Manage&More-Stipendium
aus e-fellows.net wiki, dem Wissensspeicher von e-fellows für e-fellows
Artikel über das Nachwuchsförderprogramm der Unternehmertum GmbH an der TU München.
Das Förderprogramm
Manage&More ist kein gewöhnliches Stipendium - vielmehr ist es ein Förderprogramm, dass den unternehmerischen Nachwuchs an der TU München gezielt auf die Herausforderungen als zukünftige "Interpreneure" als auch "Intrapreneure" vorbereitet. Das heißt: In einem Zeitraum von 18 Monaten werden die Stipendiaten insbesondere im Bereich des unternehmerischen Denkens und Handelns darauf hingetrimmt, zukünftige Aufgaben als Gründer, selbstständige Unternehmer und „Unternehmer im Unternehmen“ besser zu meistern.
Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung
Die UnternehmerTUM verlangt laut ihrem Internetauftritt neben soliden fachlichen Studienleistungen folgende Auswahlkriterien:
- Interesse an Management-Themen und Unternehmertum
- persönliches Engagement, z.B. in Studenteninitiativen oder in einem eigenen Start-up
- erste Projekterfahrung, z.B. in einem Praktikum, an der Universität oder in Vereinen
- Teamfähigkeit und Spaß, eigene Ideen umzusetzen
- verfügbare Zeit für Manage&More: rund 15 Wochenstunden
Deutlich wird, dass diese Auswahlkriterien keinen bestimmten Notenschnitt bzw. keine spezifische fachliche und akademische Leistungsnachweise abverlangen. Viel eher erscheinen somit die Auswahlkriterien nicht sonderlich konkret noch mit äußerst hohen akademischen Anforderungen belegt zu sein. Dies ist auch gut so, da erfolgreiche Unternehmer auch nicht in ein vorgefertigtes Kriterienschema hineingezwängt werden können. Erfolgreiche Unternehmer und Manager zeichnen sich durch vielfältige Begabungen, Interessen und Handlungen aus. Entscheidend ist demnach der Drang, etwas selbst auf die Beine stellen zu wollen - unternehmerische Eigeninitiative eben. Und genau dies versucht die UnternehmerTUM in Form von Nachweisen sämtlicher Aktivitäten in den Lebensläufen der Kandidaten wiederzufinden. Hier werden Kandidaten gefordert, die sich nicht nur strickt an einen möglichst zügigen und exzellenten Studienabschluss halten. Vielmehr soll sich der Kandidat durch sein Engagement und Bemühen neben den Mindestanforderungen der Studienordnung hervortun. Gefragt sind Kandidaten, die sich mit dem Erlernten aus dem Studium nicht zufrieden geben, sondern durch zusätzliche am besten eigen initiierte Tätigkeiten ihren Lebens- und Erfahrungsschatz kontinuierlich selbst ausbauen wollen.
Das Bewerbungsverfahren teilt sich dabei in drei Stufen ein: Die erste Stufe umfasst eine Online-Bewerbung bei der die Motivation des Kandidaten für eine engagierte Teilnahme im Förderprogramm festgestellt werden soll. Hierbei gilt es möglichst offen, ehrlich und direkt alle Fragen zu beantworten. Wer sich hier viel Mühe gibt, kommt auf alle Fälle in die zweite Runde des Bewerbungsverfahrens: die Vorauswahl zum Bewerbungsgespräch.
In dieser zweiten Stufe wird die abgegebene Bewerbungsmappe akribisch durchgesehen. Erkennbar muss sein: Unternehmerisches Denken und Handeln. Allgemein gefasst, bedeutet dies die Umsetzung eines selbst gesteckten Vorhabens. Wer erkennen lässt, dass eigen initiierte Projekte und Bestrebungen beharrlich und mit viel harter Arbeit nachgegangen wurden, hat gute Karten zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.
Die dritte Stufe des Bewerbungsverfahrens dient hauptsächlich der Selbstpräsentation. Verlangt wird nun bildlich gesprochen, das Produkt an den Kunden zu bringen. D.h. Wert wird beim Vorstellungsgespräch auf ein selbstsicheres und von sich und seinen vergangenen Leistungen überzeugtes Auftreten gelegt. Die fachliche Leistung im Studium spielt daher eher eine untergeordnete Rolle. Vielmehr muss der Kandidat durch sein Auftreten als auch durch sein unternehmerisches Denken und Handeln glänzen. Wer noch dazu mit einer gewissen Begeisterung und Neugierde für das Förderprogramm auftritt, hat die Juroren schnell auf seiner Seite. Und wen es besonders unter den Fingern juckt, der unterbreitet der UnternehmerTUM während des Vorstellungsgesprächs konkrete Pläne seines zukünftigen unternehmerischen Vorhabens – eine sichere Vorstellung von einem Start-up wie auch markttaugliche Innovationen kommen sehr gut an.
Eine Anmerkung zu den Forderungen der UnternehmerTUM sollte hier dennoch gemacht werden: Die regelmäßige Teilnahme am Förderprogramm ist kein Zuckerschlecken. Genügend Arbeit steht auf alle Fälle an. Das Motto hierzu: Learning by Doing! Und wer sein Zeitmanagement nicht im Griff hat, der sollte sich noch mal eine Bewerbung genau überlegen. Zu Unterschätzen sind vor allem nicht die 15 Wochenstunden, die das Stipendium abverlangen. Wer voll dabei ist und merkt wieviel das Förderprogramm zu bieten hat, ist so oder so sehr schnell bei 20 manchmal auch 30 Wochenstunden. Manchen Stipendiaten ist dies bei Annahme des Stipendiums nicht völlig bewusst. Die Folge, ein vorzeitig freiwilliges Ausscheidens ist bei 10% der Stipendiaten nicht unüblich.
Dennoch ist allen dieses Förderprogramm zu empfehlen, die ein gewisses unternehmerisches Gedankengut mitbringen, sei es aufgrund der Selbstständigkeit der Eltern von zuhause aus oder ganz einfach basierend auf seinen eigen initiierten Projekten und Vorhaben. Man lernt sehr viel über Inter- als auch Intrapreneurship. Beide ermöglichen eine spannende berufliche Selbstverwirklichung. Und die kooperierenden Unternehmen bieten dafür die besten karrierefördernden Gestaltungsspielraum.
Weblink
Der formelle Umfang des Stipendiums lässt sich am besten direkt auf der UnternehmerTUM Webseite nachlesen:
