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Referendariat im Gesellschaftsrecht

Wie kamen Sie zu Ihrer Referendariatsstation bei Hengeler Mueller?

Ich kannte Hengeler Mueller dem Namen nach sogar schon in der Schule und habe dann während meines Jura-Studiums ein Sommerpraktikum in der Kanzlei gemacht. Der Kontakt zu meinem Tutor dort blieb erhalten, und es bestand das Angebot, bei Hengeler Mueller eine Station während meines Referendariats zu absolvieren. Mir war dabei wichtig, die Bereiche Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht, in letzterem speziell den Bereich Finanzierung, kennenzulernen - und ich wollte ins Ausland. Das hat auch geklappt: Den einen Teil meiner Anwaltsstation habe ich im Frankfurter Büro von Hengeler Mueller verbracht, den anderen im Londoner Büro.

Wie sah Ihr Arbeitsalltag aus?

In Frankfurt habe ich vorwiegend im Bereich Gesellschaftsrecht und M&A gearbeitet. Dabei ging es vor allem um Unternehmenskäufe, für die wir Kaufverträge entwerfen und später abwickeln. Dabei muss man vieles berücksichtigen: Besonderheiten des Unternehmens, Regelungen über den Kaufpreis, das Kartellrecht, und in meinem Fall auch die Zustimmung von Bundesbank und BaFin. Ich hatte das Glück, dass gerade das "Closing" einer großen Transaktion anstand, also der Vollzug eines Unternehmenskaufs. Hier habe ich an Telefonkonferenzen und Meetings mit Mandanten teilgenommen und dabei geholfen, den Vertrag und andere Dokumente fürs Notariat zu gestalten. Es war toll, so nah an einer Transaktion dran zu sein und sie komplett mitzuerleben - normalerweise bekommt man im Referendariat nur Teilaufgaben.

Und wie sah Ihre Arbeit in London aus?

Dort war ich im Bereich Finanzierung tätig. Ich habe also zum Beispiel an Vertragsdokumentationen für die Finanzierung von Unternehmen mitgearbeitet. Dazu gehören auch Recherchen zu einzelnen Problemen, etwa im Insolvenzrecht. Außerdem habe ich Mandantenanfragen beantwortet und Schriftsätze für Rechtsstreitigkeiten entworfen.

Welche Vorkenntnisse hatten Sie vor dem Start?

Vorkenntnisse sind immer hilfreich, aber letztlich betritt man bei den Hengeler-Mueller-Mandaten ohnehin zumeist Neuland. Gut ist, wenn man sich in neue Probleme schnell hineindenken kann. Es wird nicht erwartet, dass man fürs Referendariat als Spezialist in die Kanzlei kommt - das wird ja noch nicht einmal von Anwälten erwartet. Man arbeitet sich ein und lernt, die sich stellenden Fragen zu Ende zu denken. Außerdem haben die Kollegen bei Hengeler Mueller immer ein offenes Ohr, wenn man Fragen hat oder einzelne Themen diskutieren möchte.

Welche Tipps haben Sie für andere Jura-Studenten?

Man sollte im Referendariat und auch schon davor verschiedene Rechtsgebiete ausprobieren, die einen interessieren. Es hilft auch, sich mit Anwälten aus anderen Rechtsgebieten zu unterhalten. So versteht man, worum es in den Bereichen eigentlich geht und wie die Arbeit dort aussieht. Man sollte einfach neugierig sein.

Möchten Sie Ihrem momentanen Rechtsgebiet treu bleiben?

Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Ich habe mir mein Rechtsgebiet fürs Referendariat bewusst ausgewählt. Der Bereich Finanzierung hat etwa großen Bezug zum Sachenrecht, das mir viel Spaß macht. Der Grund dafür ist, dass das Sachenrecht in sich sehr schlüssig und logisch aufgebaut ist. Man kommt mit wenigen Grundprinzipien zur Lösung und auch wenn es kompliziert wird, kann man sich die Lösung erschließen.

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