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Ehe für alle und legales Cannabis? Ernsthaft?

Business, Chancen, Aussichten [Quelle: unsplash.com, Autor: Ermin Celikovic]

Symbolbild (Quelle: unsplash.com, Ermin Celikovic)

Haben Teenager keine anderen Probleme als Cannabislegalisierung? Konrad Körner meint, es gibt größere Themen: Rentensystem, Staatsverschuldung, Krieg und Frieden.

Basecap quergestellt, Homoehe und Cannabislegalisierung? Krass. Ich fühlte mich ertappt, als ich den Text auf Zeit Campus Online über Diana Kinnert las und darüber, wie sich die Union verändern müsste, um junge Leute zu begeistern. Ich dagegen: aufgewachsen in der Kleinstadt, Ministrant und Chorsänger, mit 17 den Ortsverband der Jungen Union (JU) wiederbelebt, mit 22 im Stadtrat, JU und CSU-"Karriere" und dann auch noch humanistisches Gymnasium, Jurastudent und Hemdkragen. Oh Mann, anscheinend alles, was verantwortlich ist am Untergang der Konservativen in Deutschland. Bin ich der falsche Konservative? Oder gar kein Konservativer mehr? Das fragte ich mich kurz, dann kam der Unmut:

Mich stören vor allem die Themen, die laut Artikel zum Konservativismus in Deutschland gehören sollen. Ehe für alle und Cannabislegalisierung? Ernsthaft jetzt? Vor einigen Monaten war ich mit dem Bezirksverband der JU auf einem Schülerkongress. 80 Schülersprecher aus der ganzen Region kamen zusammen, es gab eine Ständemeile der politischen Jugendorganisationen.

Wir haben zwei Stunden wunderbar an unserem Stand diskutiert, die JU bekommt bei solchen Auftritten immer am meisten ab, ist ja klar. Aber als ich nach zwei Stunden im Großen und Ganzen nur Fragen zu Cannabislegalisierung beantworten durfte, war ich wirklich deprimiert. Haben diese Teenager keine anderen Probleme? Rentensystem? Staatsverschuldung? Krieg und Frieden? Anscheinend wurden solche Probleme zusammen mit dem G9 abgeschafft.

Als Konservativer sehe ich mich als jemand mit gesundem Menschenverstand, eigentlich ideologiefrei im Gegensatz zum Rest mit rosaroter Brille. In solchen Zeiten ist das doch eigentlich die wichtigste Eigenschaft schlechthin. Ich will die politischen Themen rational und mit dem Blick fürs Gemeinwohl betrachten.

Cannabis für alle? Selbst wenn es nicht "schlimmer" als Alkohol ist, zwei legale Drogen im Staat reichen aus und belasten unsere Sozialsysteme schon in ausreichender Form. Ehe für alle? Muss ein gleichgeschlechtliches Paar einen Anspruch auf die gleiche Bezeichnung (!) haben wie ein gemischtgeschlechtliches? Unterschiede sind wertvoll, sie dürfen auch unterscheidbar bleiben. Um bei Diana Kinnert zu bleiben: Unisextoiletten? Ich glaube durchaus, dass es Leute gibt, die Probleme mit ihrer sexuellen Identität und darunter zu leiden haben, aber kann ich für diesen schwindend geringen Prozentsatz das ganze Land umbauen und den Rest pikiert zurücklassen? Nein.

Muss ich, um Frauen gleichzustellen, meine Studenten in der Übung, die ich seit Kurzem an der Uni halte, mit "Studierende" begrüßen? Die Mädels sind hundertmal klüger, reifer und ehrgeiziger als die Jungs, die da vor mir sitzen. Die packen das, weil sie wissen, dass sie gemeint sind, auch wenn ich "Studenten" sage.

Ich glaube, dass wir die wichtigen Probleme oft entweder nicht sehen oder meinen, wir könnten ja eh nichts dran ändern.

Ich glaube, dass wir die wichtigen Probleme oft entweder nicht sehen oder meinen, wir könnten ja eh nichts dran ändern. Ich bin jung und konservativ, weil ich sehe, dass ich als Staatsbürger für jedes Problem mitverantwortlich bin. Deshalb halte ich es für wichtig, dass in solchen Zeiten Konservative regieren. Um das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden, um mutige Überlegtheit vor feiges Gekreische zu stellen und um Ordnung in Unordnung zu bringen. Denn die Ordnung, die unsere Welt in den vergangenen 70 Jahren prägte, droht zu verblassen.

