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Wenn drei Studierende eine App entwickeln

Studierende haben eine Fitness-App bei BWI entwickelt [Quelle: BWI]

Quelle: BWI

Max, Nele und Timon waren alle drei noch im Studium, als sie nach eigenen Ideen und von Grund auf eine Fitness-App für die Bundeswehr entwickelten. Als dual Studierende bei BWI bekamen sie die Chance, eigene Ideen und Innovationen zu verwirklichen – und konnten die App direkt live erproben.

Wie seid ihr als Studierende auf BWI aufmerksam geworden?

Max: Ich war beim IT-Recruiting-Day, dem Recruiting-Event von BWI für Studierende. Dort haben wir am ersten Tag künftige Kolleginnen und Kollegen kennengelernt, die uns die umfangreichen Einsatzmöglichkeiten bei BWI vorgestellt haben. Diese Vielfalt hat mich gleich überzeugt. Am zweiten Tag fanden direkt Vorstellungsgespräche statt und ich habe schon auf dem Heimweg erfahren, dass ich einen Platz im dualen Master@BWI-Programm bekomme.

Nele: BWI bietet so eine Breite an Themen in ihrem Masterprogramm an – da habe ich mich ziemlich schnell wiedergefunden und Ende 2018 beworben.

Timon: Ich habe als Schüler beim Girls' and Boys' Day von BWI mitgemacht, um mich über das duale Bachelor-Studium zu informieren – direkt nach dem Abitur habe ich mich dann beworben.

Wie kam es zu der Idee für die App?

Max: Ich musste im Studium eine Hausarbeit zum Thema Innovationsmanagement schreiben und habe dafür mit meiner Chefin gebrainstormt: Welche Innovationen sind in der Gesundheitsversorgung der Bundeswehr denkbar? Zur gleichen Zeit gab es eine Kampagne von BWI innoX, einer Innovationseinheit von BWI – dort haben wir unsere Idee für eine Fitness-App eingereicht. Von 180 eingereichten Ideen wurden zehn ausgewählt, um sie der Geschäftsführung vorzustellen, und meine war dabei. Die Idee wurde anschließend gemeinsam mit BWI innoX aufgearbeitet, bevor ich selbst die Idee vor der Geschäftsführung pitchen durfte. Diese Innovationskampagne war eine tolle Möglichkeit, mich in das Unternehmen einzubringen!

Und was führte dazu, dass die App auch tatsächlich umgesetzt wurde?

Max: Direkt nach dem Pitch hat die Geschäftsführung fünf Ideen ausgewählt, die als Experiment umgesetzt werden sollten – und unsere Idee war wieder dabei! Ein Experiment bei BWI bedeutet: Eine Idee wird methodisch angelegt, agil weiterentwickelt und möglichst praxisnah getestet. Am Ende steht ein Prototyp und die Entscheidung, ob die Idee für eine Übernahme ins BWI-Portfolio weiter ausgearbeitet wird.

Ein Projektleiter der Innovationseinheit BWI innoX hat unser App-Experiment begleitet. Er hat uns von Beginn an unterstützt, zum Beispiel bei der Konkretisierung der Idee, bei Workshops und mit Input zum Basis-Fitnesstest. Außerdem sind Nele und Timon mit ins Projekt eingestiegen, weil wir für die Umsetzung noch Unterstützung brauchten. Am Ende der Experiment-Phase hatten wir einen Design-Prototypen, also eine klickbare Oberfläche. Das Ergebnis war so gut, dass wir unser Projekt auch über den vorgesehenen Zeitraum hinaus weiterentwickeln durften.

Welchen Mehrwert bringt deine Idee der Bundeswehr?

Max: Die App-Idee zielte auf die Fitness und Gesundheit von Soldaten ab. Für das Experiment war der erste Anwendungsfall der Basis-Fitnesstest der Bundeswehr. Den müssen alle Soldaten einmal im Jahr absolvieren, um ihre Fitness nachzuweisen. Derzeit wird dieser Test noch komplett auf Papier durchgeführt: Die Ergebnisse der Soldaten werden auf Listen eingetragen, die vorher ausgedruckt werden müssen. Anschließend muss derjenige, der den Test abnimmt die handgeschriebenen Ergebnisse wieder am Computer abtippen und weiterleiten.

