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Roboter-Rennwagen vom Campus

[Formula Student Rennwagen, Wikimedia Commons]

Quelle: Wikimedia Commons

In der Formula Student rasen junge Konstrukteure mit selbstgebauten Rennautos um die Wette. Dieses Jahr sind die Wagen zum ersten Mal fahrerlos unterwegs.

Ein Rennwagen braucht einen Rennfahrer? Das ändert sich spätestens im kommenden Jahr auf dem Hockenheimring. Denn 2017 wird fahrerlos, wenn erstmals autonom fahrende Rennwagen für die sogenannte Formula Student Germany (FSG) zugelassen sind. Diese Botschaft sorgte in diesem Sommer beim Finale der FSG für Aufsehen. "Das ist ein extrem spannendes Thema", sagt auch Annemike Unterschütz, die Fahrzeugverantwortliche für die neue Formula Student Driverless (FSD) beim Team "Dart Racing" der Technischen Universität Darmstadt. Der Fahrplan für das eigene Auto steht bereits: Erste Testfahrten im teilautonomen Modus mit Fernsteuerung haben sich die Darmstädter für März vorgenommen. Im Mai soll der Wagen dann zum ersten Mal voll autonom fahren.

Begeisterung schwingt mit, wenn die Informatikstudentin im fünften Semester vom Finale des Jahres 2016 auf der legendären Rennstrecke erzählt. Denn das hessische Team hat beim vorbereitenden Wettbewerb namens "Concept Award" den zweiten Platz errungen. "Damit waren wir ziemlich zufrieden", sagt Unterschütz mit einem Lachen.

Insgesamt hatten mehr als dreißig Hochschulmannschaften aus aller Welt Ideen für Fahrzeuge, Wettbewerbe und Reglement der FSD eingereicht. Die besten fünfzehn Konzepte wurden am Hockenheimring präsentiert. Vor den Darmstädtern setzte sich die Mannschaft der Westsächsischen Hochschule Zwickau auf den ersten Platz, das Team der TU München kam auf Platz drei. Durch die Einführung der FSD hat die Formula Student – dieser renommierte und seit Jahren etablierte Konstruktionswettbewerb für Studenten – einmal mehr die Nase vorn gegenüber dem klassischen Rennsport. Die international ausgetragene Formel E beispielsweise kommt ja in ihrer derzeitigen, dritten Saison erst so richtig in Fahrt. Studentische Teams hingegen entwickeln und bauen bereits seit 2010 elektrisch angetriebene Rennfahrzeuge in der sogenannten Formula Student Electric (FSE).

Nach dem erfolgreichen Traktionswechsel hin zum E-Motor kommt nun der Sprung zum autonomen Fahren. "Die FSD wird dabei auf keinen Fall ein reiner Roboterwettbewerb sein, sondern Schnittstellen zur tatsächlichen Entwicklung autonom fahrender Personenwagen haben", sagt Tim Hannig. Der Vorsitzende des "Formula Student Germany e. V." hat beruflich eher mit feinen alten Automobilen zu tun. Denn er ist Leiter des Bereichs Classic Global von Jaguar Land Rover. Dem in die Zukunft blickenden Konstruktionswettbewerb ist Hannig dennoch eng verbunden. Schließlich hat der Ingenieur die FSG im Jahr 2005 mit gegründet. Ausgetragen wird die deutsche Formula Student seit 2006, Träger des Wettbewerbs ist der Verein deutscher Ingenieure (VDI). Die Ursprünge der FSD gehen auf die amerikanische Formula SAE – das Kürzel steht für die Society of Automotive Engineers – zurück, die 1978 ins Leben gerufen wurde.

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