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Das Studium von der Steuer absetzen

Steuern zahlen [© Marco2811 - Fotolia.com]

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Wer studiert, hat nichts mit Steuern zu tun? Weit gefehlt. Auch wenn du während des Studiums nichts oder nur wenig verdienst, kannst du durch das Abgeben einer Steuererklärung jede Menge Geld sparen. Doch nur, wenn du deine Studienkosten als Verlust beim Finanzamt geltend machen kannst. Dann musst du in den ersten ein bis zwei Berufsjahren deutlich weniger Steuern bezahlen.

Möglich macht das der sogenannte Verlustvortrag: Die Verluste, die dir durch das Studium entstanden sind, werden in den Folgejahren mit deinen Einkünften aus dem Beruf verrechnet. So verringert sich das Einkommen, für das du Steuern zahlen musst.

Wer kann Studienkosten von der Steuer absetzen?

Für alle Studenten im Master und nach abgeschlossener Berufserstausbildung ist die Rechts- und Gesetzeslage eindeutig: Sie können wie eh und je grundsätzlich alle Studienkosten als vorweggenommene Werbungskosten geltend machen und diese – sofern sie während des Studiums keine oder nur geringe Einkünfte hatten – kumuliert über die Studienjahre als Verlust vortragen.

Begünstigt sind also in jedem Fall folgende Gruppen:

  • Studenten im Erststudium nach abgeschlossener Berufserstausbildung
  • Studenten, die berufsbegleitend studieren
  • Studenten im Zweitstudium (dazu zählt auch der Master)
  • Doktoranden

Für die sogenannten "echten Erstis" hingegen, also für die Gruppe der Studenten im Erststudium ohne vorherige Erstausbildung, sieht die Gesetzeslage keine Verlustvortragsmöglichkeit vor, weil die Studienkosten als Sonderausgaben behandelt werden. Diese Auslegung wird jedoch vom BFH als verfassungswidrig erachtet.

Hoffnung für die "echten Erstis"

Nach ähnlichen Urteilen in 2003, 2009 und 2011 hat der BFH am 17. Juli 2014 in gleich sechs Urteilen (z.B. BFH VI R 8/12) die derzeitige Gesetzeslage und damit die Benachteiligung der "echten Erstis" für verfassungswidrig erachtet. Die Richter sehen unter anderem nicht ein, dass ein duales Erststudium vom ersten Tag an als Werbungskosten anzuerkennen ist, ein Studium ohne duale Ausbildung aber nicht. Auch der unmittelbare und konkrete Bezug des Studiums auf den späteren Beruf, typischerweise also des Medizinstudiums auf den Arztberuf, ist nach Meinung des BFH mit den verfassungsgemäßen Vorgaben an die Besteuerung nicht vereinbar. Deshalb hält es der BFH für zwingend erforderlich, die berufsbezogenen Studienkosten als Werbungskosten anzuerkennen.

Das Bundesverfassungsgericht muss nun über die diesbezüglichen sechs anhängigen Verfahren 2 BvL 22-27/14 entscheiden, wird das aber wohl erst in 2017 tun.

Deshalb können auch die Studenten hoffen, die direkt nach dem Abitur das Studium angefangen haben: Es muss nicht unbedingt bei dem für die "echten Erstis" vorgesehenen Sonderausgabenabzug von maximal 6.000 Euro pro Jahr bleiben (der nur bei steuerpflichtigen Einkünften über dem Grundfreibetrag von 8.652 Euro (2016) eine gewisse Steuerminderung bewirken kann).

 

Zur Höhe der absetzbaren Studienkosten

Auch der Höhe nach besteht grundsätzlich keine Beschränkung. Insbesondere weil vor dem 1. Januar 2014 entstandene Unterkunftskosten und Verpflegungsmehraufwendungen meist abzugsfähig sind, ergeben sich für 2013 und früher besonders hohe Verlustvorträge. Aber auch mit der neuen Reisekostenverordnung, die seit dem 1. Januar 2014 gilt, können sich bei auswärtigen Praktika und Auslandssemestern ganz erhebliche absetzbare Kosten ergeben.

Was tun? Wenn du deine Bachelor- beziehungsweise Erststudienkosten ohne vorherige berufliche Erstausbildung absetzen willst, solltest du dich auf die beim BVerfG anhängigen Verfahren berufen (Az. BVerfG 2 BvL 22-27/14). Dazu reichst du für jedes deiner Studienjahre je eine Steuererklärung ein. Auf der ersten Seite des Mantelbogens kreuzt du die "Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags" an. Dann machst du die Studienkosten geltend – als vorab entstandene Werbungskosten – und belegst diese so gut es geht.

Das Finanzamt muss diese Berücksichtigung als Werbungskosten aufgrund der derzeitigen Gesetzeslage zwar formal ablehnen und darf diese Kosten nur als Sonderausgaben berücksichtigen. Dein Steuerbescheid bekommt dann aber automatisch einen einschlägigen Vorläufigkeitsvermerk in Bezug auf die Abzugsfähigkeit der Studienkosten als Werbungskosten. Ein Einspruch ist daher in Bescheiden nach dem 20. Februar 2015 grundsätzlich nicht mehr erforderlich. Bestätigt das BVerfG dann die vom BFH festgestellte Verfassungswidrigkeit des Werbungskostenausschlusses, bekommst du nachträglich die Studienkosten als Werbungskosten anerkannt, ohne dass du einen separaten Antrag stellen musst.

