Partner von:

Reisen für den kleinen Geldbeutel

Mädchen Strand Urlaub Meer Ferien (© Artem Beliaikin – unsplash.com)

© Artem Beliaikin – unsplash.com

Als Student ist am Ende des Gelds immer zu viel Monat übrig. Und dann rufen auch noch die Ferien. Wir verraten dir, wie du als Student besonders günstig reist. Und geben Tipps, wohin.

Buchung & Vorbereitung

  • Als Sparfuchs meidest du Hauptsaison und Schulferien und hältst deinen Reisezeitraum flexibel, damit du auf attraktive Last-Minute- oder Blind-Booking-Angebote (siehe unten) reagieren kannst. Reise-Experten raten: Buche innerhalb Europas etwa sechs Wochen vor Abflug. Laut einer Studie eines Reiseportals sind Flüge im Vergleich dienstags am günstigsten. Bist du zudem flexibel ist und fliegst abends, machst du noch ein größeres Schnäppchen. Als Faustregel gilt, dass du immer dorthin fährst, wo gerade niemand ist.
  • Wenn du außerdem beim Reiseziel, dem Transportmittel und der Unterkunft flexibel bleibst, sparst du zusätzlich im Vorfeld.
  • Generell vergleichst du Preise für Flug, Unterkunft und Transport auf verschiedenen Online-Portalen – buchst dann aber direkt beim Anbieter, wenn sich so Gebühren sparen lassen. Stiftung Warentest hat 2017 die großen Reiseportale untersucht: Die vier Portale Holidaycheck, Lastminute.de, Onlineweg.de und Weg.de erzielten immerhin die Note "Gut". Ob der Anbieter seriös ist, findest du anhand folgender Kriterien heraus: Sind die Angaben zur Reise vollständig? Ist der Reise-Anbieter klar zu identifizieren? Wer haftet für die gebuchte Reiseleistung?Hat das Portal seinen Sitz im Ausland?
  • Was für Buchungsportale gilt, trifft auch auf Flugportale zu: Informier dich online über die Flüge und kauf dein Ticket bei der Airline. Auf den Portalen kosten Flüge mitunter das Doppelte als beim Anbieter – so das Ergebnis einer Untersuchung durch Stiftung Warentest. 
  • Du planst deinen Urlaub lieber lange im Voraus? Dann pfeifst du auf Last-Minute-Angebote und nutzt Frühbucher-Rabatte.
  • Urlaubsgurus wissen Bescheid: Transportkosten sind oft das Teuerste an einer Reise sind. Deshalb wird dein Urlaub (pro Tag) umso billiger, je länger du an einem Ort bleibst.
  • Du sammelst natürlich nicht nur bahn.bonus-Punkte (was dir circa eine Freifahrt pro Jahr einbringt), sondern weißt auch, dass sich Payback-Punkte inzwischen in Flugmeilen umrechnen lassen.
  • Sei mutig und entdeck ein Ziel, das nicht auf jedermanns Reiseliste steht. So bieten osteuropäische Länder neben den günstigeren Transportmitteln und Unterkünften genauso viel Kultur und Geschichte wie andere europäische Ziele. Kleines Extra: Wenn du zurück aus dem Urlaub von deinen Erlebnissen erzählst, hören dir deine Freunde sicher besonders aufmerksam zu. Dass es "auf Mallorca auch schöne Ecken gibt", will wirklich niemand mehr hören. Wie du auf Mazedoniens Schlangeninsel Pelikane, Kormorane und Schildkröten getroffen hast, dagegen schon.

Apps zur Reiseplanung/Reise-Apps

  • Instagram: Warum nicht einfach die Instagram-Accounts als Reiseführer verwenden? Orientier dich an den Fotos, die dir gefallen und entscheide danach, wo dein nächstes Ziel liegen soll.
  • Währungsrechner-App: So bist du vor Ort immer über den aktuellen Wechselkurs informiert und weißt, wie viel du für Essen und Co. ausgibst
  • Booking.com & Kayak.com sind als Apps einfach zu bedienen und erleichtern dir die Buchung von Flügen und Unterkünften, auch wenn du schon unterwegs bist. Bei vielen Angeboten gibt es zudem eine kostenlose Stornierungs-Funktion – so bleibst du flexibel.
  • Sprach-Apps: Wenn du Basics der Landessprache weißt, erfährst du mehr über Land und Leute. Babbel und weitere Sprachen-Apps versprechen schon nach kurzer Zeit, das kleine Einmaleins des Smalltalks zu beherrschen.
  • Reiseblogs sind eine echte Alternative zum klassischen Reiseführer – zumindest teilweise: Du informierst dich über Geheimtipps und gehst gezielt deinen Interessen nach: Dir ist im Urlaub gutes Essen besonders wichtig? Zahlreiche Blogger legen ihren Fokus auf kulinarische Erlebnisse, zum Beispiel das Reisehappen-Team. Du willst als Frau alleine reisen, traust dich aber nicht so recht? Der Pink Compass hilft dir weiter und gibt Tipps, worauf du achten solltest.

