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Förderung der katholischen Kirche

Das Cusanuswerk ist das Begabtenförderungswerk der katholischen Kirche und vergibt Stipendien an katholische Studenten und Promovierende aller Fachrichtungen. Diese stehen ihnen während des Studiums und der Promotion zur Verfügung.

Das Begabtenförderungswerk fördert seine Stipendiaten zum einen durch ein finanzielles Stipendium, zum anderen im Rahmen der ideellen Förderung durch ein umfangreiches Bildungsprogramm. Seit seiner Gründung im Jahr 1956 hat das Cusanuswerk rund 10.000 Studierende und Promovierende ideell und finanziell unterstützt, die bereit sind, in Kirche sowie Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur oder Medien Verantwortung zu übernehmen. Das Cusanuswerk hat den Auftrag, diese herausragenden katholischen Studierenden und Promovierenden zu unterstützen und sie zu befähigen, Dialoge anzustoßen und ihre Talente und Fähigkeiten in allen Bereichen einzubringen, die die Gesellschaft prägen.

Bewerbung und Auswahlverfahren

Im Cusanuswerk gibt es verschiedene Auswahlverfahren, die eine Bewerbung ermöglichen. Diese Verfahren werden durchgeführt für:

1. Studienanfänger an

  • Universitäten oder diesen gleichgestellten Hochschulen
  • Fachhochschulen

Bewerbungsschluss: Juli des jeweiligen Jahres

Finale Zusage: September/Oktober des jeweiligen Jahres

2. Studierende an

  • Universitäten oder diesen gleichgestellten Hochschulen
  • Fachhochschulen
  • Kunsthochschulen
  • Musikhochschulen

Bewerbungsschluss: August des jeweiligen Jahres

Finale Zusage: März/April des folgenden Jahres

3. Promovierende in der Promotion oder während eines forschungsorientierten Aufbaustudiums

Bewerbungsschluss: 1. November/1. Juni des jeweiligen Jahres

Finale Zusage: im folgenden März/November

Die meisten Bewerber stellen sich über die Selbstbewerbung beim Cusanuswerk vor. Darüber hinaus kann man auch von Professoren, der Schulleitung der Heimatschule, von Religionslehrern und Priestern, Mitarbeitern der Hochschulpastoral sowie von ehemaligen Stipendiaten, den sogenannten Altcusanern, vorgeschlagen werden. Selbstbewerbungen und Vorschläge werden im weiteren Verfahren gleichberechtigt behandelt. Nach Einreichung der schriftlichen Bewerbungsunterlagen (u. a. ausformulierter Lebenslauf, Zeugnisse, ggf. Immatrikulation) wird man im besten Fall zur Hauptauswahl zugelassen: In persönlichen Gesprächen mit Fachgutachtern, Mitarbeitern der Hochschulseelsorge und der Geschäftsstelle des Cusanuswerks kann man sich als Person, die eigenen fachlichen Leistungen, das Reflexionsvermögen, Engagement sowie die persönlichen Interessen vorstellen. Eine Jury aus allen oben genannten Gruppierungen berät abschließend über die Aufnahme ins Cusanuswerk. Die Bewerber werden schriftlich über eine Zu-/Absage informiert.

Wer hat gute Chancen aufgenommen zu werden?

Formale Voraussetzungen für eine Bewerbung sind

  • katholische Konfession,
  • deutsche Staatsangehörigkeit (Informationen für ausländische Studierende finden sich auf der Webseite des Cusanuswerks) und
  • Abiturzeugnis/Hochschulzugangsberechtigung bzw. Immatrikulationsbescheinigung.