Geänderte Rechtsprechung und Gesetzgebung: Was gilt als berufliche Erstausbildung?

Die bis 2010 geltende Rechtsprechung, nach der eine berufliche Erstausbildung nur bei einem Beruf nach Berufsausbildungskatalog mit mindestens zweijähriger Ausbildungsdauer vorlag, ist längst überholt. Nach dem BFH ist eine berufliche Erstausbildung bereits dann abgeschlossen, wenn sie Berufswissen vermittelt und auf die Erzielung von Einnahmen gerichtet ist.

Das galt zum Beispiel für die dreimonatige Ausbildung zum Rettungssanitäter, mit der viele Studenten der Medizin die Wartezeit auf ihren Studienplatz überbrückt haben. Als Folge davon wurde das komplette anschließende Studium vom ersten Tag an als "weiteres Studium" gewertet und die Kosten konnten als Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden. Sodann wurde auch die fünfmonatige Ausbildung zur Flugbegleiterin mit rein interner Abschlussprüfung als berufliche Erstausbildung anerkannt. Analog galt das für den LKW-Führerschein und müsste ebenso auf den Taxischein anzuwenden sein.

Dem Gesetzgeber war diese ausbildungsfreundliche Rechtsprechung gar nicht recht. Mit Wirkung für alle nach dem 1. Januar 2015 abgeschlossenen Erstausbildungen wurden die Anforderungen an die Anerkennung verschärft. Seitdem gilt für neue Ausbildungsabschlüsse eine mindestens zwölfmonatige Ausbildungsdauer und ein anerkannter Abschluss als Voraussetzung für die Anerkennung.

Aber auch diese neue Gesetzesvorschrift fällt grundsätzlich unter die vom BFH festgestellte Verfassungswidrigkeit, über die nun das BVerfG zu entscheiden hat. Zweifel sind angebracht, denn der BFH hat die Anerkennung einer Erstausbildung ausdrücklich nicht von der Dauer der Ausbildung abhängig gemacht.

Warum es sich lohnt, jetzt noch nachträglich Steuererklärungen seit 2009 (!) abzugeben

Einkommenssteuererklärungen können grundsätzlich rückwirkend für bis zu vier Jahre abgegeben werden – du kannst also bis Ende 2016 noch alle Erklärungen bis einschließlich 2012 einreichen. Derzeit aber herrscht eine Sondersituation: Aufgrund eines inzwischen im BStBl veröffentlichten und damit allgemein anwendbaren BFH-Urteils vom 13. Januar 2015, Az. IX R 22/14, können Anträge auf gesonderte Verlustfeststellung derzeit noch für bis zu sieben Jahre rückwirkend abgegeben werden, wenn bislang kein Steuerbescheid für diese Jahre vorliegt.

Nur solltest du dich damit beeilen, denn der Bundesrat hat den Gesetzgeber bereits aufgefordert, diese siebenjährige Verjährung für solche Verlustfeststellungsanträge wieder auf vier Jahre zu reduzieren. Eine solche Gesetzesänderung ist jederzeit möglich und könnte dann bereits im Laufe des Jahres in Kraft treten.

Besonders gut für dich: die alte Reisekostenverordnung

Für die Jahre bis einschließlich 2013 gilt noch die alte Reisekostenverordnung, der zufolge die Uni eine auswärtige Tätigkeitsstätte ist. Damit kannst du sämtliche Fahrtkosten und erhebliche Mehraufwendungen für die Verpflegung nach Dienstreisekostengrundsätzen geltend machen. In vielen Fällen kannst du sogar die Unterkunft am Studienort von der Steuer absetzen.

Ganz besonders lohnt sich das Abgeben von Steuererklärungen, wenn du im Ausland studiert hast. Unter Umständen kannst du im Anschluss an das Studium bis zu eineinhalb Jahre steuerfrei in Deutschland arbeiten.

Wer zu spät kommt ...

Hast du für die Jahre bis einschließlich 2008 keine Erklärung abgegeben, greifen die Verjährungsvorschriften und es ist für eine Geltendmachung zu spät.

Hast du für die Jahre 2009 bis 2011 noch keine Erklärung abgegeben, kann die Geltendmachung der Studienkosten derzeit noch mittels eines gesonderten Verlustfeststellungsantrages nachgeholt werden.

Für die Jahre ab 2012 kannst du innerhalb der normalen vierjährigen Verjährung jederzeit noch Einkommenssteuererklärungen abgeben. Aber Achtung: Diese Frist für 2012 endet also zum 31. Dezember 2016.