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Kommentare (17)

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  1. Anonym

    Der Artikel ist wirklich gut. Ich hoffe, dass auch die künftigen Bundespolitiker wichtigere Themen als Queer-Feminismus, Homo-Ehe, Drogenlegalisierung und Unisextoiletten haben. Frieden, Wohlstand, innere Sicherheit, Gerechtigkeit und eine intakte Umwelt sind kein Gottesgeschenk, sondern die Folge kluger Politik (und etwas Glück). Wir sollten dankbar sein, dass es Deutschland heute so gut geht und die Ursachen dafür nicht vergessen. Demokratie lebt davon, dass sich Bürger für das Gemeinwohl einsetzen, wie es der Autor des Artikels offenbar tut. Vielen Dank, e-fellows, dass ihr diesen Artikel veröffentlicht habt!

  2. Anonym

    Treffender als die Person vor mir hätte ich es nicht formulieren können.

  3. Anonym

    Kurzzusammenfassung: Bewahren, statt gestalten. Das sieht aber immer nur dann nach der besten Vorgehensweise aus, wenn es einem selber gerade richtig gut geht. Wer aber für sich den "Blick für das Gemeinwohl" in Anspruch nimmt, darf sich nicht auf der Sicherung des eigenen, angenehmen status quo ausruhen.

  4. Anonym

    Indem Konrad Körner schreibt, dass er durchaus glaube, "dass es Leute gibt, die Probleme mit ihrer sexuellen Identität und darunter zu leiden haben", versucht er, seine Kritik am Queerfeminismus zu legitimieren. Doch dadurch, dass er LGBT- und Intersexualität als "Problem mit der eigenen sexuellen Identität" benennt, wird klar, wie wenig Konrad Körner gedanklich von seinem Heteronormativismus abweichen kann, und wie wenig er deshalb im Recht ist, Fragen der Gleichberechtigung verschiedener sexueller Begehren und Identitäten für wichtig, oder unwichtig zu erklären. "Zu leiden" haben LGBTI-Menschen auch entgegen Konrad Körners Formulierung nicht unter ihrer sexuellen Identität, sondern unter der nicht-Gleichstellung derselbigen gegenüber Hetero- und Cis-Menschen. Maßnahmen, die den Bedürfnissen dieser Menschen entgegenkommen, z.B. "Das ganze Land umbauen" in Bezug auf Unisex-Toiletten, bzw. einfach die Beschriftung an den Toilettentüren zu ändern, sollten eigentlich kein Problem sein. Also sind Menschen die Konrad Körners inakzeptable Ansichten teilen, und sich bei Unisex-Toiletten pikiert zeigen, diejenigen, die Probleme mit sexueller Identität haben.

  5. Anonym

    Zum letzten Kommentar: Der Schreiber marginalisiert die Themen Drogenlegalisierung und Homoehe, und bringt wieder die gleichen Plattheiten wie der Artikel selbst. Nochmal: Niemand bezweifelt die Wichtigkeit eines funktionierenden Rentensystems. Hier ist eine Lösung aber nicht so einfach, wer weiß wie das Gesellschaftssystem in 50 Jahren aussieht...Hier wird sich ohnehin einiges ändern müssen, wenn die aktuell laufende Digitalisierung und Automatisierung weiter so schnell vorangeht. Vor allem sind hier Konservative nicht die Einzigen, die sich darum Sorgen machen. Und durch Cannabislegalisierung würde der Staat sehr viel Geld verdienen, was für das Rentensystem ja mal nicht ganz schlecht sinn kann. Für den Autor sind die Themen Homoehe etc. "Lifestyle Fragen" und gehören nur zum "Zeitgeist", dabei geht es hier um das Grundgesetz! Meiner Meinung nach gehört dieses mal eindeutig zu dem "soliden Fundament", um dem "Sturm der Zeiten" zu trotzen. Er selbst behauptet aber, die "wahren Probleme" unserer Zeit genau zu kennen... Sorry aber in dem ganzen Kommentar finde ich kein einziges sinnvolles Argument, nur phrasenhafte Plattitüden...

