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Und welche ETFs soll ich jetzt besparen?

Als Einsteiger kannst du über einen ETF-Sparplan auf den Weltaktienindex MSCI World nachdenken. Der MSCI World bildet den Börsenwert von 1.600 Unternehmen aus 23 Industrieländern nach, wobei er nur die (nach Börsenwert) größten Unternehmen berücksichtigt. Wenn du den Weltaktienindex besparst, gehst du damit sozusagen eine Wette darauf ein, dass die 1.600 stärksten Unternehmen der Welt weiterwachsen beziehungsweise an Wert zulegen. Weil der MSCI World so viele Unternehmen abbildet (das heißt, weil er so breit "streut"), gilt er als wenig riskant.

Diese Wette hat sich in der Vergangenheit ausgezahlt: Seit 1970 erzielten Anleger, die auf den MSCI World setzten, eine durchschnittliche Rendite von 6,8 Prozent im Jahr. Dieser Screenshot zeigt zum Beispiel die Wertentwicklung des ComStage MSCI World (ISIN LU0392494562) seit 2009, die bei über 200 Prozent liegt (verschiedene Verlustphasen inklusive) :

Natürlich kann niemand garantieren, dass sich solche Traumrenditen auch in die Zukunft fortsetzen – es lässt sich nur sicher sagen, dass relativ viele Anleger das im Moment glauben und deshalb in den Fonds investieren.

Wie lange muss ich mein Geld liegenlassen?

Das hängt von dir ab. Da du einmal gekaufte ETFs jederzeit wieder zum aktuellen Kurs verkaufen kannst, ist die Spardauer nicht vorgeschrieben.

Viele Experten empfehlen allerdings, so lange wie möglich mit dem Verkauf zu warten. Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, dass ETFs am besten als langfristige Wertanlage geeignet sind. Der MSCI World beispielsweise erzielte zwar in den letzten 50 Jahren erstaunliche Renditen – aber eben nur im Durchschnitt. Es waren also immer auch Jahre darunter, in denen der Kurs abstürzte und der Index Verluste hinnahm. Wenn du deine Papiere in solch einem Verlustjahr verkaufen musst, kann das natürlich schmerzhaft werden.

Aber pleitegehen kann ich nicht, oder :)?

Um es hart zu sagen: doch – auch wenn das Risiko sehr gering ist. Wenn die Weltwirtschaft zusammenbrechen sollte, kann das einen Großteil deiner Einlagen (temporär) vernichten. Hättest du beispielsweise dein Geld zum allerungünstigsten Zeitpunkt (kurz vor der Finanzkrise 2007) in den genannten MSCI World gesteckt, hättest du ganze sieben Jahre (bis 2014) warten müssen, bis dein Depot wieder den Anfangswert erreicht hätte! Investiere also in keinem Fall dein gesamtes verfügbares Vermögen in Börsenprodukte.

Puh, okay. Ich schlafe noch einmal eine Nacht darüber

Tu das. Lies dich in den kommenden Tagen noch besser ein und investiere anschließend erst einmal eine überschaubare Summe. Mit der Zeit findest du heraus, welches Risiko zu dir passt.

Kann ich das noch mal als Checkliste kriegen?

  1. Lege fest: Wie viel Geld kannst du monatlich anlegen?
  2. Recherchiere: Welche ETFs willst du kaufen? Die Website justetf.com ist dabei ein guter erster Anlaufpunkt.
  3. Recherchiere dann: Welche Direktbank bietet dir die Konditionen, die am besten zu deinen Sparraten und deinen ETFs passen?
  4. Eröffne ein Wertpapierdepot bei der Bank deiner Wahl und ...
  5. Richte dort deinen Sparplan ein
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Kommentare (5)

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  1. Anonym

    Ich finde auch http://auxmoney.de/ sehr gut. Man kann mit wenigen Euros investieren: Das Geld wird an andere Personen verliehen. Entsprechend der Risikoklassifizierung sind auch die Zinssätze zwischen 3 und 17 % Durch ein breites Portfolio ist der Schaden bei einem Zahlungsausfall gering. Außerdem schließen die Kreditnehmer eine Versicherung ab, die sie bei Zahlungsausfällen unterstützt etc.

  2. Anonym

    Hmmm. 100 Euro im Monat als "kleines Geld" zu bezeichnen finde ich etwas gewagt. Das ist nicht nur für Studierende eine ziemliche Stange Geld.

  3. Anonym

    Comdirekt bietet auch einen 25€ Sparplan an, das sollte mit ein wenig Disziplin möglich sein ;)

  4. Anonym

    Ich finde das Thema sehr interessant und denke es gibt durchaus eine große Zielgruppe für den Artikel. Aus meiner Sicht sollte man aber auch bedenken, dass investieren auch Zeit und Energie bindet. Da mag es manchmal sinnvoller sein, sich voll aufs Lernen zu konzentrieren, als die Frage, ob man nun 1% oder 5% auf sein überschaubares Vermögen macht.

  5. Anonym

    Bleibt nur die Frage - welcher Student kann es sich leisten, jeden Monat 100 € zumindest mittelfristig zu binden? Viele werden das nicht sein...

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