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Per "Open Call" zum Traum-Gap Year

Tiflis

Quelle: Unsplash.com, Mostafa Meraji

Du suchst nach einer Auszeit, in der du zu dir selbst findest und gleichzeitig anderen hilfst? Dann ist der Freiwilligendienst des Europäischen Solidaritätskorps das Richtige für dich. Und wie viel kostet dich das Ganze? Nichts! e-fellows.net-Stipendiatin Marlene berichtet von ihren Erfahrungen in Georgien.

Kurze Beschreibung deines Freiwilligendienstes in Georgien

Zwischen Schule und Abitur habe ich ein halbes Jahr mit dem ESK, dem Europäischen Solidaritätskorps (früher Europäischer Freiwilligendienst) in Georgien verbracht und dort einen Freiwilligendienst absolviert. Im Rahmen meines Freiwilligendienstes habe ich die Jugendorganisation "Droni" aus Tiflis bei lokalen Aktionen wie bei Cleaning-Events oder Sprachkursen unterstützt und bei der Überarbeitung der Webseite geholfen.

Über dieses Programm der EU, das auch Partnerländer wie Georgien oder die Türkei mit einschließt, kann man sich bei verschiedenen Organisationen im Ausland für einen Freiwilligendienst bewerben. Das Programm ist nicht nur kostenlos, sondern man wird sogar monatlich entschädigt. Das heißt, sämtliche Wohnungs- und Transportkosten sind gedeckt und man erhält zudem ein monatliches Reise- und Essensgeld.

Grundsätzlich bewirbt man sich bei einer Sendeorganisation hier in Deutschland, die Kontakt zu einer Aufnahmeorganisation im Ausland hat. Der Freiwilligendienst kann dann in verschiedenen Bereichen absolviert werden und es werden unterschiedliche Fähigkeiten gefordert: Von Landwirtschaft über Jugendarbeit bis hin zu Seniorenpflege ist alles mit dabei. Auf der Website des Europäischen Solidaritätskorps kann man sich einen Überblick über die verschiedenen Optionen verschaffen und sich außerdem über das Portal ganz einfach per Online-Formular bewerben.

Wann und warum hast du dich für einen Freiwilligendienst in Georgien entschieden?

Ich habe mich zunächst nicht aktiv für den europäischen Freiwilligendienst in Georgien entschieden. Diese Möglichkeit hat sich vielmehr so ergeben. Nachdem mein ursprünglich geplantes Gap Year in Guatemala aufgrund der Covid-19-Pandemie nicht mehr umsetzbar war, habe ich mich für einen "Open Call" der Organisation NaturKultur e.V. aus Bremen beworben. Auf solch einen "Open Call" hin, wird einem ein zufällig ausgewählter Freiwilligendienst in Europa oder in einem der europäischen Partnerländer zugewiesen.

Für mich hieß das dann: ab nach Tiflis, in die Hauptstadt des wunderschönen Georgiens. Die finale Zusage habe ich - nachdem ich mich im Juli 2020 beworben hatte - im Dezember erhalten.

Haben sich deine Erwartungen erfüllt?

Meine Erwartungen wurden weit übertroffen. Ich bin davon ausgegangen, alleine in einer Wohnung zu sitzen, mich in Online-Meetings zu langweilen und wegen der Covid-19-Pandemie keinerlei Reisen unternehmen zu können. Außerdem habe ich von Georgien ein eher negatives Bild gehabt: Kriminalität, Armut und eine instabile Entwicklung. Beinahe jede dieser Erwartungen hat sich als das Gegenteil herausgestellt: Ein internationales Umfeld, beinahe wöchentliche Reisen und eine total abwechslungsreiche Arbeit - das war mein neues Leben.

Wem würdest du den europäischen Freiwilligendienst weiterempfehlen?

Wer den europäischen Freiwilligendienst antritt, sollte sich der Arbeit bewusst sein. Natürlich kann man nicht nur reisen, sondern ist wie bei einem Praktikum an feste Arbeitszeiten gebunden. Außerdem sollte man offen auf fremde Menschen zugehen und gerne Zeit in der Gruppe verbringen, denn auf gemeinsame Aktivitäten wird sehr viel Wert gelegt. Wer gerne Neues lernen möchte, aktiv an Veränderungen mitarbeitet und sich schon gut selbst organisieren kann, ist hier genau richtig.

Da sämtliche Kosten von der EU übernommen werden, ist dieser Freiwilligendienst außerdem besonders gut mit einem kleinen Budget vereinbar. Das zusätzliche "Reisegeld" ermöglicht dann sogar zusätzliche Unternehmungen.

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