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Studienkredite: Anbieter, Konditionen, Tests

Mit geliehenem Geld das Studium finanzieren? Vor allem für finanzschwache Studenten eine tolle Sache. In dieser Rubrik stellen wir dir verschiedene Studienkredite vor und erklären, was du bei der Auswahl eines Anbieters beachten musst.

Studienkredite: Geld leihen fürs Studium

Formen von Studienkrediten

Studienkredit als Mittel zur Studienfinanzierung

Wer kein BAföG erhält und von den Eltern nicht ausreichend unterstützt werden kann, muss zur Finanzierung des Studiums oft auf einen Kredit zurückgreifen und sich Geld leihen. Für Studenten gibt es spezielle Studienkredite. Diese bieten bessere Konditionen als gewöhnliche Privatkredite.

Bildungsfonds, Studienbeitragsdarlehen & Co.: Formen von Studentenkrediten

Man unterscheidet vier Grundtypen von Studentenkrediten:

  • Kredite zur allgemeinen Studienfinanzierung sollen die Lebenshaltungskosten und eventuell anfallende Studiengebühren abdecken. Zu dieser Gruppe zählen zum Beispiel der KfW-Studienkredit oder die Angebote von lokalen Banken und Sparkassen. Die Kredite müssen nach Ende des  Studiums vollständig und inklusive Zinsen zurückgezahlt werden.
  • Wie ihr Name es schon verrät, sind Bildungsfonds keine klassischen Kredite. Anleger können ihr Geld in den Fonds investieren, indem sie Anteile erwerben. Mit diesen Mitteln werden dann Studenten gefördert. Die Studenten willigen ein, nach ihrem Abschluss einen festgelegten Prozentsatz ihres Gehalts (etwa 4-8 Prozent) in monatlichen Raten zurückzuzahlen.
  • Überbrückungskredite und Studienabschlussdarlehen richten sich an Studenten, die für einen kurzen Zeitraum auf finanzielle Mittel angewiesen sind, zum Beispiel weil sie kurz vor dem Examen stehen und nicht mehr jobben können. Diese Studienkredite zeichnen sich durch besonders günstige Zinssätze aus.
  • Studienbeitragsdarlehen dienen ausschließlich der Finanzierung der Studiengebühren und sind somit nur für Studenten an Privathochschulen interessant. Die fälligen Beiträge werden vorgeschossen, und die Studenten zahlen das geliehene Geld zurück, nachdem sie ins Berufsleben gestartet sind.

Den richtigen Studentenkredit wählen

Bevor du einen Kredit in Anspruch nimmst, solltest du genau prüfen, ob du alle anderen Möglichkeiten (BAföG, Stipendien, Nebenjob, Unterstützung durch Eltern und Verwandte) vollständig ausgeschöpft hast. Anschließend solltest du definieren, wie lange du auf den Studentenkredit angewiesen sein wirst und wie hoch dein Bedarf ist. Beachte bei der Berechnung, dass der Lebensstandard eines Studenten in der Regel nicht dem von Berufstätigen entspricht. Nimm also so wenig Kredit auf wie möglich, aber dennoch genug, um ein reibungsloses Studium zu garantieren. Mit dem Studienkredit-Rechner kannst du ermitteln, wie viele Zinsen für die jeweilige Darlehenssumme anfallen.

Mache dir außerdem bewusst, was du von einem Studienkredit erwartest: Soll er besonders flexibel sein, weil du möglicherweise die Hochschule wechseln wirst? Möchtest du ins Ausland gehen und auch diesen Aufenthalt über den Kredit finanzieren? Benötigst du gelegentlich eine höhere Summe, zum Beispiel um einen neuen Laptop anzuschaffen? Bei der Auswahl deines Studienkredits kannst du dann gezielt nach diesen Kriterien Ausschau halten. 

Studienkredite vergleichen

Ausgestattet mit deiner Liste an Kriterien kannst du nun die einzelnen Studienkreditanbieter genauer unter die Lupe nehmen und alle Anbieter aussortieren, die für dich nicht in Frage kommen. Klassische K.O.-Kriterien sind zum Beispiel Altersgrenzen oder eine regionale Begrenzung des Angebots. Nützliches Hilfsmittel für den Vergleich: das kostenlose Online-Tool unseres Kooperationspartner studienkredit.de.

Hast du deine Favoriten identifiziert, solltest du ein Beratungsgespräch vereinbaren. Dort kannst du Detailfragen stellen und erhältst ein Angebot zu den aktuell gültigen Konditionen. Auf keinen Fall sofort unterschreiben! Nimm das Angebot mit und besprich dich mit deinen Eltern, anderen Studenten oder der Finanzberatung deines Studentenwerks.

Studentenkredit zurückzahlen

Üblicherweise beinhalten die Angebote eine sogenannte Karenzzeit. Du musst also nicht gleich nach deinem Abschluss mit der Rückzahlung beginnen, sondern hast eine Schonfrist von bis zu zwei Jahren. So kannst du dich voll auf den Berufseinstieg konzentrieren, bevor die erste Rate fällig wird. Allerdings fallen auch während der Karenzzeit Zinsen an, so dass die Kreditsumme weiter steigt, obwohl du kein Geld mehr beziehst.

Die Rückzahlung kann je nach Angebot einkommensabhängig oder einkommensunabhängig gestaltet sein. Bei einer einkommensabhängigen Rückzahlung fallen keine Zinsen und Tilgungsraten an - stattdessen zahlst du monatlich einen festgesetzten Prozentsatz deines Gehalts zurück. Gutverdiener sind dabei also im Nachteil. Bei einer einkommensunabhängigen Rückzahlung werden monatliche Tilgungsraten festgesetzt, die du so lange bezahlst, bis deine Schulden beglichen sind. Natürlich solltest du die Tilgungsraten nicht zu hoch wählen, damit dir noch genug Geld zum Leben bleibt. Je länger du allerdings brauchst, um den Kredit abzustottern, desto höher ist am Ende die Gesamtschuld. Bei einigen Anbietern kannst du auch Einmalzahlungen tätigen und so deinen Kredit vorzeitig zurückzahlen.