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Promotion mit Stipendium

Die meisten Stiftungen fördern eine Promotion mit einem Stipendium von zwei Jahren, oft kann man es um ein drittes verlängern. Der Höchstsatz entspricht meist in etwa dem Netto-Gehalt einer halben wissenschaftlichen Mitarbeiterstelle (rund 1.000 Euro/Monat steuerfrei). Hinzu kommt die ideelle Förderung, zum Beispiel durch Seminare, Aktivitäten in der Hochschulgruppe oder Betreuung durch Vertrauensdozenten vor Ort. In regelmäßigen Abständen erforderlich: der Bericht über den Stand der Dissertation mit aktualisierter Gliederung und Zeitplan.

Schöner promovieren - mit Stipendium

Manchmal gibt es nur wenige Alternativen zum Stipendium. Das gilt besonders in den Geisteswissenschaften: Dort sind Stipendien für etwa ein Drittel der Doktoranden die wichtigste Geldquelle. Auch für Doktoranden, die bereits eine konkrete Idee für ein Thema im Kopf haben, ist die Variante mit Stipendium die problemlosere. Sie tun sich manchmal schwer, die passende freie Stelle an einer Hochschule oder einem Unternehmen zu finden. Und wer ortsgebunden ist, ist mit dem Stipendium finanziell abgesichert und muss nicht auf das Entgegenkommen der örtlichen Universität vertrauen.

Warum hast du dich für die Promotion mit Stipendium entschieden?

Ich promoviere mit einem Stipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung. Ich war dort bereits während des Studiums Stipendiat und habe von deren finanzieller und ideeller Förderung profitiert. Zur ideellen Förderung gehört auch ein abwechslungsreiches Seminarprogramm. Die Inhalte reichen von gesellschaftspolitischen und kulturellen Themen bis hin zu Führungstrainings. Außerdem werden jedes Jahr auch Studienreisen angeboten. Einen zweiten Schwerpunkt bilden Veranstaltungen der Stipendiatengruppen an den Hochschulorten. Schließlich wurde vor einigen Jahren auch ein Mentorenprogramm gestartet, bei dem sich ehemalige Stipendiaten als Mentoren zur Verfügung stellen.

Wann arbeitest du an deiner Promotion?

Unter der Woche arbeite ich relativ regelmäßig rund neun Stunden täglich. Ab und zu auch am Wochenende, weil da immer viel Messzeit an den Kernspintomographen zu haben ist. An Werktagen muss ich die Messzeit mit vielen Kollegen teilen. Wenn wichtige Deadlines für wissenschaftliche Konferenzen anstehen, ist es daher oft notwendig, auf das Wochenende auszuweichen.

Welche Vor- und Nachteile hat die Promotion mit Stipendium nach deiner Erfahrung?

Die Vorteile sind außer der ideellen und finanziellen Förderung die Bereicherung des Lebenslaufes und der Respekt, den man vom Betreuer der Doktorarbeit dafür bekommt, dass man sich selbst finanziert und nicht auf deren Geld angewiesen ist. Vielen – aber nicht allen – Stipendiaten bleiben Sonderaufgaben wie Lehrveranstaltungen durch das Stipendium erspart. Das Stipendium ist steuerfrei, aber man zahlt im Gegensatz zu einer Anstellung keine Beiträge in die Sozialversicherungen. Das heißt, man muss auch eine eigene Krankenversicherung abschließen. Die Bewerbung für eine Graduiertenförderung ist auch recht aufwändig. Gegenüber der Stiftung ist man außerdem halbjährlich zu einem Fortschrittsbericht verpflichtet. Das kann aber auch ein Vorteil sein, weil man dadurch zielstrebiger arbeitet.

Wie sollten angehende Doktoranden ihre Promotion planen?

In den Naturwissenschaften ist es am wichtigsten, sich einen guten Betreuer für die Arbeit zu suchen, weil man sehr stark auf gute Teamarbeit und Gedankenaustausch mit erfahrenen Wissenschaftlern angewiesen ist. Empfehlenswert ist es meiner Meinung nach auch, mit dem Betreuer vorher das Vorgehen und einen möglichst genauen Zeitplan durchzusprechen und Meilensteine festzulegen. Das hat den Vorteil, dass nicht nur der Doktorand, sondern auch der Betreuer das Ziel nicht aus den Augen verliert. So verhindert man auch, dass sich die Promotion in die Länge zieht. Gerade in den Naturwissenschaften sollte man sich aber darauf einstellen, auf unvorhergesehene Schwierigkeiten zu stoßen. Nicht jede Fehlerquelle bei der Entwicklung und Erforschung einer Methode lässt sich vorhersehen.

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