Mit der App sollen diese papierbasierten Prozesse komplett abgeschafft und digitalisiert werden. Damit spart man Zeit, Papier und unterstützt den Zugführer, der den Test abnimmt. Denn die App legt auch die Vorschriften dar, nach denen der Test durchgeführt werden muss, und rechnet automatisch Punktzahlen aus.

Welche Rolle hattet ihr im Projekt, Timon und Nele?

Nele: Ich bin zum Projekt gestoßen, als es schon in der Umsetzung war. Da ich mich bereits im Studium mit agilen Methoden beschäftigt hatte, konnte ich dieses Wissen hier einbringen. Ich habe mich um die Einführung geeigneter Projektmanagement-Tools gekümmert und zum Beispiel Jira auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten. Ich war auch die Schnittstelle zu den extern am Projekt beteiligten Personen. Wir haben mit einem Hauptmann der Bundeswehr zusammengearbeitet, der viele Ideen einbrachte – zu ihm habe ich den Kontakt gehalten. Außerdem habe ich die Anforderungsdokumentation und die Darstellung von Use Cases übernommen.

Timon: Ich war der Software-Entwickler. Nachdem das User-Experience-Design fertig war und somit feststand, wie die App aussehen und funktionieren soll, habe ich den ersten und später den zweiten Prototypen entwickelt.

Wie bist du bei der Entwicklung der App vorgegangen?

Timon: Das User-Interface war schon festgelegt, als ich ins Projekt eingestiegen bin. Ich hatte Bilder davon, wie die App aussehen sollte und Max hat mir die allgemeine Funktionsweise erklärt. Es gab auch schon einen Klickdummy, also eine Vorlage, bei der man sich von Bild zu Bild klicken kann.

Auf dieser Basis habe ich zunächst eine Datenstruktur für die App entwickelt, mir also überlegt: Welche Daten müssen gespeichert werden und wie sind sie miteinander verknüpft? Anschließend habe ich die verschiedenen Screens für die App entwickelt und schließlich den jeweiligen Screen mit der Datenlogik verknüpft. Das Ergebnis war dann ein funktionierender Prototyp.

Gab es bei der Programmierung auch "harte Nüsse" zu knacken?

Timon: Für manche Bereiche konnte ich Standardlösungen implementieren, für vieles musste ich aber Individuallösungen entwickeln. Auch die Verschlüsselung der Datenbank war eine harte Nuss.
Wie funktionierte die Zusammenarbeit im Team?

Max: Sehr gut. Alle im Team waren motiviert und wollten, dass bei Projektende etwas Gutes herauskommt. Der Vorteil war, dass wir das Projekt mit Jira durchgeführt haben – das war sehr praktisch für die Organisation. Einmal in der Woche hatten wir einen Jour Fixe, um uns abzustimmen. Wir haben uns immer eng ausgetauscht und viel telefoniert.

Wie konntet ihr sicherstellen, dass die Anforderungen der Bundeswehr in vollem Umfang berücksichtigt werden?

Nele: Der regelmäßige Kontakt zum Hauptmann der Bundeswehr war dabei natürlich sehr wichtig – er hat auch an Workshops teilgenommen und uns erklärt, wie der Basis-Fitnesstest funktioniert und worauf es bei der digitalen Lösung ankommt.

Zusätzlich haben wir mit unserer App einen Praxistest durchgeführt: Wir waren an der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf bei Münster. Dort haben zwei Soldatengruppen den Fitnesstest absolviert – die eine Gruppe auf herkömmliche Art und Weise, die zweite mit unserer App. Es hat echt Spaß gemacht, den Prototyp mit potenziellen Nutzerinnen und Nutzern zu testen und ihre Reaktionen auf unsere App live mitzubekommen. Das Feedback war sehr positiv und kleinere Änderungsvorschläge haben wir im weiteren Projektverlauf direkt umgesetzt

Welche Herausforderungen gab es bei der Entwicklung und bei der Umsetzung?

