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Löst du diese 20 Rätsel?

Brainteaser im Bewerbungsgespräch [Quelle: pixabay.com, Autor: EduardoSaintJean]

Quelle: pixabay.com, EduardoSaintJean

Das Alien beim Sonnenbaden, Werwolf Weihnachtsmann, Karlheinze & die Currysuppe: Löst du diese neuen Brainteaser?

Was sind Brainteaser?

Brainteaser (englisch: Gehirnkitzler) sind Knobelaufgaben, die in Bewerbungsgesprächen eingesetzt werden. Ein Arbeitgeber versucht mit diesen Rätselaufgaben herauszufinden, wie gut die analytischen Fähigkeiten eines Kandidaten ausgeprägt sind. Brainteaser können dir in Interviews begegnen, aber auch im Assessment-Center oder als Teil eines standardisierten Einstellungstests.

Welche Fähigkeiten brauchst du, um Brainteaser zu lösen?

Um die meisten Brainteaser zu lösen, musst du zugleich logisch, gründlich und kreativ an die Aufgabe herantreten. Oft benötigst du gute mathematische Grundkenntnisse und die Fähigkeit, diese unter Zeitdruck anzuwenden. So solltest du zum Beispiel fähig sein, einen Dreisatz aufzustellen, eine Gleichung aufzulösen, den Umfang eines Kreises zu berechnen oder das Volumen eines Würfels anzugeben. Du wirst auch auf dein visuelles Vorstellungsvermögen angewiesen sein, um dir Aufgaben wie "Benenne den Winkel von Minuten- und Stundenzeiger um 15.15 Uhr" zu vergegenständlichen.

Übe auch, Einheiten ineinander umzurechnen: So kann es wichtig sein, Volumina oder Flächen in kleineren oder größeren Maßstäben auszudrücken. Wie groß war noch mal ein Ar? Und wie viele Kubikmeter passen in einen Kubikkilometer? Auch verschiedene Währungen solltest du ohne langes Zögern "übersetzen" können.

Ebenfalls nicht schaden kann elementares Physikwissen. So sollltest du wissen, wie man bei die Zeit, Geschwindigkeit oder Strecke von konstanten Bewegung berechnen kann: Es gibt nämlich erstaunlich viele Brainteaser, in denen fahrende Züge vorkommen!

Für einige Brainteaser ist es wichtig, möglichst plausible Schätzungen abzugeben. Um nicht zu viel improvisieren zu müssen, solltest du grundlegende demographische Fakten parat haben: So wird man von dir erwarten, die aktuellen Einwohnerzahlen Deutschlands, Europas, der USA und der Welt zu kennen; ferner von Berlin, London und New York. Weitere wichtige Kennzahlen können außerdem Flächen, Bevölkerungsdichten oder Bruttoinlandsprodukte sein; dazu andere grundlegende Daten aus Wirtschaft und Gesellschaft, die in deiner Branche eine Rolle spielen.

Welche Arten von Brainteasern gibt es?

Man kann drei Sorten von Brainteasern unterscheiden:

  • "echte" Brainteaser: also mathematische Problemstellungen, Rätsel oder Knobelaufgaben, zu denen sich eine eindeutige Lösung angeben lässt
  • Schätzfragen
  • Business Cases/Case Studies

Zu den "echten" Brainteasern zählen auch Trickaufgaben oder Fangfragen, deren "richtige" Lösung oft darin besteht, dass es keine richtige Lösung gibt. Die Frage "Wie viel Erde befindet sich in einem Loch mit den Maßen 3 x 2 x 4 m?" ist beispielsweise solch eine Trickfrage – weil sich in einem Loch überhaupt nichts befindet.

Schätzfragen ("Wie schwer ist Manhattan?") dienen dagegen dazu, nachzuweisen, wie schnell und sicher du zu einer bestimmten Annahme gelangst. Neben Faktenwissen benötigst du dazu grundlegende mathematische Kenntnisse und die Fähigkeit, deine empirischen Erfahrungen auf eine größere Skala anzuwenden: So kannst du zum Beispiel versuchen, aus dem Konsumverhalten deines Freundeskreises Aussagen darüber abzuleiten, wie viele Exemplare eines neuen Produkts sich in Deutschland verkaufen lassen.

Um Business Cases zuverlässig zu lösen, musst du oft über methodisches Vorwissen verfügen: Wenn du noch nie von der BCG-Matrix, den 4 Ps, einer SWOT-Analyse oder Porter's Five Forces gehört hast, wirst du bei einer Case Study vermutlich nicht viele Punkte sammeln. Aber keine Sorge: In unserem Buch "Case Study Training" haben wir 40 Fallstudien zusammengestellt, mit denen du dich vorbereiten kannst.

