Partner von:

Der Klassiker: das Auswärtige Amt

3. Auswärtiges Amt

Seit eh und je zählt die Arbeit in einer der deutschen Botschaften im Ausland zu den begehrtesten Stationsplätzen. Die Aussicht, ein paar Monate als Expat zu leben und die Arbeit als Diplomat kennenzulernen, lockt regelmäßig mehr Bewerber an, als Plätze zu vergeben sind. Das Auswärtige Amt sortiert die Bewerber daher nach einer Punktzahl, die anhand von Kriterien wie beispielsweise Examensnote, zusätzliche Berufsausbildung oder Sprachkenntnisse errechnet wird.

Wie genau diese Merkmale bei der Bewertung einfließen, ist nicht bekannt. Wer aber nicht genommen wird, bekommt das ziemlich zügig mitgeteilt. Die Übrigen werden dann auf die vakanten Ausbildungsstellen in aller Welt verteilt. Dabei können sie zwar Vorlieben angeben, eine Garantie auf einen bestimmten Ausbildungsort gibt es aber nicht.

Beruhigend: Erfolgreiche Bewerber erzählen regelmäßig, dass die Examensnote allein kein K.O.-Kriterium ist; vorherige Auslandserfahrung soll aber ein maßgeblicher Faktor sein – egal, ob man schließlich bei der Botschaft im Iran, in Wien oder in Nicaragua landet.

4. Referendare in Presseredaktionen

Vorab: Eine Stage bei einem Medium mit rechtlichem Bezug dürfte wohl nur während der Wahlstation in Betracht kommen. Dazu unterscheidet sich die Arbeit als Rechtsjournalist zu sehr von der Praxis in den klassischen Juristenberufen. Das heißt aber nicht, dass eine Station in den Bereichen Online, Print oder TV vergeudete Zeit wäre: Denn wie der Journalist Sachverhalte für Leser und Zuschauer herunterbricht, müssen später auch Anwälte und Richter die Rechtslage einleuchtend erklären können.

Natürlich haben TV-Sender und große Verlage eigene Justitiariate. Wer gerne "was mit Medien" machen will, denkt meist aber eher an eine Arbeit in der Redaktion Stellen, die Journalismus mit Rechtskenntnissen kombiniert. Ein prominentes Beispiel aus dem öffentliche-rechtlichen Bereich ist die ARD-Rechtsredaktion ("Recht & Justiz"), die auch Referendare bei sich unterbringt.

Ähnlich wie beim Auswärtigen Amt zählt auch bei diesen Stationen nicht allein die Examensnote, sondern auch, welche Erfahrungen man in Hinsicht auf das Berufsbild bereits gesammelt beziehungsweise welches Interesse man gezeigt hat. Etwas mehr als ein Artikel in der Schülerzeitung darf es schon sein, eine echte journalistische Ausbildung wird hingegen kaum erwartet werden.

5. Arbeiten in Megametropolen

Asien ist der bevölkerungsreichste Kontinent der Erde und oft ein Schauplatz der Extreme, wo Arm und Reich nah beieinander leben. In den dortigen Ballungszentren finden sich von NGOs über Behörden bis zu (internationalen) Kanzleien meist zahlreiche mögliche Stationsziele.

So kann man beispielsweise in einer internationalen Wirtschaftskanzlei mitten in Bangkok Fälle im Arbeits- und Erbrecht bearbeiten, um im Feierabend auf völlig überfüllten Straßen Streetfood zu essen und im Urlaub zur Full Moon Party auf eine der Inseln des Landes zu reisen. Oder man setzt sich in einer Behörde der Reizüberflutung in Delhi aus, wo farbenfroher Alltag mit Staub- und Smogwolken kontrastiert.

Das ist meist mit geringerem finanziellem Aufwand verbunden als etwa eine Station in den USA, dafür aber mit höherem medizinischem: Sich vorher vom Arzt die passenden Impfungen verabreichen lassen gehört genauso zum Pflichtprogramm wie das Einpacken einer gut sortierten Hausapotheke.

nach oben

"Perspektiven für Juristen" gibt einen Überblick über Berufsbilder und bietet hilfreiche Tipps für die Studien- und Karriereplanung für angehende Juristen.

Verwandte Artikel

Hol dir Karriere-Infos,

Jobs und Events

regelmäßig in dein Postfach

Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

Das könnte dich auch interessieren