  6. Anonym

    Auch in den Kommentaren ist wieder schön zu sehen, was der Autor des Artikels beispielhaft für den momentanen Zustand des politischen Diskurses in weiten Teilen der westlichen Welt angeführt hat: Die Dramatisierung des Marginalen tritt an die Stelle der Beschäftigung mit den wahren Problemen unserer Zeit. Die beherrschenden Themen in der Politik sind leider Lifestyle-Fragen geworden. Was es jedoch braucht, damit Deutschland und Europa im Spiel der Kräfte weiter eine mitbestimmende Rolle spielen können, hält leider herzlich wenig Einzug. Einer fruchtbaren Debatte ist aber auch nicht gedient, wenn man wie einige e-fellows hier vorschlägt, diese unwichtigen Themen eben schnell abzuhaken und dann zur Tagesordnung zurückzukehren. Hier sind die Prioritäten völlig falsch gesetzt: Ein Haus kann doch nur dann stabil sein und dem Sturm der Zeiten trotzen, wenn man es auf einem soliden Fundament baut. Das tut jedoch eine Politik, die sich nur dem wandelbaren Zeitgeist anzupassen versucht, gerade nicht, ganz nach dem Motto: Der morgige Tag wird schon für das Seine sorgen. Doch jede Idee hat auch ihre Folgen, und diese gilt es sorgsam gegeneinander abzuwägen. Denn wir haben eine Verantwortung nicht nur gegenüber unserer Generation, sondern auch gegenüber diesen, die uns vorausgegangen sind, und jenen, die uns nachfolgen. Das Thema Rente kommt einem da als Beispiel in den Sinn. Was allerdings momentan an Vorschlägen zum Rentensystem im Raum steht, dient eigentlich nur dem Wählerfang. Die Last, die zukünftige Generationen dabei zu schultern haben, wird einfach unter den Teppich gekehrt. Hauptsache, wir stellen eine wichtige Wählerschicht zufrieden, die mit 63 abschlagsfrei in Rente gehen wollen. Investition in die Zukunftsfähigkeit Deutschlands? Fehlanzeige! Leider wird hierauf aber nicht so empört reagiert, wie wenn man die Gleichbehandlung der Homoehe kritisch hinterfragt. Warum? Viele werden erwidern, dass es um die gesellschaftliche Vielfalt geht, die es zu erhalten und zu fördern gilt. Das ist auch richtig so und im Grundgesetz so verankert: Jeder Mensch soll das tun können, was er will, solange er dabei nicht die Rechte anderer verletzt. Vielfalt bedeutet schließlich, Unterschiede zu leben. Man muss aber auch mit dem Autor erkennen, dass man vor allem an den Gemeinsamkeiten festhält, die unser Land seit Jahrzehnten geprägt haben und weiter prägen - was uns eben als "uns" ausmacht und nicht als Einheitsgröße. Dass man lernt, das Wichtige von weniger Wichtigem zu unterscheiden. Und dass es sowohl Kontinuität geben muss, als auch Wandel. Aber letzteren nicht um jeden Preis und nicht nur im Namen der political correctness.

  7. Anonym

    Natürlich lebt die jüngere Generation mehr im hier und jetzt und kümmert sich selten um Probleme und Fragen, die sie in Zukunft erwarten. Schließlich gibt es dafür ja die Älteren in der Politik, die es gewissermaßen schon betrifft. Aber den ,,Jungen Wilden" fehlt bekanntermaßen öfters der Weitblick. Natürlich sollte man Jeden mit seiner Meinung ernst nehmen, aber im Einbezug aller abwägen. Und sich dabei an (teilweise noch) bestehenden Werten zu orientieren ist keineswegs von gestern, sondern notwendig für ein Morgen!

  8. Anonym

    Konservativ soll ideologiefrei bedeuten? Wer hat sich das denn ausgedacht. Eine Rationale, Ideologiefreie Politik würde aktuelle Erkenntnisse der Forschung und gesellschaftliche entwicklungen nicht ausblenden. Cannabis legalisierung, Homoehe alles unwichtig? Bei ersterem geht es für viele weniger um die Droge selbst, als darum, dass der Staat nicht verbietend eingreifen sollte wenn es nicht notwendig ist. Das ganze ist somit eine Freiheitsdiskussion, Freiheit stellt einen elementaten Bestandteil einer Demokratie dar. Letzteres ist ein Paradebeispiel dafür, das Konservativ eben nicht Ideologiefrei ist. Die Christliche (=Ideologie) Ehe wird auf irrationale weise geschützt und bevorzugt. Unsere Gesellschaft braucht Pluralismus, wer konservative Ansichten hat darf sie somit auch gerne behalten und vertreten, brauch sich dann aber auch nicht wundern wenn junge Leute diese ansichten nicht teilen wenn sie rückwärtsgewandt sind.