Wer setzt Brainteaser im Bewerbungsgespräch ein?

Brainteaser können dir prinzipiell in jeder Bewerbung begegnen. Besonders beliebt sind sie aber in Bereichen der Finanzbranche, in Unternehmensberatungen und der Kreativbranche. Knobelaufgaben tauchen also immer dort in Interviews auf, wo es darum geht, Probleme genau zu beschreiben, schnell zu analysieren und daraus überraschende Lösungen zu entwickeln.

Sogenannte Business Cases simulieren, wie oben beschrieben, die Arbeit im Consulting und werden dir am ehesten bei McKinsey & Co. begegnen. Um solche Fallstudien angemessen bearbeiten zu können, musst du verschiedene Analyse-Werkzeuge mitbringen, wie sie beispielsweise im BWL-Studium erlernt werden.

Wie löse ich einen Brainteaser im Bewerbungsgespräch richtig?

Da es verschiedene Arten von Brainteasern gibt, existiert auch kein goldener Weg zur jeweiligen Lösung. Grundsätzlich empfehlen wir aber folgendes Vorgehen:

  1. Wenn sich eine (zu) offensichtliche Lösung anbietet, ist sie oft falsch.
    Wenn Tischtennisschläger und -ball gemeinsam 1,10 Euro kosten, und der Schläger 1 Euro teurer ist als der Ball – kostet der Ball gerade nicht 10 Cent (sondern 5). Wenn du hier zu schnell mit einer falschen Lösung herausplatzt, beweist du lediglich, dass es dir an Geduld und Reflexionsvermögen mangelt.
    Nimm dir Zeit, bevor du antwortest, und verbalisiere deine Bedenken, wenn du welche hast. Sie sind in der Regel begründet.
  2. Lies genau. Oft versteckt sich im Text des Brainteasers schon die gesuchte Lösung, gerade bei Trickfragen.
  3. Sind Rückfragen im Interview erlaubt? Wenn ja, nutz die Gelegenheit! Besonders bei Schätzfragen und Cases kannst du so deine Informationsgrundlage bedeutend verbessern – und damit auch dein Ergebnis.
  4. Denk laut. Verbalisiere deine Überlegungen, während du über das Problem nachdenkst. Auch mit Gedankenspielen, die nicht direkt zur korrekten Lösung führen, kannst du beweisen, dass du fähig bist, verschiedene kreative Ansätzen anzuwenden, um die Aufgabe zu lösen.
  5. Benenn deine Methoden und begründe deine Ergebnisse, selbst wenn die Lösung für dich offensichtlich ist. Wenn du einfach nur das (korrekte) Resultat deine Überlegungen nennst, erweckst du den Eindruck, du hättest die Aufgabe schon gekannt.

20 Brainteaser (mit Tipps & Lösungen)

Hier findest du 20 (neue) Brainteaser, um deine Denkmuskeln zu trainieren. Klick auf "Tipp anzeigen", um einen Hinweis darauf zu bekommen, ob du auf der richtigen Spur bist.

1. Das Alien beim Sonnenbaden

Mister Mxyzptlk wiegt 1.500 kg und besteht zu 99% aus Schleim (der Rest ist Diamant).

Beim Sonnenbaden verliert es an Flüssigkeit, sodass es nur noch zu 97% aus Schleim besteht.

Wie viel wiegt Mister Mxyzptlk jetzt?



Tipp: Bestimmte das Diamant-Gewicht und rechne von diesem ausgehend.

Lösung:

1. Vor dem Sonnenbaden entsprach der Nicht-Schleim-Anteil 1% und damit 15 kg.

2. Nach dem Sonnenbaden beträgt der Nicht-Schleim-Anteil 3%, liegt aber immer noch bei 15 kg. Rechnerisch wiegt Mister Mxyzptlk damit nur noch 500 kg, also ein Drittel.

3. Immer schön eincremen.


2. Iron Man

Du nimmst am Iron Man teil. 852 Meter vor der Ziellinie überholst du den Viertplatzierten. Welchen Platz hast du jetzt?



Tipp: Das ist keine Trickfrage.

Lösung: Den vierten.

3. Werwolf Weihnachtsmann & der Dieb

Werwolf Weihnachtsmann lässt 9 Wichtel je 9 Klingelglöckchen à 9 g Gold herstellen.

Einer der Wichtel betrügt, indem er pro Klingelglöckchen 1g Gold unterschlägt!