Max: Die Herausforderung war, mit dem vorgegebenen Budget das maximale Ergebnis zu erzielen. Wir wollten am Ende nicht nur einen Design-Prototyp vorweisen, sondern einen funktionierenden Prototypen, welchen wir direkt mit den Soldatinnen und Soldaten erproben können. Hier war Timon wirklich die Lösung, weil er inhouse die Entwickelung durchführen konnte.

Nele: Die Zeit war eine Herausforderung, denn das Experiment war offiziell nach etwa sechs Monaten zu Ende. Zu diesem Zeitpunkt wollten wir schon etwas in der Hand haben. Das Projekt wurde fachlich von uns Studierenden umgesetzt, gleichzeitig haben wir aber auch noch andere Projekte betreut. Auch das Prozess-Know-how war eine Herausforderung: Wir mussten uns überlegen, wen wir zu welchem Thema ansprechen, wer wo helfen kann. Aber unsere Führungskräfte und die Projektleitung haben uns kräftig unterstützt.

Was hat euch am Projekt am meisten Spaß gemacht?

Max: Eigene Ideen einzubringen, weiterzuverfolgen und sie jetzt sogar aktiv in der Umsetzung zu sehen. Super war auch der Besuch der Sportschule, wo wir die App das erste Mal live getestet haben. Das ganze Team war begeistert, dass die langen Überlegungen, Arbeiten an der Umsetzung und Tests schlussendlich im Livebetrieb funktioniert haben!

Nele: Die Zusammenarbeit im Team hat super geklappt und Spaß gemacht. Der Austausch mit den Soldatinnen und Soldaten, die unsere Idee am Ende anwenden, war toll. Mein persönliches Highlight war der Besuch der Sportschule.

Timon: Ich fand es super, dass mir für die Entwicklung viele Freiheiten gelassen wurden. Ich konnte mich einbringen und mitbestimmen, wie der Prototyp aussieht und konnte eine App entwickeln, hinter der ich zu hundert Prozent stehe. Ich habe also nicht nur nach Vorlage programmiert, sondern eigenständig entwickelt.

Wie geht es für euch bei BWI weiter?

Max: Ich bin nach meinem Master@BWI als Junior-Projektleiter im Bereich ERP Projekte Gesundheitsversorgung&Personal bei BWI eingestiegen. Dort leite ich eigene Projekte und übernehme Teilprojektleitungen.

Nele: Ich bin seit Oktober in der gleichen Abteilung wie Max. Für mich ist das gerade eine wahnsinnig lehrreiche Zeit, meine Führungskraft ermöglicht mir vieles, ich kann mich optimal entwickeln und auch als duale Studentin schon Verantwortung übernehmen!

Timon: Ich bin jetzt im vierten Semester und habe noch drei weitere vor mir. Im Lizenzmanagement werde ich mich weiterhin voll einbringen und auch in anderen Projekten Software entwickeln.

Was ist für euch das Besondere an BWI?

Nele: BWI ist sehr vielfältig. Egal ob man sich für IT-Sicherheit, IT-Architektur, IT-Infrastruktur oder IT-Beratung interessiert, hier gibt es vielfältige Einsatzmöglichkeiten.  
Außerdem haben wir mit der Bundeswehr einen spannenden Kunden. Seitdem ich bei BWI bin, merke ich erst, wie vielseitig die Bundeswehr ist – da gibt es ganz viele Aufgabenbereiche, die man sonst gar nicht so mitbekommt. Unsere Arbeitsatmosphäre bei BWI ist sehr gut, die Kolleginnen und Kollegen unterstützen sich gegenseitig und helfen immer gerne – das ist toll!

Timon: Ich arbeite im Lizenzmanagement – in anderen Firmen wäre ich damit nur auf diesen einen Bereich beschränkt. Bei BWI kann ich mich auch in anderen Bereichen umsehen, sehr viel dazulernen und mein Wissen aus dem Bachelor-Studium direkt in der Praxis anwenden.

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