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Lerntechniken im Studium

Kann ich meine Sinne trainieren, um sie beim Lernen noch besser einzusetzen?

Schon allein das Trainieren der Sinne ist ein super Gedächtnistraining. Der Geruchssinn ist in unserem Alltag heute gar nicht mehr so wichtig, weil wir unsere Lebensmittel verpackt im Supermarkt kaufen und nicht mehr daran riechen, um die Genießbarkeit zu überprüfen. Die Sinneswahrnehmung über die Nase ist aber eine große Leistung unseres Gehirns. Als Übung hilft es schon, dass man an Kräutern riecht und zu erkennen versucht, ob man Oregano oder Thymian vor der Nase hat. Das ist ein gutes Grundtraining und man wird feststellen, dass man sehr schnell Fortschritte macht.

Es gibt ja die Unterscheidung zwischen vier Lerntypen – auditiv, visuell, motorisch und kommunikativ. Sollte ich mich besser auf meine liebste Lernform konzentrieren, oder auch weitere Lerntechniken nutzen, die mir auf den ersten Blick nicht entsprechen?

Natürlich macht es Sinn, sich auf das zu konzentrieren, was man schon gut kann. Wenn man beim Zuhören nicht so gut lernen kann, ist es nicht naheliegend, einen Podcast zum jeweiligen Thema zu hören. Trotzdem sollte man das Auditive nicht komplett ausschließen. Denn vielleicht kann man ganz wunderbar lernen, wenn man sich den Lernstoff auf sein Smartphone einspricht und die Aufnahme anschließend laut anhört. Man sollte offen sein, neue Dinge auszuprobieren. Oft hat man ja ein Schema, wie man am besten lernen kann und verpasst so vielleicht tolle Chancen, sich den Stoff noch anders einzuprägen.

Du machst gerade eine Schauspielausbildung – wie lernst du deine Texte?

Lustigerweise habe ich strengstes Verbot, dafür meine Techniken anzuwenden. Ich beziehe sie zwar unterbewusst in meinen Lernprozess ein, aber ich verwende keine Routen. Denn es geht ja später darum, den Text aus der Situation heraus zu spielen. Wenn ich da in meinem Kopf eine Route abgehen würde, wäre das kontraproduktiv. Aber wenn man viel Zeit zum Lernen hat oder eineinhalbstündige Theatertexte lernen muss, dann kann man auch Routen nutzen. Denn am Ende sind die Routen ja nur die Transportmittel ins Langzeitgedächtnis. Wenn ich den Text die ganze Zeit spreche, dann verschwindet die Route wieder und allein der Text bleibt übrig. Wenn man also zwei, drei Monate Probenzeit hat, kann man auch mit dieser Technik lernen. Aber beim kurzfristigen Lernen von Texten würde ich keine Routen nutzen, damit das Spiel authentisch bleibt und man sich ganz auf den Text konzentrieren kann.

Welche Lerntechnik würdest du jedem Studenten empfehlen?

Das ist tatsächlich die Loci-Methode. Sie ist der einfachste Weg, sehr viele Informationen ganz schnell abzuspeichern. Ich finde es jedes Mal selbst wieder faszinierend, wie effizient – und mit wie viel Spaß – man damit lernen kann. Man muss ja oft Fakten parat haben und mit dieser Technik kann man dabei wirklich viel Zeit sparen.

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