Hast du bereits Steuererklärungen abgegeben und "vergessen", die Studienkosten geltend zu machen, kommt es auf das Datum des Steuerbescheids an:

Für Bescheide bis zum 20. Februar 2015 gilt: Der Bescheid lässt sich grundsätzlich nicht mehr korrigieren, eine Nachholung der versäumten Angabe von Studienkosten ist nicht möglich.

Für Bescheide ab dem 20. Februar 2015 gilt: In der Strichliste der Erläuterungen findest du einen Vorläufigkeitsvermerk hinsichtlich der Absetzbarkeit der Studienkosten als Werbungskosten. Du kannst die Meldung der Studienkosten jederzeit nachholen und dich auf diese Vorläufigkeit berufen.

Der Experte vor Ort zum Thema "Studiengebühren steuerlich absetzen"

Raymond Kudraß hält verschiedene Vorträge zum Thema der "Absetzbarkeit der Studienkosten" an bayerischen Universitäten und Hochschulen und unterstützt e-fellows.net seit Jahren als Steuerexperte in allen Fragen zu diesen Studienkosten. Mitunter bietet er auch kostenlose Vorträge in seiner auf Studenten spezialisierten Kanzlei an. Termine und Adresse findest du auf seiner Homepage. Dort gibt es auch eine Darstellung der jeweils aktuellen Rechts- und Gesetzeslage.

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Kommentare (34)

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  1. Florian Bergmann

    Guten Tag Herr Kudraß, ich bin 20 Jahre alt und im Erststudium und habe bisher keine eigene Steuererklärung abgegeben. Das Studium bezahlen meine Eltern. Ich habe mit meinen Eltern über den von Ihnen aus dem Artikel genannten Vorschlag gesprochen. Diese meinten daraufhin, der Kinderfreibetrag ihres Gehalts würde mit der Abgabe einer eigenen Steuererklärung meinerseits erlöschen. Ist dies korrekt? Falls ja, welche Methode würde sich bessser rechnen? Ich wäre ihnen für ein grobe Einschätzung sehr dankbar. Mit freundlichen Grüßen, Florian Bergmann

  2. Anonym

    Hallo, ich hoffe ihr/Sie können mir weiterhelfen. Da ich noch eine Frage zu dem Verlustvortrag hatte, War ich heute bei meinem Finanzamt. Dort wurde mir mitgeteilt, dass das Verfahren bzgl. des Erststudiums beendet sei und abgewiesen wurde. Allerdings kann ich unter dem Aktenzeichen und auch sonst keine Meldung (des BVerfG) dazu finden. Wie ist denn nun der wahre Stand der Dinge? Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus! Mit freundlichen Grüßen, M.

  3. Anonym

    Weiß jemand, ob die von Herrn Kudraß angesprochene Änderung der Verjährungsfrist mit dem Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahren (http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/074/1807457.pdf) evtl. vorgenommen wird? Die zweite bzw. dritte Lesung im Bundestag hat bereits am 12.05.2016 stattgefunden. Beim Überfliegen des Gesetzentwurfes konnte ich eine solche Änderung nicht finden.

  4. Max Koch

    Hallo Herr Kudrass, danke für die guten Tipps. Ich habe Ende März 2013 mein Diplomstudium beendet, welches ich nach dem Abitur begonnnen habe. Während des Studiums habe ich Steuererklärungen abgegeben, jedoch die Studienkosten nicht berücksichtigt. Aus Ihrem Text und den Kommentaren entnehme ich, dass - das Diplomstudium insgesamt als Erstausbildung zählt und daher die Kosten "eigentlich" nicht als Werbungskosten absetzbar sind. Aufgrund der möglichen Verfassungswidrigkeit der Nicht-Anerkennung, sollte ich auch die Kosten für das Diplomstudium absetzen. - ich bis Ende 2016, 7 Jahre rückwirkend, die um Studienkosten als Werbungskosten geänderten Steuererklärungen, abgeben kann Können Sie das bestätigen? Außerdem sind noch Fragen aufgetreten: - In welchem Zusammenhang ist hier jetzt das Datum des Bescheides für 2014 wichtig? Es ist bei mir der 18.06.2015. Heißt das, dass nur der Bescheid für 2014 vorläufig ist und ich deshalb nur Studienkosten, die in 2014 angefallen sind, ansetzen kann? Oder darf ich hier nun die 7 Jahre (2009-2015) ändern? - An welches Finanzamt sind die rückwirkenden Steuererklärungen bei Umzug zu senden? - Im Jahr 2009 habe ich ein Auslandssemester absolviert. Ist es möglich, die dafür entstandenen Kosten anzusetzen? - Gibt es Unterschiede, oder Dinge, die zu beachten sind, wenn man Bafög Empfänger war? Viele Grüße, Max Koch

  5. Anonym

    Guten Tag Herr Kudrass, ich würde gerne die Frage von Anna nochmals aufgreifen: Wie werden (steuerfreie) Einkünfte während des Studiums mit den Studienkosten verrechnet? Müssen alle Einkünfte (auch steuerfreie) angegeben werden? Wenn ich bspw. 9000€ aus verschiedenen Stellen pro Jahr "eingenommen" habe (Wissenschaftliche Hilfskraft an der Uni, Übungsleiter, etc.) und Studienkosten pro Jahr von 5000€ oder 10000€ habe: Ergibt sich hieraus ein Verlust bzw. wie hoch ist dieser Verlust? Lohnt sich also das Erstellen einer Steuererklärung bzw. eines Verlustvortrags? Vielen Dank für Ihre Hilfe!

