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Banken, Versicherer und Co zahlen mehr

Geld Gehalt Geldscheine [© wabeno - Fotolia.com]

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Eine Studie sagt einen Anstieg der Grundgehälter in der Finanzwelt voraus. Erstaunliches passiert dagegen mit den Boni – zumindest in Europa.

Die Beschäftigten in der Finanzbranche können sich 2017 auf eine Erhöhung ihres Grundgehalts freuen. Eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Mercer erwartet  für dieses Jahr einen Anstieg zwischen 1,9 und 2,4 Prozent. Die Boni hingegen werden demnach verglichen mit dem Vorjahr ähnlich hoch oder unverändert bleiben. Fast ein Viertel der Studienteilnehmer erwartet sogar, dass die Bonuspools deutlich reduziert werden.

Statt die Boni zu erhöhen, belohnen die Unternehmen ihre Mitarbeiter auf andere Art. Und sie belohnen andere Mitarbeiter! Vor allem diejenigen in Kontrollfunktionen: Fast die Hälfte der Befragten Unternehmen erhöht die Grundgehälter der Beschäftigten, die im Risikomanagement, in der Rechtsabteilung oder im Bereich "Compliance" arbeiten, also für die Einhaltung von Regeln zuständig sind. In Europa sind es sogar 73 Prozent der Studienteilnehmer. Die Unternehmen reagieren damit auch auf die steigenden Regularien auf der ganzen Welt, beispielsweise für Banken.

Grundgehaltserhöhungen im Finanzsektor

Voraussichtliche Erhöhung der Gehälter im Finanzsektor nach Arbeitsbereich 2017 (weltweit)

Grundgehaltserhöhungen im Finanzsektor [© Mercer Global Financial Services Executive Compensation Snapshot Survey]

 

Um den Anforderungen der Regularien gerecht zu werden, zeigt sich laut der Studie zudem, dass, zumindest in Europa, die Unternehmen verstärkt Boni mit einer Einhaltung der Regeln im Unternehmen verknüpfen. Das gaben 52 Prozent der europäischen Finanzdienstleister an, in Nordamerika waren es hingegen nur 21 Prozent.

Unternehmenskultur statt Boni

Auch wenn die Boni nicht mehr das Mittel der Wahl dafür sind: Die Unternehmen wollen ihre Mitarbeiter nach wie vor halten und motivieren. 63 Prozent planen deshalb, in den kommenden zwölf Monaten die Richtlinien ihrer Vergütung anzupassen und 40 Prozent der in Europa ansässigen Unternehmen wollen die Lohngerechtigkeit in ihrer Organisation modifizieren. Immerhin 38 Prozent wollen aber auch die Richtlinien zum Elternurlaub überarbeiten. Modelle, die Mitarbeiter anders als mit finanziellen Mitteln belohnen, werden "immer populärer", sagte Raffaela Stutz, Vergütungsexpertin bei Mercer. Außerdem werde die Unternehmenskultur "immer wichtiger".

Für die Studie wurden 42 auf der ganzen Welt tätige Organisationen aus der Finanzwirtschaft in 14 Ländern befragt. 52 Prozent der Unternehmen hatten ihren Sitz in Europa. Die Ergebnisse der Studie zeigen auch, dass Europa bei den erwarteten Gehaltserhöhungen mit 1,4 bis 2 Prozent hinter Nordamerika (1,6 bis 2,6 Prozent) liegt. In Asien wird sogar ein Anstieg von 3,8 Prozent erwartet.

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