Wie kann Werwolf Weihnachtsmann mit einer grammgenauen Küchenwaage und nur einmaligem Wiegen herausfinden, wer betrogen hat?



Tipp: Werwolf W. muss aus dem Ergebnis ablesen können, wer betrogen hat. Deshalb darf er nicht von jedem Wichtel gleich viele Glöckchen wiegen.

Lösung:

1. Werwolf Weihnachtsmann nummeriert seine Wichtel durch und wiegt dann pro Wichtel die Anzahl an Klingelglöckchen, die dessen Nummer entspricht. Also 1+2+3+4+5+6+7+8+9 = 45 Klingelglöckchen.

2. Der Wert, um den das Ergebnis von 405 g abweicht (= so viel hätten die Glöckchen gemeinsam gewogen, wenn jedes 9 g schwer gewesen wäre), entspricht der Nummer des Diebs.


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Bereite dich in unserer Fallstudien-Rubrik auf die Case Studies im Assessment-Center vor. Hier findest du Beispiele, Lösungen und Tipps zur Vorgehensweise.

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Kommentare (15)

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  1. Lino Wirag

    Lieber Lukas, danke für den guten Hinweis! Ich habe die Formulierung gleich entsprechend angepasst. Lino

  2. Anonym

    Das hat sehr geholfen. Danke. Also stimmt die im Artikel angegebene Lösung im Großen und Ganzen. Nur die Formulierung "im Wasser" müsste mit "auf dem Grund liegend" abgeändert werden.

  3. Anonym

    @Lukas: Bin zwar Ingenieur und kein Physiker, aber vielleicht kann ich trotzdem helfen: Die Frage ergibt nur Sinn, wenn der Anker tatsächlich auf dem Boden liegt. Dann verdrängt der Teil, dessen Masse auf dem Boden lastet nur sein Volumen, welches geringer ist, als das seiner Masse entsprechende Volumen von Wasser. Man kann sich z.B. vorstellen, der Anker sei auf dem Boden abgelegt und die Kette hänge am Boot. Sobald der Anker angehoben wird, kann man Boot, Kette und Anker als ein schwimmendes Objekt betrachten (durch statischen Auftrieb getragen). Die Gesamtgewichtskraft entspricht also der Gesamtauftriebskraft und die Gesamtauftriebskraft entspricht der Gewichtskraft (Masse mal Erdbeschleunigung) des verdrängten Wassers. In diesem Fall wird als mehr Wasser verdrängt, als wenn der Anker auf dem Boden liegt. Und der Wasserpegel steigt. Jetzt macht es keinen Unterschied mehr, ob der Anker noch zusätzlich an Bord gehievt wird oder nicht. Der Auftrieb durch Luft kann in diesem Szenario vernächlässigt werden (ca. Um den Faktor 1000 kleiner als der Auftrieb durch das Wasser).

  4. Anonym

    Frage 1 ist meiner Meinung nach nicht zu beantworten. Nur weil ein Heißluftballon zu 99% aus Luft besteht macht die Luft nicht 99% der Masse aus. Frage 9 finde ich knifflig... bei Vernachlässigung der Kette sollte der Anker wenn er auf dem Boden liegt nur sein eigenes Volumen verdrängen. Wenn er ein gezogen wir lastet aber bereits Gewicht auf dem Boot wodurch es mehr Wasser verdrängt. Allerdings sinkt das Boot noch mal ein wenn der anker aus dem Wasser kommt, da der Auftrieb im Wasser größer ist als an der Luft. Allerdings wird ja beim heraus nehmen des Ankers auch nicht mehr das Volumen des Ankers verdrängt. Kann ein Physiker das vielleicht präzisieren?

  5. Anonym

    @Gunnar: Danke, das stimmt. Ich habe mich von der Formulierung "die halb abgebrannte Kerze" in der Lösung irritieren lassen (die ich immer noch für falsch halte).

  6. Anonym

    @Alexader: Done. Danke!