Fortbewegung & Transport

  • Wenn dir Trampen zu unsicher und Mitfahrgelegenheiten zu nervenzehrend sind: Für längere Strecken sind Reisebusse oft die günstigste Alternative. Als e-fellows.net-Stipendiat kannst du dabei gleich deine Fernbus-Gutscheine einlösen.
  • Volle (Bewegungs-)Freiheit bietet dir ein Mietwagen, der oft günstiger sind, als du denkst: In Spanien ist es beispielsweise problemlos möglich, ein Auto ab 25 Euro am Tag zu mieten. Dienste wie Drivy bieten dir sogar die Möglichkeit, Autos von Privatpersonen zu leihen.
  • Obwohl InterRail-Tickets deutlich teurer geworden sind, ist der InterRail Global Pass (Ermäßigung bis 27 Jahre) immer noch eine vergleichsweise günstige Möglichkeit, bis zu 31 Ländern Europas kennenzulernen.
  • Auf dem Jakobsweg kommst du zwar nur mit 30 Kilometer am Tag voran, nutzt aber das günstigste Fortbewegungsmittel überhaupt: deine Beine.

Unterkunft & Übernachtung

  • Du kannst fast überall schlafen? Dann "genießt" du einige Gratis-Übernachtungen in Nachtzügen, Nachtbussen oder auf Flughäfen. PS: Ohrstöpsel und Schlafbrille nicht vergessen.
  • Mit einem Pilgerausweis (rechtzeitig bestellen!) übernachtest du kostenlos in den meisten Herbergen entlang des Jakobswegs (und kannst dort auch duschen und Wäsche waschen).
  • In Schweden, Norwegen, Finnland und Schottland, aber auch in einigen Teilen Dänemarks und der Schweiz, gilt das Jedermannsrecht, das es dir erlaubt, in der freien Natur zu zelten.
  • Irgendwo auf der Welt wartet dein Gegenüber: Du tauschst Wohnung oder WG-Zimmer mit einem Gleichgesinnten aus einem anderen Land und ermöglichst so gleich zwei Menschen einen günstigen Urlaub.
  • Über Dienste wie Couchsurfing, BeWelcome oder Hospitality Club kommst du vor Ort bei freiwilligen Gastgebern unter. Kommerzieller ausgerichtet sind Seiten wie Airbnb oder 9flats, bei denen Privatpersonen ihre Unterkünfte vermieten.
  • Als House-Sitter wohnst du mietfrei, solange die Besitzer selbst auf Reisen sind. Im Gegenzug bewachst du das Haus, betreust die Tiere oder gießt die Pflanzen.
  • Wenig bekannt: Campingplätze müssen sich nicht immer ab vom Schuss befinden. Am Nordrand von Granada gibt es zum Beispiele einen attraktiven und günstigen Platz, von dem aus man schnell in der Innenstadt ist.
nach oben

Im e-fellows.net wiki kannst du dein Wissen teilen und von den Erfahrungen anderer Stipendiaten profitieren.

Ab ins Ausland

Hol dir Karriere-Infos,

Jobs und Events

regelmäßig in dein Postfach

Kommentare (5)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

  1. Anonym

    Warum steht in so vielen Artikeln hier etwas über das Elbsteingebirge? Offiziell heißt es Elbsandsteingebirge, oft wird es auch Sächsische Schweiz genannt. Elbsteingebirge habe ich noch nie jemand sagen hören (und ich bin in Dresden geboren und in meinem Leben deshalb schon sehr oft dort gewesen). Zu empfehlen ist es aber auf jeden Fall. Gutes Schuhwerk und eine ordentliche Karte sind aber Pflicht und es sollte unbedingt auf die Natur geachtet werden (auch außerhalb der Kernzone des Nationalparks).

  2. Anonym

    Dass man in Herbergen am Jakobsweg kostenlos übernachten kann, stimmt nicht. Die Öffentlichen kosten 5-6€ pro Nacht, die privaten um die 12€. Außerdem wird meistens darauf geachtet, dass man tatsächlich den Weg geht und man darf (außer in Santiago) nur eine Nacht bleiben. (Trotzdem danke für den Tipp, er hat mich vor Jahren in einem ähnlichen Artikel auf die Idee gebracht, den Jakobsweg zu gehen. Das habe ich letztes Jahr gemacht und es war eine der besten Erfahrungen meines Lebens. Für jeden zu empfehlen!)

  3. Anonym

    "Falls du keine Lust hast, auf der Liege zu relaxen, kannst du die kleinen Dörfer in den Bergen erkunden, die auch 1.000 Jahre nach dem Untergang des byzantinischen Reiches noch dessen Sprache und Kultur aufrechterhalten." - des römischen Reiches.

  4. Anonym

    Lieber Robert, vielen Dank für deine Korrektur. Wir haben den Text entsprechend angepasst. Viele Grüße Lisa

  5. Anonym

    "Achtung: Die Preise fürs Surfen im EU-Ausland bleiben höher." – Das stimmt nicht, außer wenn Fair Use Grenzen überschritten werden: https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/roaming-tariffs.