  6. Anonym

    Hallo Herr Kudrass, ich verfüge über eine abgeschlossene Berufsausbildung und habe daher von Beginn an die Kosten meines Studiums als Werbungskosten abgesetzt. Im Rahmen dieses Studiums war ich in 2015 für ein halbes Jahr im Auslandsseemster. Mir ist nicht ganz klar, in welcher Höhe ich hier Kosten steuerlich ansetzen kann, insbesondere im Zuge der neuen Reisekostenverordnung. Gilt aufgrund dieser die ausländische Universität als erste Tätigkeitsstätte? Kann ich die laut Schreiben des BMF veröffentlichten Pauschbeträge für Übernachtungskosten sowie die Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen für die ersten 90 Tage ansetzen oder lediglich die tatsächlichen Mietkosten? Vielen Dank für Ihre Antwort!

  7. Anonym

    Lieber Thomas Lehmann, du solltest nicht vergessen, die Einnahmen in deiner Steuererklärung anzugeben! Ansonsten alles korrekt und: Es besteht ja die Hoffnung, dass du die Erstausbildung vielleicht gar nicht brauchst, um die Studienkosten als Werbungskosten abzusetzen, wenn nämlich das BVerfG die Rechtsmeinung des BFH bestätigt, dass deine Benachteiligung als echter Ersti verfassungswidrig ist. Tipp, damit deine Mühen nicht umsonst sind: Versuche, eine klare Vorstellung zu gewinnen, - welche Kosten geltend zu machen sind, - welche kumulierten Verluste über die Studienjahre nach Verrechnung mit deinen jeweiligen Einkünften zur Verrechnung bei Berufsstart zur Verfügung stehen, - welches Einkommen du in den ersten 1-2 Berufsjahren voraussichtlich erzielen wirst und - welche Höhe der Steuern du zunächst als Lohnsteuern mtl. abgezogen bekommst, die du dann mittels der Verlustverrechnung zurückholen willst. Nur dann wirst du erkennen, ob sich der Aufwand lohnt! Also viel Freude beim Rechnen und viel Erfolg bei der Durchsetzung der Kosten. Raymond Kudraß

  8. Anonym

    Danke für deine Hilfe, ich werde also versuchen einen Trainerschein zu erwerben, der mir eine "Ausbildung" von mehr als 12 Monaten attestiert und ein wenig Geld damit verdienen. Reicht es aus, wenn ich durch Kontoauszüge beweisen kann, dass ich dieses Geld verdient habe? Falls das partout nicht klappen will und das Finanzamt sich querstellt, werde ich die von dir dargestellten Schritte einleiten. Freundliche Grüße Thomas Lehmann

  9. Anonym

    Lieber Kampfsportler, am besten rüstest du dich für den Kampf mit dem Finanzamt, in dem du in der Tat den Trainerschein (mit Bestätigung) machst, dich anschließend als (Hilfs-) Trainer anstellen lässt und mit deiner Tätigkeit etwas Geld verdienst. Ggf. kannst du auch freiberuflich gegen Rechnung tätig sein. Solltest du mit deiner Kampfsporttätigkeit schon v o r dem 1.1.2015 Geld verdient haben, sollte es auch ohne Ausbildungsabschluss als Trainer möglich sein, deine jahrelange Trainings-Tätigkeit als Erstausbildung anerkennen zu lassen. Ab dem 1.1.2015 hat der Gesetzgeber die Kriterien für die Anerkennung einer Erstausbildung verschärft. Seitdem und nur für die Zukunft wird erstmals eine Mindestausbildungsdauer von 12 Monaten und grundsätzlich immer ein offizieller Abschluss der Ausbildung gefordert. Tipp: Lasse aus der Urkunde unbedingt die Dauer der Ausbildung > 12 Monate hervorgehen! Ob dieses neue Gesetz verfassungsrechtlich Bestand hat, wird in den derzeit 6 vor dem BVerfG anhängigen Verfahren Az 2 BvL 22-27/14 mitentschieden, in denen die Kläger eine Gleichstellung von Erst- und Zweitstudium begehren. Die Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit der neuen Gesetzeslage sind jedenfalls mehr als berechtigt, sollen doch bisher anerkannte Berufsausbildungen, wie die zum Rettungssanitäter und zur Flugbegleiterin, künftig alleine wegen Unterschreitung der Mindestausbildungsdauer nicht mehr anerkannt werden. Mut machen soll dir, dass ich kürzlich die Ausbildung zum Truppmann I und II (Ausbildung u.a. in 1. Hilfe bei Freiw. Feuerwehr) anerkannt bekam und die Ausbildungen zum (Hilfs-)Skilehrer und zum Musiker Anlass der Gesetzesänderung waren. Fazit: Das Finanzamt wird dir Widerstand leisten und den Trainerschein unter Hinweis auf die neue Gesetzeslage nicht als Erstausbildung durchgehen lassen. Dagegen gehst du vor, in dem du die mehr als 12-monatige Ausbildungsdauer, die Prüfung und den Willen demonstrierst, mit der Ausbildung Geld zu verdienen. Nutzt auch das nichts, hängst du dich an die benannten 6 Verfahren an, in dem du gegen den ablehnenden Bescheid Einspruch einlegst und die Aussetzung und das Ruhen des Verfahrens bis zur Entscheidung des BVerfG begehrst. Viel Erfolg bei der Durchsetzung wünscht Raymond Kudraß