Neben diesen formalen Kriterien gibt es einige Voraussetzungen hinsichtlich der Persönlichkeit und der Interessen der Stipendiaten. Wenn du:

  • hervorragende fachliche Leistungen, ein hohes Reflexionsvermögen, interdisziplinäres Interesse sowie Neugier und Kreativität mitbringst,
  • Diskussionen gegenüber aufgeschlossen bist, gerne Fragen stellst und dich nicht mit einfachen Antworten zufriedengibst sowie bereit bist, Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen,
  • dich mit den Themen von Glauben, Spiritualität und Kirche kritisch und reflektiert auseinandersetzt und neue Erfahrungsräume für diese Auseinandersetzung suchst,

bist du ein passender Kandidat für das Cusanuswerk und solltest nicht zögern, dich zu bewerben!

Tipps zur Bewerbung

Natürlich gibt es kein Patentrezept für eine Bewerbung beim Cusanuswerk. Dennoch helfen vielleicht einige Hinweise, um leichter in den Bewerbungsprozess hineinzufinden: Grundsätzlich sollte man wissen, dass sich die Bewertung aus drei Säulen zusammensetzt: Fachliche Leistungen, gesellschaftliches Engagement sowie der gelebte christliche Glaube. Die fachlichen Leistungen werden einerseits über Zeugnisse und universitäre Leistungsübersichten, andererseits auch über die Fachgespräche und Gutachten von Hochschullehrern erfasst. Im ausformulierten Lebenslauf sowie in den persönlichen Gesprächen hast du die Möglichkeit, deine Persönlichkeit und dein gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein vorzustellen. Hierbei geht es nicht darum, den perfekten Lebenslauf ohne Ecken und Kanten zu präsentieren, sondern die Fragen, Aktivitäten, Themen und Lebensstationen zu reflektieren, die dich als Person auszeichnen und prägen. Auch besondere Lebensleistungen wie die Überwindung einer schweren Krankheit, ein zweiter Bildungsweg oder die Gründung einer Familie parallel zum Studium oder zur Promotion werden hierbei berücksichtigt.

Was meint jedoch in diesem Zusammenhang der gelebte christliche Glaube? Es geht darum, dass du zeigst, inwiefern du dich reflektiert und kritisch mit Fragen und Themen des Glaubens, der Spiritualität und der Kirche auseinandersetzt und dass du ein weiterführendes Interesse hast, diesen Diskursen und Erfahrungen nachzugehen. Das Cusanuswerk versteht sich dabei als Erprobungsraum für diese Auseinandersetzungen.

Für die persönlichen Gespräche bedarf es keiner speziellen Vorbereitung. Du solltest dich am besten schon mit dem Cusanuswerk, den Fördermöglichkeiten und dem Programm auseinandergesetzt haben und insgesamt ein Interesse an aktuellen gesellschaftlichen Themen mitbringen. Sollten im Bewerbungsprozess Fragen auftauchen, kannst du dich immer an den für deine Auswahl zuständigen Referenten in der Geschäftsstelle wenden.

Was macht das Cusanuswerk so besonders?

Das Stipendium durch das Cusanuswerk ist Befähigung durch finanzielle, wissenschaftliche und geistliche Förderung. Und vor allem Befähigung durch eine Gemeinschaft von Menschen, die auf unterschiedlichste Art und Weise studieren, glauben und leben, dabei aber in ihrem Engagement, ihrer Entdeckungslust und ihrer gegenseitigen Wertschätzung miteinander verbunden sind. Diese Vielfalt ist Cusanuswerk und mit dieser Vielfalt begleitet das Cusanuswerk seine Stipendiaten auf ihrem Lebensweg.

Bildungsprogramm

Das Highlight des Bildungsprogramms sind die Ferienakademien: Zusammen mit ca. 80 Mitstipendiaten verbringt ihr wie bei einer "summer school" zwölf Tage in einem Tagungshaus und nehmt an Vorträgen und Workshops zu einem bestimmten Thema teil. Ergänzt wird das offizielle Programm durch stipendiatisch organisierte Gruppenaktivitäten wie Ausflüge, Cocktailpartys und Weinproben und die stipendiatischen Angebote im "Open Space": von Impro-Theater, Chor und Ultimate Frisbee über einen fachlichen Vortrag oder interaktiven Workshop bis hin zu einem Bericht über ein Auslandssemester oder Praktikum ist alles dabei.