  7. Anonym

    @Lino Wirag: Natürlich darfst du die Anmerkungen ergänzen :) @Stefan Wittmann: Zitat: "Co2online zufolge benötigt der Kühlschrank nach jedem kurzen Türöffnen so viel Strom, um sein Inneres wieder auf die richtige Temperatur zu bringen, wie eine 60-Watt-Glühlampe in zehn Minuten verbrauchen würde. " Nachgerechnet hab ich das nicht, aber scheint mir plausibel. Um den Stromverbrauch der Lampe bei offenem Kühlschrank wirklich messen zu können, muss der Kühlschrank doch auch eine Weile geöffnet sein. Dann ist die Frage natürlich, ob die Zeit vor dem Anspringen des Kühlmechanismus ausreicht für sinnvolle Messungen. Also stimme ich schon zu, dass eine solche Messung schon möglich sein sollte, aber auf jeden Fall deutlich komplizierter als einfach Stromverbrauch mit offener und geschlossener Türe zu vergleichen. Experimente mach ich aber keine, hätte ja auch keine entsprechenden Messgeräte da :D Photopapier: Was meinst du mit "belichtet vollständig"? Ich bin kein Experte in Photographie, aber habe selbst als Kind mal eine Lochbildkamera gebaut. Das dafür verwendete Photopapier hat schon eine recht lange Belichtungszeit gebraucht. Und das sogar draußen im Sonnenlicht, bei einer Glühbirne sollte die Belichtungszeit dann ja noch deutlich höher sein.

  8. Anonym

    @Hanjo Hamann: es geht nicht um die zweite HÄLFTE der zweiten Kerze, sondern um den Teil der zweiten Kerze, der nach einer Stunde noch übrig ist. Der kann 90% oder 10% sein, das ist egal, denn er wird jetzt noch eine Stunde lang brennen, bzw. noch 30 Minuten, wenn er von beiden Seiten her brennt --> alles OK. @Kühlschrank: meine Lösungsidee war, meinen guten alten TI-36X solar Taschenrechner mit einer eingetippten Zahl reinzulegen und dann nach einer Minute zu gucken, ob das Ergebnis noch auf dem Display ist oder nicht.

  9. Anonym

    @Alexander Sedlmayr: Kann mich deiner Einschätzung nicht ganz anschließen, jedenfalls wenn man von einem haushaltsüblichen Kompressorkühlschrank ausgeht. Dort springt der Kompressor sicherlich nicht gleich sofort jedes mal an, wenn die Türe kurz geöffnet wird/ wurde. Üblicherweise haben die verbauten Leuchtmittel im Kühlschrank 10-15 Watt. Ich denke das könnte man tatsächlich bei einer Messung feststellen und vom sonstigen Grundbedarf des Kühlschranks unterscheiden --> So, wär probiert's nun aus ;-)? Zur Photopapier Idee: Hatte ich am Anfang auch kurz, allerdings belichtet das ja schon beim reinlegen vollständig. Und erst im Kühlschrank aus der Lichtschutzverpackung nehmen wird vermutlich etwas schwer ;)

  10. Anonym

    Frage 7 ist in dieser Formulierung nicht beantwortbar. Wenn die Wunderkerzen unregelmäßig schnell abbrennen, gibt es keinen Grund zur Annahme, dass die zweite Hälfte der zweiten Kerze genauso lange brennt wie die erste. (Das wäre ja begrifflich eine "Regel".) Eine mit unregelmäßiger Geschwindigkeit abbrennende Wunderkerze könnte in zehn Minuten zu 90 % herabbrennen und für die letzten 10 % 110 Minuten brauchen, deshalb funktioniert die vorgeschlagene Lösung nicht. Das Problem lässt sich wohl nur so "retten", dass die Wunderkerzen gleich lange und gleichmäßig schnell brennen, aber unterschiedlich lang sind.

  11. Anonym

    Lieber Alexander, das hast du sicher nicht unrecht. Diese "Lösung" (in Anführungszeichen) dürfte nur unter sehr idealtypischen Bedingungen funktionieren. Die Photopapier-Idee finde ich hingegen prima! Ich werde deine Anmerkungen im Artikel ergänzen, wenn ich darf. Lino

  12. Anonym

    halte ich für *falsch.

  13. Anonym

    Weiterer Kommentar zum Kühlschrank: Die Lösungsmöglichkeit mittels Stromverbrauch mit offener/geschlossener Türe vergleichen halte ich für völlig. Die Glühbirne macht nur einen sehr kleinen Teil des Stromverbrauchs aus. Bei geöffneter Türe ist der Stromverbrauch ohnehin um ein vielfaches höher, da fällt der Verbrauch durch die Lampe überhaupt nicht ins Gewicht. Meine Idee war, Photopapier in den Kühlschrank zu legen.

  14. Lino Wirag

    Lieber Stefan, ich danke dir für die schöne Ergänzung! Lino

  15. Anonym

    Alternativ-Vorschlag für Digital Natives zur Frage: "Wie kannst du herausfinden, ob das Licht im Kühlschrank brennt, wenn die Tür zu ist?" -> Selbstauslöser der Kamera am Smartphone aktivieren, Phone schnell in den Kühlschrank legen und Türe schließen, Tür nach einer Weile wieder öffnen und aufgenommenes Bild prüfen ;-)

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