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10 Fragen an Nico Rose von Bertelsmann

Nico Rose, roter Pulli, Chef-Schule [Quelle: Nico Rose]

Quelle: Nico Rose

Dr. Nico Rose (40) hat an der EBS Business School in BWL promoviert, aber auch einen Master in angewandter Positiver Psychologie an der University of Pennsylvania absolviert. Als Vice President "Talent Acquisition and Employer Branding" bei Bertelsmann arbeitet er im Stab des Personalvorstands und ist verantwortlich für das Employer Branding und die Recruiting-Programme auf Gruppenebene.

Herr Rose, ein Freund von Ihnen zögert, ob er das Zeug zum Chef hat. Welche drei Fragen sollte er sich stellen, um eine Entscheidung zu finden?

  1. Bin ich sicher, dass ich von nun an deutlich weniger an Inhalten (im wörtlichen Sinn) arbeiten möchte?
  2. Bin ich sicher, dass ich gelernt habe, Menschen einen gehörigen Vertrauensvorschuss zu geben?
  3. Glaube ich tief und fest daran, dass Menschen wachsen können?

Wie motivieren Sie sich, wenn es mal nicht rund läuft?

Entweder schaue ich Videos von meinen Kindern auf dem Handy oder ich versuche es mit Musik. Als Metal-Fan kann ich "Ace of Spades" von Motörhead sehr empfehlen. Der Song holt einen zuverlässig aus jedem Nachmittagstief.

Vervollständigen Sie den Satz: Ich bin ein guter Vorgesetzter, weil …

... ich weiß, dass ich jeden Tag Fehler dabei mache.

Wenn Sie Ihren Führungsstil in einem Song ausdrücken müssten, welchen Song würden Sie
wählen?

Vermutlich den Titelsong von "Die Eiskönigin" – "Let it go". Das Thema "loslassen (können)" steht für mich ganz weit oben.

Welche Lektüre hat Ihren Führungsstil am meisten beeinflusst?

Es ist völlig normal, dass einen zu bestimmten Zeiten unterschiedliche Bücher weiterbringen – oder auch nicht. Das, was mich gegenwärtig am meisten bewegt und inspiriert, lautet "Lift: The Fundamental State of Leadership" von Ryan & Robert Quinn.

Gibt es ein Zitat, mit dem Sie sich und/oder Ihren Führungsstil identifizieren?

Bevor du hinausziehst, um die Welt zu verändern, gehe dreimal durch dein eigenes Haus (aus China). Alle Führung beginnt mit Selbstführung.

Wie lautet der beste Rat, den man Ihnen je gegeben hat? Von wem kam dieser Rat?

Der kam vom Chef meiner Chefin im ersten Job nach der Uni. In dem Unternehmen wurden leider häufig Konflikte nach unten weggedrückt, wo sie dann eigentlich kaum noch lösbar waren. Einmal bekam ich aus einer anderen Abteilung "eins auf den Deckel", obwohl ich weder etwas dafür noch dagegen konnte. Irgendwann nahm mich der Abteilungsleiter zur Seite und fragte mich, was los sei. Ich schilderte die Situation und er hörte aufmerksam zu. Am Ende sagte er: "Lieber Herr Rose, ich erklär' Ihnen jetzt mal was. Es gibt da so ein Sprichwort, das lautet: 'Man schlägt den Hund und meint den Herrn.' Machen Sie einfach weiter, ich kümmere mich jetzt darum." Dann hat er sich gekümmert. Diese Begebenheit hat mir früh die Augen geöffnet für einen systemischen Blickwinkel auf Organisationen – und die Tatsache, dass wir alle nur Rollen einnehmen, die wir abends oder auch nach dem Verlassen des Unternehmens wieder abstreifen können. Das hilft mir auch heute noch, innerlich Abstand zu wahren, wenn es mal knirscht.

Wie entspannen Sie?

Wenn ich nicht Zeit mit meiner Familie verbringe, schreibe ich gerne: Blogs, Fachartikel, und demnächst geht es ans zweite Buch. Sich wirklich in ein Thema vertiefen zu können, das geht im Management-Alltag manchmal ein wenig unter. Insofern bietet mir das Schreiben einen wichtigen Ausgleich, obwohl es im Grunde noch mehr Arbeit bedeutet.

Wie sieht Ihr Schreibtisch aus?

Da ich fast immer auf Achse bin, gibt's nur ein Foto von meinem Laptop.

Der Laptop ist der Arbeitsplatz von Dr. Nico Rose

Nennen Sie die drei wichtigsten Eigenschaften eines guten Chefs und geben Sie in Prozent an,
für wie wichtig Sie sie jeweils halten.

Herr Rose, vielen Dank für Ihre Zeit!

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