  10. Anonym

    Trainerschein ab wann anerkannt?

    Hallo Herr Kudraß, ich mache schon seit mehr als der Hälfte meines Lebens Kampfsport und glücklicherweise ist mein Trainer Steuerberater, sodass er mich auf die Idee brachte, einen Trainerschein zu machen, damit ich mein Studium steuerlich absetzen kann. Ich frage mich allerdings, ab wann so ein Trainerschein als "erste Berufsausbildung" anerkannt wird, er meinte es gäbe da viele feine Grenzen. Es müssen ja nur Grundkenntnisse vermittelt werden und ich müsste damit theoretisch Geld als Trainer verdienen können. Reicht es, sich, nach Empfehlung meines Trainers, von einem Verband (z.B. DJJV) eine Bescheinigung zuschicken zu lassen?

  11. Anonym

    Rettungshelferausbildung als berufliche Erstausbildung

    Hi, Habe vor meinem Studium eine Ausbildung zum Rettungshelfer (mittlerweile verfallen) im Rahmen meines Zivildienstes gemacht. mir scheint die Sachbearbeiter beim FA wollen diese nicht anerkennen. Gibt es dazu bereits entscheidungen? Wie geht ich bei einem Einspruch vor? Mit welchen Kosten muss ich rechnen? Kann mir jemand weiterhelfen? Danke!

  12. Anonym

    Werbungskosten vs. Steuerfreibetrag

    Hallo, ich habe im Oktober 2013 mein einjähriges Masterstudium aufgenommen, das pro Term (drei Monate) ca. 9000€ gekostet hat. Im gleichen Jahr habe ich insgesamt ca. 9000€ brutto verdient (durch Praktika und Studentenjobs), also genauso viel, wie ich in dem Jahr an Studiengebühren gezahlt habe. Meine Frage: Wird zuerst der Steuerfreibetrag (8130€) auf meine Einkünfte angewendet, und dann die Studiengebühren (9000€) als Werbungskosten von dem zu versteuernden Einkommen (ca. 870€) abgezogen, sodass ich einen Verlust vortragen kann? Oder ist die Reihenfolge umgekehrt, sodass ich keinen Verlust bilde? Vielen Dank für Ihre Antwort! LG, Anna

  13. Anonym

    Allgemeine Fragen und Fallbeispiel Berufsausbildung-> Bachelor-> Master->Arbeit

    Zu Allgemeine Fragen: Als Student unterscheidet man zwei Arten von Studienkosten. Das eine sind die Semesterbeiträge für das VRS-Ticket, Asta und allgemeine Beiträge die immer noch pro Semester erhoben werden und die anderen sind die Studiengebühren. In NRW wurden die Studiengebühren ab Wintersemester 2011/2012 abgeschafft und in vielen anderen Bundesländern auch. Meine Frage lautet kann man beide Studienkosten also Studiengebühren und Semesterbeiträge von der Steuer absetzen oder nur die Studiengebühren? Ich meine ich hätte das mal irgendwo gehört. Und die zweite Frage ist, ob man diese als Werbekosten absetzen muss oder als Ausbildungskosten? Aktuelles Fallbeispiel: Ich habe nach meiner Berufsausbildung ein Studium (Bachelor) absolviert und nebenbei wie viele andere Studierende gearbeitet. Zunächst auf Mini Job Basis (400 € Stand 2010 heute 450 €- Sozailversicherungsfrei) und später auf Midi-Job Basis (400-800 Stand 2010 Heute 450.01 - 850 € Sozialversicherungspflichtig). Ich zahle erst seit letztem Jahr (2013) Lohnsteuer als Wissenschaftliche Hilfskraft. Für dieses Jahr will ich nun zum ersten mal meine Lohnsteuererklärung abgeben. Nun wenn man Ihren Artikel durchgelesen hat, kann ich Rückwirkend meine Steuererklärungen bis in das Jahr 2010 abgeben um den Verlustvortrag geltend zu machen. Das heißt also ich mache die Steuerklärung für 2010, 2011, 2012 und 2013 und gebe dort jeweils immer an, wie hoch mein Verdienst und die Ausgaben (Studienbeiträge, Studiengebühren, Vorsorge etc.) waren. Dabei muss ich natürlich Wissen ob die Studiengebühren und Semesterbeiträge als Werbekosten durchgehen oder nicht. Denn wenn ich diese als Werbekosten angeben muss, beläuft sich die Grenze auf 960 € und dies ist zwar noch einfach durch Studiengebühren im Jahr von 1000 € zzgl. von ca 400 € Semestergebühren erreichbar, aber wenn die Studiengebühren wegfallen, dann muss man die so entstandene Lücke auffülen, was schwer werden kann wenn man nicht über entsptrechende Nachweise verfügt. Frage also Lohnt sich in diesem Fall überhaupt eine Lohnsteuererklärung Rückwirkend wenn man für das entsprechende Jahr: a.) keine Lohnsteuer bezahlt hat b.) Die Studienkosten unter der Werbepauschale liegen Vielen Dank für Ihre Antwort.

