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Was ist die größte Herausforderung während der Vorbereitung?

Was ist die größte Herausforderung während der Vorbereitung?

Das ist der Zeitdruck. Wir fangen im Oktober mit der Vorbereitung an und müssen innerhalb von sechs Monaten ein komplettes Auto entwickeln – vom leeren Blatt Papier bis zur Fertigstellung.

Wir legen Wert darauf, eigenständig zu arbeiten und alles allein durchzuführen. Nur wenn es eine technische Frage zur Fertigung oder zu bestimmten Kerntechnologien gibt, wenden wir uns an den Lehrstuhl oder an die Industrie. Finanziell und in der Fertigung werden wir von Sponsoren unterstützt.

Was könnte während des Rennens und kurz davor noch schiefgehen?

Alles, weil ja alles Prototypen sind. Ausfallgründe gibt es da genug.

Es ist aber auch erstaunlich, wie viel man in der letzten Sekunde noch schaffen kann. Selbst bei den Wettbewerben wird dauernd an den Autos gearbeitet, es gibt keine Minute, in der man nicht noch etwas überprüft oder ein paar Schrauben festzieht. Die Autos sind nie fertig, das ist in der kurzen Zeit nicht machbar.

Wie stehen eure Chancen auf den ersten Platz?

Natürlich sehen wir großes Potenzial in unseren Fahrzeugen. Wir haben in den letzten Jahren viel Wissen und Erfahrung gesammelt und einige Fahrzeugeigenschaften – zum Beispiel die Dynamik – sind bei uns im Vergleich zu den anderen Teams sehr gut entwickelt. Unsere Erfolgschancen stehen nicht schlecht.

… Wer ist euer stärkster Konkurrent?

Über die Jahre hinweg fahren immer die gleichen Teams an der Spitze mit. Bei den Verbrennern sind das die Rennteams aus Stuttgart und aus Oregon in den USA.

Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Nach diesem Jahr als Teamleiter verabschiede ich mich aus dem Racing-Team, da ich mich wieder verstärkt meinem Studium widmen möchte. Ich werde mein Bachelorstudium zu Ende bringen und anschließend den Master machen. Und was dann kommt? Mal sehen.

Viele, die in der Formula Student aktiv sind, gehen in Motorsport oder in die Automobilindustrie. Die Arbeit und Erfahrung in der Formula Student ist schwer durch ein Praktikum aufzuwiegen. Der Arbeitsumfang, die Konfrontation mit Problemen und das selbständige Arbeiten bringen einem persönlich sehr viel. Wo sonst hat man die Möglichkeit, ein Auto komplett zu entwickeln – inklusive aller Teilschritte? Bei der Entwicklung können wir machen, was wir wollen. Das macht das Projekt so spannend.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg bei euren nächsten Rennen, Max!

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