligenz oder entwickeln nachhaltige Brennstoffe: Die 4.000 Forschenden am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt sind echte Pioniere in ihren Disziplinen. Und das auch in Zeiten von Corona – nur eben remote. Wir haben nachgefragt, wie Spitzenforschung von zuhause funktioniert.

Wie verhalten sich komplexe Plasmen in der Schwerelosigkeit? Wie können automatisierte Fahrzeuge über Lichtsignale mit anderen Verkehrsteilnehmern kommunizieren? Wie generiert man aus Sonnenenergie flüssige Brennstoffe? Mit diesen und anderen Fragen befassen sich die 4.000 Forschenden am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) – unter ihnen auch viele Studierende, die mit einem Praktikum oder einer Abschlussarbeit ihre Karriere starten, oder junge Wissenschaftler kurz nach dem Abschluss. Mit ihren Experimenten und Erkenntnissen leisten sie wichtige Pionierarbeit in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Energie, Verkehr, Sicherheit und Digitalisierung.

Seit Mitte März arbeitete der Großteil der DLR-Beschäftigten von zuhause. Unter Einhaltung hoher Sicherheitsmaßnahmen kehren sie nun wieder an die 27 deutschen Standorte zurück, zunächst aber in verringerter Zahl. Bevorzugter Arbeitsplatz soll weiter das Homeoffice bleiben. Denn Spitzenforschung funktioniert auch remote – wenn alle an einem Strang ziehen und die Infrastruktur passt. 

Carina Haupt und Michael Meyer zu Hörste können das bestätigen. Hier berichten beide, wie sie die letzten ungewöhnlichen Monate verbracht und die neue Situation erlebt haben.

Guter Draht im Homeoffice

Die Informatikerin Carina Haupt leitet die Gruppe Software Engineering am Institut für Softwaretechnologie in Berlin. Mit ihrem Team entwickelt sie spezielle Kommunikationslösungen, testet Entwicklungswerkzeuge und erforscht Software-Engineering-Verfahren. Außerdem unterstützt sie regelmäßig andere Forschungsgruppen des DLR dabei, eine gute Software-Qualität sicherzustellen: "Wir beraten bei der Umsetzung, entwickeln Guidelines und führen Schulungen durch. Chat, Telefon- und Videokonferenzen waren schon immer Bestandteil meines Alltags, da mein Team in Berlin, Braunschweig, Köln und Oberpfaffenhofen sitzt." All das erledigt sie jetzt im Homeoffice.

Mein guter Draht zu meinen Kolleginnen und Kollegen hilft mir gerade jetzt sehr. Ich bin sehr kommunikativ und gebe mein Wissen gerne weiter. Deshalb setze ich mich immer für die Vernetzung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein, die in verschiedenen Instituten an verwandten Fragestellungen der Softwareentwicklung arbeiten.

Privat engagiert sie sich in Communities – zum Beispiel organisiert sie Konferenzen zum Thema Freie und Open Source Software. Zuhause arbeiten ist für sie kein Problem: Ein VPN-Zugang war für alle im Team kurzfristig verfügbar. Schulungen bietet das Institut jetzt einfach online an, spontan umgesetzt. In Zukunft soll das gleich beibehalten werden. "Einmal mehr kann ich die großen Spielräume und die Entscheidungsfreiheit nutzen, die ich beim DLR habe", sagt Carina Haupt.

Geschäftsfeldentwicklung daheim am Schreibtisch

Michael Meyer zu Hörste ist Ingenieur am Institut für Verkehrssystemtechnik in Braunschweig und zuständig für die Geschäftsfeldentwicklung: Er plant Projekte und stimmt Inhalte und Budgets ab. Im Moment bereitet er das Shift2Rail-Projekt X2Rail-5 vor, welches das DLR leitet. 22 Partner aus ganz Europa sind an diesem Projekt zur Zukunft des Schienengüterverkehrs beteiligt. Wöchentlich hat Meyer zu Hörste Telefonkonferenzen mit über 30 Teilnehmern – eine interessante Herausforderung. Die Inhalte müssen gut strukturiert werden, damit man nichts vergisst.

Wegen der europäischen Zusammenarbeit in Shift2Rail kommunizierte Meyer zu Hörste schon vor der Corona-Krise viel über E-Mail, Telefon- und Webkonferenzen. Im Homeoffice zu arbeiten ist für ihn daher keine große Umstellung – und ohnehin muss ein Team, das sich gut kennt, seiner Meinung nach nicht für jede Abstimmung nach Brüssel oder Madrid fliegen. Wichtig ist ihm aber, Arbeit und Freizeit mit der Familie räumlich zu trennen; dann fällt das Abschalten leichter. Was er zuhause vermisst? Seinen Sitzball, den er im Büro gelassen hat, und seine Bücher – dafür hat er im Homeoffice die Literatur stehen, die ihm im DLR fehlt.

In der Krise bewerben? Unbedingt!  

Als öffentliche Forschungseinrichtung der Bundesrepublik Deutschland steht das DLR auch in der Krise sicher da und sucht weiter kluge Köpfe. Interessierte können sich daher wie gewohnt bewerben, die Vorstellungsgespräche mit den Instituten und Einrichtungen finden in einem Format angepasst an die gegebenen Möglichkeiten statt. Unter den aktuellen Stellenausschreibungen sind auch jetzt viele, die einen Einstieg direkt nach oder schon während des Studiums ermöglichen.

Gemeinsam sind alle Mitarbeitenden die Krise angegangen, gemeinsam schauen sie jetzt in die Zukunft – um sie durch wegweisende Forschung mitzugestalten.

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