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Mit Best Practice zum Break Even

Manager, Management, Krawatte, Geschäftsmann [Bildquelle: sxc.hu, Autor: Mart1n]

Manager, Management, Krawatte, Geschäftsmann [Bildquelle: sxc.hu, Autor: Mart1n]

Bücher über das ideale Management eines Unternehmens gibt es viele – und es kommen jedes Jahr ein paar neue hinzu. Wie sie alle lesen oder gar die beste Methode herausfiltern? Das haben sich auch die Herausgeber des "Management Handbuchs" gefragt und sich gedacht: eines für alle. Das Werk liefert neben Einblicken in die Themen auch Tipps und Tricks für die erfolgreiche Unternehmensführung. Die Autoren vereinen dabei den amerikanischen und den europäischen Erklärungsansatz, sowohl mit Fallbeispielen als auch mit so genannten "Best-Practice-Methoden". Ein Buch ganz nach dem Geschmack so mancher Manager.
 

Was ist Best Practice?
 Best-Practice-Methoden sind beobachtete und aus der Praxis abgeleitete Modelle und Handlungsempfehlungen. Die Herausgeber und Autoren des Buches kennen die Problematik der Übertragbarkeit von Best-Practice-Methoden und haben die Modelle den dargestellten Problemsituationen angepasst. Die Autoren sind durchweg Mitarbeiter namhafter Unternehmensberatungen und globaler Unternehmen.
 

Solide und auf Erfolg getrimmt
 Das Handbuch Management ist ein solides Kompendium der Managementmethoden. Die Themen werden auf einer wissenschaftlichen und theoretisch-abstrakten Basis vorgestellt. Jeder Beitrag endet mit einer Bibliografie. Durch Grafiken, Diagramme, Checklisten und Schlüsselwörter werden die Managementthemen veranschaulicht und gut beschrieben. Besonders gelungen ist der Aufbau des Buches. Ausgehend von den allgemeinen Managementthemen wie Zeitmanagement, Wertmanagement oder Risikomanagement stehen im zweiten Teil die Führung der Unternehmensbereiche im Vordergrund. Dort finden sich unter anderem Empfehlungen zum Vertriebs-, M&A-, Produktentwicklungs- und Innovationsmanagement. Der dritte Teil besteht aus Methoden für die Supportprozesse: zum Beispiel Immobilienmanagement oder Interne Revision. Tools und weitere Methoden wie pyramidales Denken und Präsentationstechniken findet der Leser im vierten und letzten Teil. Somit geht das Buch inhaltlich über die eigentlichen Managementprozesse hinaus und betrachtet auch so manchen wichtigen Nebenschauplatz, der die Unternehmensführung erfolgreich machen kann.
 

Portfolios zum Selbermachen
 Mit der beiliegenden CD kann man Portfolios ganz einfach selber erstellen. Durch die Eingabe und Verknüpfung von Parametern lassen sich komplexe Marktsituationen, Risikokonstellationen oder auch Produktzyklen anhand einer Grafik darstellen.
 

Die zwölf Gebote eines Managers
 Die zwölf wichtigsten Management-Grundsätze stellt der Beitrag "General Management". Dabei geht es darum "von außen nach innen zu denken", "sich auf seine Schwächen zu konzentrieren" und "Komplexität als Chance zu begreifen". Diese Regeln sollen dem Manager beim Erkennen und Behandeln von Problemen unterstützen. Denn nach Meinung des Autors gibt es für den Erfolg kein Patentrezept. Er basiere vielmehr auf eben diesen Grundsätzen.
 

Herr über den eigenen Betrieb
 Im Beitrag "Management kleiner und mittlerer Unternehmen" erfährt der Leser, wie man die Unternehmensnachfolge umsetzt und warum der Einsatz von Planungs- und Steuerungsinstrumenten heute auch für kleinere Firmen wichtig ist, wenn sie Kredite von der Bank benötigen. Wie man Prozesse analysiert, umstrukturiert und vor allem wie man sie gestaltet ist Kern des Artikels zum Prozessmanagement, der durch Checklisten mit Fragen glänzt. Dass die Umstellung auf IAS-Rechnungslegungsstandards mehr meint, als die Zahlen auszutauschen, zeigt ein Autor zum Thema International Accounting.
 

Lernen im eigenen Laden
 Lediglich der Beitrag "Corporate University" ist nur eine Fallstudie: In diesem Kapitel wird auf allgemein gültige Lehrsätze verzichtet. Dabei liefert es viele Informationen, wie eine solche Unternehmensuniversität umgesetzt werden kann. Trotz des guten Beispiels bleibt die Frage, ob die Anregungen auf das eigene Unternehmen übertragbar sind. Das Buch macht auch einen Abstecher in das Thema "Change Management". "Business as usual" existiert angeblich nicht mehr, so dass Unternehmen clever, schnell, vernetzt, persönlich und mit Austrahlung handeln müssen. Ein bisschen "craziness", Ver-Rücktheit, gehört deshalb heute zu einem professionellen Management dazu.
 

Sein eigener Unternehmensberater werden
 Zwei Beträge widmen sich den Unternehmensberatern. "Management-Consulting" zeigt mit vielen Beispielen, wie man das unternehmerische Risiko einschätzt und Ergebnisse erzielt, die den erwarteten Nutzen bringen. Und richtet sich sowohl an die Berater als auch an deren Klientel. Der Artikel von Roland Berger, dem Gründer der gleichnamigen Strategieberatung, versucht ähnliches, beschreibt aber letztendlich nur den Markt und das Marktumfeld der Beratungen. Seine Einschätzung für den zukünftigen Beratungsbedarf fällt dabei – erstaunlicherweise? - positiv aus.
 

Interessant und vielseitig
 Das "Handbuch Management" gibt einen guten Überblick über verschiedene Managementmethoden und erlaubt sich auch eine kritische Auseinandersetzung mit diesen. Somit ist es sehr interessant und vielseitig geschrieben. Es liefert Anregungen und Betrachtungsmöglichkeiten für die eigene Situation. Allerdings wird der Marketing-Manager mit jahrelanger Erfahrung – das liegt auf der Hand – wohl wenig Neues finden. Für alle anderen aber bietet das Buch einen guten Überblick.

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