  14. Raymond Kudrass

    Diplomstudiengang

    Lieber Ferdinand, leider zählt in deinem Fall das gesamte Diplomstudium als berufliche Erstausbildung. Es besteht allerdings Hoffnung, dass du deine Rechte auf Gleichbehandlung mit den Studienkosten eines Masterstudenten wahren kannst, indem du gegen ablehnende Bescheide des FA auf Anerkennung deiner Studienkosten als Werbungskosten Einspruch einlegst und die Aussetzung und das Ruhen des Verfahrens beantragst. Zur Begründung verweise auf die derzeit neun anhängigen Verfahren vor dem BFH, mit denen eine Gleichstellung aller Studierenden hinsichtlich der Studienkosten begehrt wird. Weitere Informationen dazu findest du auf meiner Homepage www.kanzlei-kudrass.de.

  15. Raymond Kudrass

    FSJ im Ausland/ Studium im Ausland

    Lieber Reiner, entscheidend nach der neuen Rechtsprechung des BFH ist, dass die Ausbildung Berufswissen vermittelt und auf die Erzielung von Einnahmen gerichtet ist. Die Finanzverwaltung erkennt dies bislang nur an, wenn ein gewisser Abschluss der Ausbildung erkennbar ist. Dies ist z.B. bei einer während des Zivildienstes abgeschlossenen, dreimonatigen Ausbildung zum Rettungssanitäter der Fall. Auch der z.B. während eines FSJs absolvierte LKW-Führerschein könnte als eine solche abgeschlossene Erstausbildung gelten. Auch firmeninterne Prüfungen, wie z.B. zum Flugbegleiter, werden inzwischen staatlichen Prüfungen gleichgestellt. Das FJS alleine ohne irgendeinen Abschluss zählt hingegen nicht als Berufserstausbildung. Ob eine während des FSJ erworbene Sprachausbildung als abgeschlossene berufliche Erstausbildung anerkannt werden kann, erscheint fraglich. Der BFH hat jedoch den Toefl und IELTS-Test unter bestimmten Voraussetzungen anerkannt, insbesondere wenn dieser Voraussetzung für das Auslandsstudium war.

  16. Raymond Kudrass

    Promotionskosten absetzen

    Liebe Anara, du musst für jedes einzelne Jahr eine Steuererklärung abgeben und die Studienkosten als vorweggenommene Werbungskosten geltend machen. Kreuze auf dem Deckblatt der Steuererklärung auch die Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags an. Es gilt das Prinzip der Abschnittsbesteuerung (für jedes Kalenderjahr muss eine eigene Steuererklärung abgegeben werden) und das Abflussprinzip (Kosten können immer nur in dem Jahr abgesetzt werden, in dem sie bezahlt wurden).

  17. Anonym

    Diplomstudiengang

    Wie steht es mit einem Diplomstudiengang bestehend aus Vordiplum und Haupstudium, welches ich direkt im Anschluss an das Abitur begonnen habe? Vielen Dank im Voraus

  18. Anonym

    FSJ im Ausland/ Studium im Ausland

    Hallo, mich würde interessieren, ob ein FSJ im Ausland als Ersatz für den Zivildienst (inkl. Sprachkurs und Vorbereitungsseminar etc.) als Berufsausbildung zählt. Das FSJ war quasi eine Vorbereitung auf ich mein anschließendes Studium, welches ich zur Hälfte ebenfalls im Ausland absolviert habe. Welche Kosten für Auslandsstudium können geltend gemacht werden? Flüge, Miete, Studiengebühren, ...? Vielen Dank!

  19. Anonym

    Promotionskosten absetzen

    Ich habe eine Frage zum Ablauf der Geltendmachung der Promotionskosten. Wenn man 3 Jahre an der Uni promoviert hat, in dieser Zeit KEINE Steuererklärungen abgegeben hat und im 2013 angefangen hat zu arbeiten, wie macht man die Promotionskosten geltend? a) Indem, man nachträglich für 2012, 2011, 2010 gesondert eine Steuererklärung mit einem Verlustvortrag abgibt? Oder b) Indem, man in der Steuererklärung für 2013 alle Promotionskosten als Werbungskosten angibt? Ich wäre für eine Antwort sehr dankbar! Anara