  9. Anonym

    Der Artikel verletzt alles, was unsere Generation zu bieten hat. Wer wenn nicht wir sorgt für Akzeptanz? Durch den Stempel UNWICHTIG drückt er sie nieder, der liebe Konrad macht es sich einfach. Tut es mir gleich und schreibt der Redaktion eine Mail.

  10. Anonym

    Das Verbot der Homo-Ehe ist ein Eingriff in die allgemeine Gleichberechtigung, ein im GG verankertes Grundrecht. Und das soll unwichtig sein? Ebenso politisch korrekte Sprache, die vor Diskriminierung von Minderheiten schützen soll. Auch Drogenpolitik wird allgemein als zweitrangig wahrgenommen, dabei bedenke man die Zahl der Konsumenten von Cannabis. Würde man plötzlich den Konsum von Alkohol verbieten, wäre der allgemeine Aufschrei wohl auch gigantisch.

  11. Anonym

    Die Kommentare haben 5 Sterne verdient. Der eigentliche Beitrag 0.

  12. Leander Berg

    Also Cannabislegalisierung find ich auch zweitrangig, wer kiffen will, soll kiffen, aber das jetzt ganz offiziell legalisieren, ich weiß nicht. Höchstens, um dann keinen billig gestreckten Scheiß mehr im Umlauf zu haben. Aber die anderen Themen, also mir ist klar, warum der Autor in der CSU ist. Homoehe kann man doch einfach und fix einführen und dann muss man natürlich nicht dauernd davon reden, ist schließlich für eine sehr kleine Gruppe von Leuten wirklich relevant, aber man muss deshalb ja nicht umso mehr Zeit im Kampf dagegen nutzen. Das Problem ist doch eher, dass Leute wie der Autor ein Problem mit Kleinigkeiten haben. Wenn er selbst findet, das sei alles nicht zentral, dann sollte er auch sagen "ok, das wollen Leute, dann machen wir das Gesetz, und danach wieder zurück zum wichtigen", anstatt trotzdem dagegen zu kämpfen.

  13. Anonym

    Nachdem ich den Artikel gelesen habe, dachte ich mir: Sind die anderen Efellow-Leute auch so drauf? Aber die Kommentare haben mich dann sehr erfreut, da sie die "Argumente" des Artikels schön vorführen und die Fakten gerade rücken. Toll geschrieben und auf den Punkt gebracht sind die Kommentare! Danke dafür, ich hätte es nicht so schön darlegen können, wie unglaublich arrogant und weltfremd der Autor in dem Artikel erscheint :-)

  14. Anonym

    "Als Konservativer sehe ich mich als jemand mit gesundem Menschenverstand, eigentlich ideologiefrei im Gegensatz zum Rest mit rosaroter Brille." Deine Brille heißt "Ignoranz" und ist alles andere als ideologiefrei. Dass es Menschen gibt, deren Bedürfnisse von deinen Abweichen, scheinst du nicht zu erkennen. Was du lapidar als Wortklauberei abtust, kann für die Betroffenen Welten bedeuten. Rationalität und Gemeinwohl sind von großer Wichtigkeit in der Politik. Und doch geht es um Menschen, daher kann man das Individuum nicht außer Acht lassen.

  15. Anonym

    "Muss ein gleichgeschlechtliches Paar einen Anspruch auf die gleiche Bezeichnung (!) haben wie ein gemischtgeschlechtliches?" Stell die Frage doch mal andersrum: Warum sollte ein gleichgeschlechtliches Paar nicht den selben Anspruch haben wie ein verschiedengeschlechtliches Paar? Es ist Diskriminierung wegen sexueller Orientierung par excellence, die Homo-Ehe zu verweigern. Und dann so zu tun, als wäre das ein unwichtiges Thema, nur weil Donald Trump gewählt wurde und du Angst hast, dass es dir den bequemen Sessel unter dem Arsch wegzieht, ist an Heuchelei kaum zu überbieten - so als ob es wahnsinnig zeitraubend und aufwändig wäre, die Homo-Ehe zu erlauben. Eine Gesetzesänderung ist möglicherweise schneller erledigt als diesen Artikel zu schreiben. Und sinnvoller als ebendieser wäre sie allemal.

