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Wie kann ich sparen?

Geld, Dollar, Münzen [Quelle: pixabay.com, Autor: Olichel]

Quelle: pixabay.com, Olichel

Kein Kino, Konzert oder Kumpir? Quatsch! Wo du im Master sinnvoll Geld sparen kannst.

Wohnen

Wenn du fürs Praktikum in eine andere Stadt gehst, brauchst du nicht doppelt Miete zu zahlen. Dein Vermieter darf dir nicht verbieten, dein Zimmer unterzuvermieten, wenn du für Uni oder Job vorübergehend umziehen musst. Anders ist das bei Airbnb-Touristen: Zu denen kann er Nein sagen. Mietfreies Wohnen im Tausch gegen Engagement bieten einige Sozialprojekte an: Bei "Wohnen für Hilfe" leben Studenten mit Senioren oder Familien zusammen, helfen beim Einkaufen und müssen nur Nebenkosten zahlen. In Duisburg setzen sich Studenten bei "Tausche Bildung für Wohnen" als Bildungspaten für Kinder aus benachteiligten Familien ein.

Steuern und so

Wenn du mehr als 9.000 Euro neben dem Master verdienst, musst du Einkommensteuer zahlen. Dann kannst du die Kosten fürs Studium als sogenannte Sonderausgaben geltend machen: Semesterbeiträge, Fachbücher und Druckerpatronen zum Beispiel. Aber auch Flugtickets fürs Auslandssemester oder Fahrtkosten zum Campus. Wichtig: Bewahre alle Belege auf! Welche Versicherungen brauchst du? Mit Altersvorsorge und einer Berufsunfähigkeitsversicherung kannst du ruhig bis zum Berufseinstieg warten. Was ab deinem 25. Geburtstag wichtig ist: eine Haftpflichtversicherung und eine eigene Krankenversicherung. Hier lohnt es sich, Angebote und Tarife zu vergleichen. Frage immer nach Studententarifen. Manchmal hast du Glück, und es gibt Rabatte, wie auch bei Handyverträgen.

Essen

Jeden Tag Mensa? Muss nicht sein. Wenn du dich bei foodsharing.de registrierst, kannst du übrig gebliebene Lebensmittel aus Supermärkten, Restaurants oder Bäckereien kostenlos abholen und selbst zubereiten. Die Website mundraub.org zeigt an, wo es in deiner Nähe Bäume und Sträucher mit Obst, Nüssen und Kräutern gibt, die du umsonst ernten darfst. Über die App Too Good to Go (iOS/Android) kannst du für rund drei Euro Übriggebliebenes bei Bäckereien oder Supermärkten bestellen und kurz vor Ladenschluss abholen. Ideen, was sich aus den Resten im Kühlschrank zaubern lässt, liefert dir die App Zu gut für die Tonne (iOS/Android).

Reisen

Fährst du häufig weitere Strecken, kann sich die Bahncard 50 für dich lohnen. Bis zu deinem 27. Geburtstag bekommst du die so günstig, dass sie sich schon bei zwei, drei längeren Fahrten lohnt. Mitfahrgelegenheiten im Auto findest du online auf blablacar.de. Wenn du selbst hin und wieder ein Auto brauchst, kannst du dir eins ausleihen, zum Beispiel bei carsharing.de. Auf snappcar.de und drivy.de kannst du dein eigenes Auto untervermieten, wenn du auf Reisen bist oder gerade Geld brauchst. Für 15 Euro kriegst du den Internationalen Studentenausweis und damit in mehr als 130 Ländern Rabatte auf Verkehrsmittel, Unterkünfte oder Museen. Den zu beantragen lohnt sich: Dein deutscher Studentenausweis wird nicht überall im Ausland anerkannt.

Bücher

Bevor dich der Kauf aller Bücher der Literaturliste in den finanziellen Ruin treibt, schaue, welche du gebraucht bekommst oder ausleihen kannst. Bei der Fachschaft und auf Aushängen in der Uni erfährst du, ob Kommilitonen ihre Standardwerke loswerden wollen. Bücher, die du nur zum Vorbereiten auf eine Klausur oder eine Hausarbeit brauchst, holst du dir am besten gleich zu Semesterbeginn aus der Bibliothek. Ist die Ausgabe trotzdem schon vergriffen, lässt sie sich gegen eine kleine Gebühr via Fernleihe aus anderen Bibliotheken in Deutschland bestellen. Deine alten Fachbücher kannst du auf Websites wie studibuch.de weiterverkaufen. Nachdem du dort die ISBN-Nummern eingegeben und den Zustand deiner Bücher bewertet hast, wird dir ein Preisvorschlag gemacht. Nimmst du ihn an und schickst dein Buch ein, hast du ein paar Tage später das Geld auf deinem Konto. Auch den Copyshop kannst du dir sparen: Mit der App CamScanner (iOS/Android) kannst du Textpassagen aus Bibliotheksbänden mit dem Handy einscannen und dann auf printpeter.de hochladen. Drei Tage später bekommst du deine Unterlagen kostenlos per Post zugeschickt, in Farbe ausgedruckt und gebunden. Dafür sind die Seiten allerdings mit Werbung versehen.

Pro-Tipp: Behalte deine Ausgaben im Blick

Jeder fünfte Student gibt monatlich mehr aus, als er reinbekommt, hat die aktuelle Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks ergeben. Die Studie zeigt: Im Schnitt haben Studenten in Deutschland 918 Euro im Monat zum Leben. Bei den meisten wird das Konto am Monatsanfang gleich wieder mit mehr als der Hälfte für Fixkosten wie Miete, Handy und Versicherungen belastet. Mit Apps wie Meine Ausgaben (für iOS) oder Meine Finanzen (für Android) kannst du den Überblick über deine Ausgaben behalten. Sie helfen dir, jeden Betrag zu erfassen, speichern regelmäßige Kosten und zeigen dir in Diagrammen auf, wie viel Geld du in den unterschiedlichen Kategorien ausgegeben hast. Und sie zeigen, woran du sparen kannst.

© ZEIT ONLINE (Zur Original-Version des Artikels)

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