  20. Anonym

    Rettungssanitäter zählt als abgeschlossene Erstausbildung

    Liebe Rettungssanitäterin Sonja, es ist in der Tat neu, dass der BFH mit Urteil vom 27.10.2011, VI R 52/10 nun auch die rund 520 Stunden umfassende Ausbildung zum Rettungssanitäter genauso als berufliche Erstausbildung anerkennt, wie die zweijährige Ausbildung zum Rettungsassistenten. Die Finanzverwaltung hat durchaus gezögert, dieses Urteil am 21.12.2011 zu veröffentlichen und damit auf alle vergleichbaren offenen Fälle anzuwenden. Die neue Rechtsprechung, dass die Abgeschlossenheit einer beruflichen Erstausbildunng weder einen Beruf nach Berufsbildungsgesetz noch eine bestimmte Ausbildungsdauer voraussetzt, hat sich inzwischen auch in weiteren Urteilen durchgesetzt, so z.B. in der knapp 6-monatigen Ausbildung zur Flugbegleiterin (BFH v. 28.02.2013, VI R 6/12) mit rein firmeninterner (nichtstaatlicher) Prüfung. Entscheidend ist, dass die Berufsausbildung Berufswissen vermittelt und auf die Erzielung von Einnahmen gerichtet ist. Tipp: Es ist daher insbesondere Medizinstudenten zu empfehlen, in der Wartezeit auf einen Studienplatz die Rettungssanitäterausbildung zu absolvieren oder dies ggf. noch schnellstmöglich nachzuholen. Ggf. sollte aber auch der Taxischein u.ä. ausreichen, in entsprechenden Fällen evtl. auch ein Trainerschein. Sollte dir das Finanzamt noch immer nicht folgen, unterstütze ich dich gerne. LG Raymond

  21. Anonym

    Erstausbildung anderer Fachrichtung

    Lieber Fragesteller, deine Frage ist vor dem Hintergrund des Werbungskostenbegriffs mehr als berechtigt, weil dieser einen konkreten, unmittelbaren Zusammenhang der Studienkosten mit den späteren steuerpflichtigen Einnahmen erforderlich macht. Erfreulicherweise sieht das die Finanzverwaltung in ihrem BMF-Schreiben vom 22.09.2010 weniger streng und akzeptiert jede abgeschlossene berufliche Erstausbildung auch nichtakademischer Art. Einer 18-jährigen Abiturientin, die parallel zum Abi den staatlich anerkannten Wirtschaftsassistenten erfolgreich absolviert hatte, wurden daher z.B. bereits die Klagekosten i.H.v. € 7.000.- auf einen Studienplatz in Medizin (!) noch vor dem eigentlichen Studium als vorweggenommene Werbungskosten anerkannt. Entscheidend für die Absetzbarkeit deiner Studienkosten im Fach Immobilienwirtschaft ist der Zusammenhang mit deinen künftigen Einnahmen aus dieser Fachrichtung und nicht mit der früheren Fachausbildung als Informatiker, aus der du (unmittelbar) keine Einnahmen mehr erzielst. Viel Erfolg beim Absetzen! Raymond

  22. Anonym

    Vorpraktikum

    Lieber Fragesteller, ein Vorpraktikum reicht nicht aus, als abgeschlossene berufliche Erstausbildung behandelt zu werden (analog einem abgebrochenen Bachelor-Studium). Neben dem fehlenden Abschluss fehlt es an der Fähigkeit, nur wegen des im Vorpraktikum erworbenen beruflichen Wissens Geld verdienen zu können. Es bedarf schon eines Abschlusses, mit dem sich Einnahmen erzielen lassen. LG Raymond

  23. Anonym

    Vorpraktikum

    Weiß jemand wie es mit Vorpraktika aussieht? Reichen diese aus? Wenn ja, wie ist es wenn man das Vorpraktikum bis zu Beginn des 3. Semesters machen kann und somit während den Semesterferien der ersten beiden Semester? Kann man dann ab dem 3. Semester die Kosten absetzen? Danke :-)

  24. Anonym

    Erstausbildung anderer Fachrichtung

    Hallo, ich habe eine Berufsausbildung als Fachinformatiker abgeschlossen, danach ein knappes Jahr im Vertrieb gearbeitet und anschließend Immobilienwirtschaft studiert. Kann ich die Kosten meines Studiums absetzen, obwohl es eine andere Fachrichtung ist?

  25. Phil

    Beispiel Steuererklärung LL.M. Werbungskosten

    Unter folgendem Link kann man offenbar für 3 Euronen eine echte Steuererklärung herunterladen - ob es was nützt weiss man wohl erst, wenn man reingeschaut hat: http://www.shareit.com/product.html?cart=1&productid=300585508&languageid=2&stylefrom=300585508¤cies=EUR