  16. Anonym

    Ehe für alle und legales Cannabis? Ja! Ernsthaft! Du behauptest von dir selbst, du willlst, "die politischen Themen rational und mit dem Blick fürs Gemeinwohl betrachten" und du seiest " eigentlich ideologiefrei". Dabei bist du genau das nicht! Deine Ideologie ist schlicht, das alte zu bewahren ("Deutschland soll Deutschland bleiben", wobei ich mich frage, was Deutschland eigentlich ist. Das Deutschland der 50er Jahre, das Deutschland der 80er Jahre?). Du bist gegen die Gleichberechtigung von Homosexuellen und gegen die Entkriminialisierung von Cannabis mit dem Argument, es gäbe wichtigere Themen und die Kosten für Nikotin und Akohol seien schon hoch genug. Dabei kann dir jeder, der sich auch nur ansatzweise mit dem Thema beschäftigt, bestätigen, dass gerade die Kosten des Cannabisverbots immens sind. Zudem sind Millionen von Konsumenten von staatlicher Repression bedroht, obwohl sie niemandem mit ihrem Konsum schaden. Auch die Gleichberechtigung von Homosexuellen betrifft viele Menschen in Deutschland und ich frage mich, inwiefern es dir denn schadet, wenn gleiche Menschen gleiche Rechte besitzen. Eine Orientierung am Gemeinwohl schaut für mich anders aus. Deshalb sage ich: Cannabislegalisierung und Gleichberechtigung von Homosexuellen? Ja, ernsthaft! Das sind Themen, die Millionen von Menschen betreffen. Interessant ist dabei übrigens, dass du keine einzige konkrete (!) Politikmaßnahme nennst außer allgemeine Dinge wie das Rentensystem oder "wir müssen unseren Kindern etwas bieten können". Dabei ist die Diskriminiserung

  17. Anonym

    Sorry, aber ich finde schon seltsam, was hier "Nicht-Konservativen" unterstellt wird. So als ob nur die Konservativen sich um Krieg und Frieden oder die Rente sorgen würden. Beispiel Krieg und Frieden: Ob hier die Konservativen ein Vorbild sind, halte ich doch für zweifelhaft. Stichwort Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien etc. Meines Wissens wären hier sogar die Linken die einzige Partei, die völlig gegen Rüstungsexporte ist. Zum Zitat: "Als Konservativer sehe ich mich als jemand mit gesundem Menschenverstand, eigentlich ideologiefrei im Gegensatz zum Rest mit rosaroter Brille." Gerade beim Thema Cannabis-Legalisierung (oder Legalisierung von Drogen generell) sind die CDU/CSU alles andere als ideologiefrei. Zitat Marlene Mortler (Drogenbeauftragte CDU/CSU): Cannabis sei verboten, "Weil Cannabis eine illegale Droge ist. Punkt." Dabei hat man in Portugal und den Niederlanden eine funktionierende weniger restriktive Drogenpolitik, und in beiden Ländern wird weniger Cannabis konsumiert als in Deutschland. Und durch Besteuerung und die wegfallenden Kosten der Strafverfolgung werden auch Sozialsysteme kein Stück belastet (mal ganz davon abgesehen, dass Cannabis nicht einmal ansatzweise mit Alkohol und Nikotin bezüglich Schädlichkeit mithalten kann). Ich will hier gar nicht länger diskutieren, warum eine Legalisierung sinnvoll ist, sondern nur mal ein Beispiel nennen, in dem auch die Konservativen mit einer "rosaroten Brille" durch die Gegend laufen. Zu behaupten, man hätte selber keine solche auf, aber allen Anderen schon, ist dann schon mehr als gewagt... Und dass man nur als Konservativer Wichtiges von (deiner Meinung nach) Unwichtigem unterscheiden kann, ist ja wohl auch eine relativ haltlose Behauptung :P

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