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Wie hilft das CHE-Ranking bei der Studienwahl?

Ranking (Quelle: freeimages.com, Autor: cobrasoft)

Quelle: freeimages.com, cobrasoft

Allein in Deutschland werden über 18.000 Studiengänge angeboten - und gerade für Studienrichtungen wie BWL gibt es Programme wie Sand am Meer. Wie sollst du dich da zurecht finden? Welche Hochschule entspricht deinen Ansprüchen? Das CHE-Ranking hilft weiter.

Seit 1998 veröffentlicht das gemeinnützige CHE Centrum für Hochschulentwicklung ein Ranking, das Studiengänge und Hochschulen bewertet. Mittlerweile gibt es Daten zu über 40 Fächern. In das Ranking fließen - in unterschiedlicher Gewichtung - sowohl Daten und Fakten als auch Angaben von Professoren und Studenten ein. Berücksichtigt werden Studiengänge an Unis und FHs/HAWs sowie duale Programme.

Die Ergebnisse des CHE-Rankings werden regelmäßig im ZEIT Studienführer veröffentlicht. Außerdem kannst du das Ranking kostenlos im Internet ansehen.

Was unterscheidet das CHE-Ranking von anderen Rankings?

  • Das CHE-Ranking ist fachbezogen. Es vergleicht also keine Hochschulen über Fächer hinweg und trifft keine Aussage darüber, welche Hochschule insgesamt die beste ist.
  • Das Ranking ist mehrdimensional. Aus den Einzelindikatoren wie Studiensituation, Studierbarkeit, Betreuung und so weiter (siehe unten) wird kein Gesamtwert ermittelt. Konkret bedeutet das: Du kannst aus dem Ranking zwar ablesen, an welcher Hochschule die Betreuung oder die Studiensituation in BWL besonders gut ist; es gibt aber keine Rangliste der besten BWL-Unis, die aus allen Indikatoren berechnet wird.
  • Während für andere Rankings nur eine Personengruppe befragt wird (zum Beispiel Studenten oder Personalchefs), deckt das CHE-Ranking verschiedene Perspektiven ab: Befragt werden sowohl Studenten als auch Hochschullehrer, außerdem werden objektive Fakten berücksichtigt.
  • Im CHE-Ranking gibt es keine Rangplätze, sondern drei Ranggruppen: die Spitzengruppe, die Mittelgruppe und die Schlussgruppe.

Genauere Hinweise zur Methode und den Datenerhebungen findest du auf der CHE-Website.

Allgemeine Studiensituation und Studierbarkeit

Die Studenten bewerten die allgemeine Studiensituation in ihrem Fachbereich der jeweiligen Universität sowie die Studierbarkeit: Inwiefern ist das Lehrangebot vollständig? Gibt es Beschränkungen beim Zugang zu Vorlesungen oder Seminaren? Sind die Prüfungen an den gelernten Stoff angepasst? Auch die Organisation der Prüfungen und die Transparenz bei der Notengebung spielen eine Rolle.

Betreuung durch Lehrende und internationale Ausrichtung

Eines der wichtigsten Kriterien ist für viele Studenten die Betreuung durch Lehrende: Wie gut ist der Dozent erreichbar, wie häufig bietet er Sprechstunden an? Werden Seminararbeiten besprochen? Engagiert er sich für seine Studenten? Die internationale Ausrichtung eines Studiengangs hingegen misst sich an der Möglichkeit eines Auslandssemesters, der Internationalität des Lehrkörper und der Zahl fremdsprachiger Veranstaltungen.

Das CHE-Ranking am Beispiel der Betriebswirtschaftslehre

In der Regel wird jedes Jahr ein Drittel der Fächer neu bewertet. Die Daten zum BWL-Studium wurden zuletzt 2014 erhoben. Das CHE Centrum für Hochschulentwicklung versucht alle Hochschulen aufzunehmen, die für deutsche Studenten interessant sein könnten. Deshalb haben sich auch Universitäten aus Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Italien beteiligt. Bei den Bachelorstudiengängen an Universitäten lag der Rücklauf bei 5.818 Fragebögen, an Fachhochschulen bei 12.187 Fragebögen. An der Befragung über Masterstudiengänge nahmen 7.800 Studenten teil.