Ein weiterer Teil des Bildungsprogramms sind die teilweise gemeinsam von ehemaligen und aktuellen Stipendiaten jährlich organisierten Fachschaftstagungen, die eine Vielzahl aktueller Themen (Politik, Gesellschaft, Recht, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Naturwissenschaften und Technik, Kulturwissenschaften und Künsten, Theologie und Philosophie) umfassen. Diese Veranstaltungen, die meistens ein verlängertes Wochenende andauern, sind die perfekte Möglichkeit, sich auch interdisziplinär weiterzubilden und zu vernetzen.

Geistliches Programm

Ergänzt wird das Bildungsprogramm des Cusanuswerks durch ein ebenso vielseitiges Geistliches Programm, das beispielsweise Pilgerfahrten, spirituell-thematische Wochenenden und Kooperationsveranstaltungen mit den anderen religiösen Förderwerken, dem Avicenna-Studienwerk, dem Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (ELES) und den Evangelischen Studienwerk Villigst, beinhaltet. Eine Besonderheit stellen die ora-et-labora-Wochen im Cusanushaus Mehlem und in der Zukunftswerkstatt SJ (Frankfurt St. Georgen) dar, wo studierende und promovierende Cusaner für intensive Arbeitsphasen gemeinsam ihren Alltag teilen. Die Teilnahme an allen Angeboten des Geistlichen Programms ist freiwillig.

Tutorielle Begleitung

Darüber hinaus steht allen Stipendiaten in der Geschäftsstelle des Cusanuswerks eine feste Ansprechperson während der gesamten Förderzeit zur Seite. Die tutorialen Begleiter beraten die Geförderten bei Fragen zum Studium und der Promotion sowie zu den Fördermöglichkeiten des Cusanuswerks. Dadurch können die Stipendiaten einzeln, insbesondere die spezifische Biografie, in den Blick genommen und die Persönlichkeitsentwicklung individuell unterstützt werden.

Dein Engagement ist gefragt!

Abseits des offiziellen Programms, das größtenteils von den Mitarbeitern der Geschäftsstelle des Cusanuswerks organisiert wird, können sich alle Stipendiaten und Ehemaligen in vielen weiteren Gruppierungen einbringen. Vor Ort kannst du dich deiner Hochschulgruppe anschließen, gemeinsame Aktionen planen, einen Mensastammtisch initiieren und dich interdisziplinär und über verschiedene Studienabschnitte hinaus vernetzen.

Für einen thematischen und fachlichen Austausch findest du Anschluss in den Fachschaften (s. o.) und in den Initiativen. Während die Fachschaften nach Fachgruppen aufgeteilt sind, bearbeiten die Initiativen unterschiedliche Themen: Die Ini Teilen stellt zum Beispiel entwicklungspolitische Spendenprojekte vor, die Ini Psy befasst sich mit psychischer Gesundheit und die Ini MUNICH bereitet sich als Gruppe von Stipendiaten darauf vor, in New York an den National Model United Nations teilzunehmen.

Darüber hinaus ist das Cusanuswerk auch für seine stipendiatische Mitbestimmung bekannt: In den stipendiatischen Gremien kannst du wesentlich Einfluss auf die Gestaltung des Bildungsprogramms und des Geistlichen Programms nehmen. Zudem vertreten gewählte Vertreter stipendiatische Interessen im Beirat sowie in den werksübergreifenden Gremien des StipFor und der PI. Das Cusanuswerk bietet damit ein vielfältiges Spektrum an Angeboten der Mitarbeit, Gestaltung und Vernetzung, die du nach eigenen Interessen und Möglichkeiten wahrnehmen kannst!

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