  26. Anonym

    Hallo Sonja, gerne nehme ich kraft deines Kommentars die Gelegenheit wahr, auf folgende grundlegend neue Rechtsprechung des BFH aufmerksam zu machen, die vielleicht auch dir bei der Absetzung deiner Studienkosten entscheidend helfen kann: Mit Urteil vom 27.10.2011, VI R 51/10 hat der BFH am Beispiel deines Berufs als Rettungssanitäter entschieden, dass eine erstmalige Berufsausbildung weder ein Berufsbildungsverhältnis nach dem Berufsbildungsgesetz noch eine bestimmte Ausbildungsdauer voraussetzt. Entscheidend ist vielmehr, dass die Berufsausbildung Berufswissen vermittelt und auf die Erzielung von Einnahmen gerichtet ist. Das Urteil wurde am 21.12.2011 im Bundessteuerblatt veröffentlicht und ist daher von der Finanzverwaltung in allen gleichartigen Fällen anzuwenden, worauf auch du einen Rechtsanspruch hast. Diese Rechtsprechung ist inzwischen gefestigt und wurde auch für den staatlich geprüften Wirtschaftsassistenten (BFH vom 18.09.09, VI R 79/06; veröffentlicht und damit bindend erst sei März 2012 !) und sogar für Sprachaufenthalte im Ausland (BFH v. 15.03.2012, III R 58/08) i.R. einer Au-pair-Ausbildung, bei besonderen Sprachkursen und, unter besonderen Umständen, sogar nur mit Toefl und IELTS-Test angewandt. Die neue Rechtsprechung geht aber m.E. über die entschiedenen Einzelfälle wesentlich weiter und eröffnet völlig neue Möglichkeiten, die Wartezeit auf einen Studienplatz sinnvoll zu überbrücken und das anschließende Studium vom ersten Tag an als „weiteres Studium“ wie ein Masterstudium voll von der Steuer abzusetzen. Also: Sollte für dich kraft vor (oder während) dem Studium abgeschlossener Ausbildung zum Rettungssanitäter noch die Möglichkeit bestehen, für die letzten 4 Studienjahre, unter Umständen sogar die letzten 7 Jahre (abhängig von einem weiteren beim BFH anhängigen Fall), Steuererklärungen abzugeben und die Studienkosten geltend zu machen, nichts wie los! Viel Erfolg!

  27. Sonja Mayer

    Achtung Fehler!!!

    Die "Ausbildung" zum/zur Rettungssanitäter/in stellt KEINE Berufsausbildung im herkömmlichen Sinne dar! Was ihr meint ist die Ausbildung zum/zur Rettungsassisstenten/in. Großer Unterschied im Rettungsdienst! Der Rettungssanitäterabschluss kann dagegen nicht als Ausbildung anerkannt werden. Wer nähere Infos hierzu möchte, kann sich gerne an mich wenden. VG, eine aktive Rettungssanitäterin

  28. Anonym

    Folgendes koennte beim Einspruch vllt. nuetzlich sein. Ist zwar von der OfD Koblenz, bezieht sich aber auf die aktuellen Verfahren vor dem BFH. Die oben genannten Verfahren sind naemlich zumindest teilweise schon abgeschlossen, glaube ich. Bei Juris einfach dieses Aktenzeichen eingeben: S 2227 A-St 35 1

  29. Stefan

    Hallo Berni, normalerweise ist ein EInkommensteuerbescheid nach Ablaufen der Einspruchsfrist rechtskräftig - es gibt jedoch Ausnahmefälle unter denen das auch im nachhin noch geschehen kann. Hierunter fällt, wenn neue Tatsachen oder Beweismittel, die nachträglich bekannt werden, auftauchen (§ 173 AO). Je nach Einzelfall könnte das für deinen Bescheid 2010 zutreffend sein, hier kannst du ja mal nachforschen! Unabhängig davon kannst du natürlich in der Steuererklärung für 2011 das Studium geltend machen. LG Stefan

  30. Berni

    Unklarheit über Verfahrensweise mit Studienkosten

    Hallo, lieben Dank für die Tips hier. Wie ist es, wenn die Steuerklärung für 2010 bereits abgegeben wurde und dort das Studium (endete 2010) nicht vermerkt wurde (der Bescheid für 2010 kam im Sommer 2010). Bestehen für die Steuererklärung 2011 noch Chancen irgendwie die Beträge für das Studium anrechnen zu lassen? Danke schon mal!!!

  31. Anonym

    Der Werbungskostenpauschbetrag wird automatisch von Amts wegen berücksichtigt, wenn du nichts einträgt. Deine Werbungkosten brauchst du also nur ausführlich ausfüllen, wenn du drüber liegst! Viele Grüße Stefan

  32. meee

    Was mir noch nicht ganz klar ist - wo ist der Pauschalbetrag für Werbungskosten von 1000€ einzutragen? Oder wird dieser automatisch abgezogen? Damit wäre ich in der Tat schon unter den magischen 8000€

  33. Melanie Grell

    Hallo Jan, danke für deinen Hinweis. Du hast völlig Recht. Die Zahl ist mir durch die Lappen gegangen. Melanie

  34. Anonym

    Heinweis: Grundfreibetrag liegt seit 2010 bei 8004 €

    Die Einkommensgrenze bei Abschnitt "Alternative A" müsste angepasst werden. Der aktuelle Grundfreibetrag liegt seit 2010 bei 8004 €.

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