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Nie wieder für Geld arbeiten

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Quelle: Unsplash, Freddie Collins

Reichsparer Oliver berichtet vom Leben auf der Sonnenseite: genügsam, aber – in wenigen Jahren – finanziell unabhängig. Der Softwareentwickler und FIRE-Fachmann gibt dir wertvolle Tipps, wie du mit Disziplin und Planung der Erwerbsarbeit Lebewohl sagst. Bonus: Sein interaktiver Rechner (s.u.) sagt dir genau, wie viele Jahre du noch durchhalten musst.

Was passiert eigentlich nach dem Studium? Na klar, wir gehen arbeiten. Und das im Regelfall mindestens 40 Jahre lang, acht Stunden täglich.

Schon weil sie so viel Zeit in Anspruch nimmt, ist Arbeit ein wichtiger Baustein in unserem Leben. Sie verleiht uns Identität und Bestimmung. Durch sie knüpfen wir Kontakte und können unsere Fertigkeiten für die Gesellschaft einsetzen.

Nur sieht die Arbeitswelt in Wirklichkeit natürlich nicht so rosig aus: Deadlines, Überstunden, nervige Kunden und Pendelei bestimmen nicht selten den Alltag. Selbst wenn der Job großen Spaß macht, stehen Familie, Sport und Hobbys häufig hintenan. Und auch die Lebensumstände verändern sich: Was nach dem Studium als Traumjob erschien, kann mit Ende dreißig Routine geworden sein – oder sogar zur Belastung.

Was uns trotzdem bei der Stange hält: Wir brauchen das Einkommen aus unserem Job, um unseren Lebensunterhalt zu bestreiten. Zumindest glauben wir das.

Was würdest du tun, wenn du nicht mehr für Geld arbeiten müsstest?

Aber wäre es nicht cooler, wenn du nur noch an Projekten arbeiten könntest, auf die du Lust hast? Ohne auf Bezahlung angewiesen zu sein?

Vielleicht würdest du nur noch an zwei oder drei Tagen in der Woche arbeiten. Oder dich mit einem langgehegten Vorhaben selbstständig machen – ohne Existenzängste. Arbeit wird um einiges angenehmer, wenn du nicht mehr auf ein Gehalt angewiesen bist.

Du hättest die beruhigende Gewissheit: Du könntest deinem Chef – wenn du überhaupt einen hast – jederzeit Lebewohl sagen. Du müsstest keinen Jobverlust fürchten. Und wenn dich je die Midlife-Crisis packt, steigst du einfach aus.

Finanzielle Unabhängigkeit: Ausgesorgt mit 38

Nie wieder für Geld arbeiten – was sich wie ein Wunschtraum anhört, ist für viele Menschen erreichbar. Und das sogar mit einem ganz normalen Einkommen.

Wie das funktionieren soll, beschäftigt seit einigen Jahrzehnten eine Community, die sich am besten mit dem Begriff "Financial Independence and Retiring Early" (kurz: FIRE) betiteln lässt. Wer ein bisschen recherchiert, stößt schnell auf zahlreiche Bücher und Blogs von Menschen, die finanzielle Unabhängigkeit anstreben oder schon erreicht haben.

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Kommentare (3)

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  1. Anonym

    Eine sehr spannende und charmante Idee, die immer mehr Anhänger findet. Wenn es nicht gleich mit 38 klappt, sondern erst mit Mitte 40, wäre es ja immer noch ein guter Plan. Was man daraus mitnehmen kann ist in jedem Fall, dass man seinen Konsum tatsächlich erheblich einschränken kann, ohne groß an Lebensqualität zu verlieren. Wie viele der Dinge, die wir besitzen, nutzen wir tatsächlich? Wie viele Kochbücher stehen im Regal, die man noch nie aufgeschlagen hat? Wer hört nur diese ganzen CDs an? Brauche ich 10 Paar Sneakers, wenn ich doch immer nur zwischen 3 wechsle? Muss ich mir die 5 Cocktails á 12 Euro im Nachtclub wirklich geben? Gemütlich auf einer Wiese sitzen mit Freunden und ein paar Bier zischen kostet einen Bruchteil. Thermomix zum Preis eines Urlaubs? Ist doch Wahnsinn! Ein Problem gibt es aber bei extremem Konsumverzicht: was ist, wenn ich vorzeitig abdanken muss? Dann hat mir das Sparen nichts gebracht und von der Welt habe ich erst nichts gesehen. Andererseits ist die Chance alt zu werden erheblich größer als früh zu sterben. Noch was: Spätestens wenn Kinder kommen, wird es mit dem Sparleben auch nicht mehr ganz so simpel. Dann brauche ich mehr Wohnraum, und wenn der Partner nichts mit der Sparidee anfangen kann, dann braucht man diesen Weg erst gar nicht zu gehen, sonst gibt’s Zoff. Fazit: Sparen macht Sinn! Respekt, wer die finanzielle Unabhängigkeit dadurch früh erreicht. Mit Familie allerdings eher schwierig umzusetzen.

  2. Anonym

    Ich hoffe die Person, die 1000 Euro braucht und dafür 300k angespart hat, hat sich noch nicht zur Ruhe gesetzt - in dem Beispiel würden nämlich die Steuern vergessen, man muss also mindestens nochmal 30% darauf schlagen...

  3. Anonym

    2 Fragen: Was ist mit Kindern? Kosten nur und verdienen nix - nicht dran denken? In welchem Lebensumfeld kommt man mit 800 EUR monatlich hin? Wenn man mit 38 in Ostthüringen bei seinen Eltern wohnt?

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