BWL-Bachelor an Universitäten

Verglichen werden die Studiensituation insgesamt, die Studierbarkeit, die Abschlüsse in angemessener Zeit, die internationale Ausrichtung sowie die Forschungsgelder pro Wissenschaftler. Besonders gut schneiden die RWTH Aachen, die EBS Universität (privat), die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, die Frankfurt School (privat), die Europa-Uni Frankfurt an der Oder, die Uni Mannheim, die Uni St. Gallen (CH) sowie die WHU Vallendar und die Uni Witten-Herdecke privat ab. Dagegen erzielen die HU Berlin, die Uni Greifswald, die TU Ilmenau und die Uni Kiel in einigen Bereichen unterdurchschnittliche Ergebnisse.

BWL-Bachelor an Fachhochschulen

Sehr viele Fachhochschulen schaffen es  für die gewählten fünf Kriterien – Studiensituation insgesamt, Studierbarkeit, Betreuung durch Lehrende, Internationale Ausrichtung und Bezug zu Berufspraxis – in die Spitzengruppe. Darunter sind die FH Aachen, die HS Düsseldorf, die HfWU Nürtingen, die ESB Business School in Reutlingen und das MCI Innsbruck. Auf den Schlussplätzen liegen die FH Brandenburg, die HS Koblenz und die HS Mittweida.

BWL-Bachelor dual

Viele Hochschulen bieten inzwischen einen dualen BWL-Bachelor an. Bezogen auf Studiensituation insgesamt, Studierbarkeit, Betreuung durch Lehrende und Lehrangebot zählen dabei die FH Aachen, die BA Welfenakademie/Braunschweig, die Frankfurt School (privat) und die HS Osnabrück/Lingen zur Spitzengruppe. Unterdurchschnittlich schneiden die Beuth Hft Berlin und die UAS Frankfurt a.M. ab, besonders in den Kategorien Studiensituation insgesamt und Lehrangebot.

Master-Studium

Bei der Suche nach einer passenden Hochschule für den Master gibt es im CHE-Ranking einige zusätzliche Kriterien. So konnten die befragten Studenten unter anderem den Übergang vom Bachelor- ins Masterstudium bewerten, zum Beispiel was die Anerkennung von Leistungen und den Aufbau der Lehrveranstaltungen betrifft. Wer gerne wissenschaftlich arbeitet, kann die Hochschulen und Studiengänge auch anhand des Wissenschaftsbezuges ordnen und Kriterien wie Forschungsgelder pro Wissenschaftler und Forschungsreputation hinzufügen.

Konsekutiver BWL-Master an der Uni

Die Bewertung basiert auf folgenden Kriterien: Studiensituation insgesamt, Lehrangebot, Studierbarkeit, Betreuung durch Lehrende, die internationale Ausrichtung des Programms sowie der Übergang zum Masterstudium. Die Spitzengruppe gleicht der beim BWL-Bachelor, zusätzlich sind die Uni Augsburg, die ESCP Europe, die Kühne Logistics University Hamburg und der Master of Science in Management der HHL Leipzig dabei. Auch die Uni Mainz  und die TU München erzielen hervorragende Ergebnisse. Die Schlussgruppe bilden die Uni Rostock und die Uni Würzburg.

Konsekutiver BWL-Master an der FH/HAW

Drei FH/HAW erreichen bei allen sechs Kriterien hervorragende Ergebnisse: die HSBA Hamburg (privat), die CBS Köln (privat) und die FH Oberösterreich/Steyr. Dagegen werden die HS Koblenz, die TH Ingolstadt und die HS Ludwigshafen unterdurchschnittlich eingeordnet.

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