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Der Reiz der Raumfahrt

Eine Ariane-Rakete beim Start [Quelle: ArianeGroup]

Quelle: ArianeGroup

Warum Innovationen im Bereich Luft- und Raumfahrt immer auch eine Folge aus gelebter Vielfalt sind, erklärt Pierre Godart, CEO ArianeGroup Deutschland. ArianeGroup ist der führende europäische Raketenbauer und gehört zu den Pionieren und Innovationstreibern der modernen Luft- und Raumfahrt.

Herr Godart, was verbinden Sie – ganz persönlich – mit dem Thema Vielfalt?

Vielfalt macht mich persönlich erstmal neugierig. Ich will andere Menschen verstehen, andere Kulturen kennenlernen, von anderen Sicht- und Denkweisen lernen. Unser aller Leben wäre deutlich weniger bereichernd, wenn es keine Vielfalt gäbe, oder?

Was heißt das nun konkret im Arbeitsalltag bei ArianeGroup?

ArianeGroup setzt sich ein für gelebte Diversität und Inklusion. Dies ist ein wichtiger Teil unserer Kultur. Verbunden mit einer gewissen Neugier und Freude an Veränderung. All dies ist unabdingbar für Innovation mit schneller, zielgerichteter Umsetzung.

Wie entstehen denn Innovationen bei ArianeGroup?

Die besten Ideen stecken in den Köpfen unserer talentierten Mitarbeiter:innen. Sie sind der wichtigste Treiber für Innovation bei ArianeGroup. Wir sind grundsätzlich eine sehr "innovationsintensive" Branche. Kein Wunder daher, dass die Luft- und Raumfahrtbranche in der öffentlichen Wahrnehmung für Innovation steht wie kaum ein anderer Bereich. Innovationen drehen sich bei uns immer auch um eine möglichst nachhaltige und Ressourcen schonende Raumfahrt, welche einen wertvollen Beitrag zur Klimaforschung und damit auch zum Klimaschutz leistet. Wir bei ArianeGroup nennen das bewusste Raumfahrt.

Wann sehen wir die erste Frau auf dem Mond?

Hoffentlich in der nahen Zukunft. Es gibt jedenfalls keine Gründe, warum das nicht sehr bald Realität sein sollte. Wir bei ArianeGroup haben uns der Aufgabe verschrieben, mehr weibliche Talente für den Weltraum zu begeistern. Ich bin stolz, dass wir mit dem Booster Award herausragende Masterstudentinnen aus dem Bereich Luft- und Raumfahrt und ihre wissenschaftliche Qualität und Exzellenz würdigen. Wir wollen ihnen quasi einen "Boost" geben für den Start ins Berufsleben.

Was müssen Studierende wissen, um den Award zu gewinnen?

Zuallererst, dass es sich lohnt! Es winken: ein Mentorship, wertvolle Einblicke in die Luft- und Raumfahrtindustrie und eine Reise zum Launch der Ariane Trägerrakete. Grundsätzlich ermöglicht unser Award den MINT-Studentinnen ihren akademischen und beruflichen Erfolg zu beschleunigen. Die Gewinnerin wird bei ihrer Masterarbeit von ArianeGroup als Praxispartner (zum Beispiel mit einem Tutor, Zugang zu Research, Mentorship-Programm mit ArianeGroup Experten) begleitet. Die Bewerbungsphase läuft übrigens bereits. Im Namen der gesamten Jury freue ich mich auf außergewöhnliche Talente und aussagekräftige Bewerbungen!

Wie wichtig sind Vorbilder?

Es ist doch so: Man tut sich meist leichter, Ziele zu setzen und Vorstellungen zu entwickeln, wenn man mit Menschen spricht, die Ähnliches bereits erlebt und erreicht haben. Deswegen rate ich jedem zu einem Austausch mit möglichen Rollenvorbildern. Um sich von Persönlichkeiten und deren Lebenswegen inspirieren zu lassen und zu lernen. Das gilt im Übrigen für das berufliche wie für das private Wirken. In diesem Kontext: Wir sehen meines Erachtens noch immer zu wenige weibliche Führungskräfte in der Luft- und Raumfahrtbranche. Das wollen wir ändern. Darum setzen wir uns für mehr Teilhabe von Frauen ein – intern bei ArianeGroup sowie in der Luft- und Raumfahrtbranche insgesamt. Denn das Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern ist in der Raumfahrtindustrie nach wie vor ein großes Thema.

Was müssen wir tun, um mehr Frauen für die Luft- und Raumfahrt zu gewinnen?

Das geht nur durch Engagement, einen engen Dialog und eine Art "Schulterschluss" zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Das ist der Grund, warum sich ArianeGroup beispielsweise im Rahmen der #ShetransformsIT-Initiative im Bereich Bildung und weiblicher Talentförderung einbringt. Denn gerade in Digitalisierungs- und MINT- Berufen bedarf es einer stärkeren Einbindung von Frauen. Auch persönlich setze ich mich für Diversität und Inklusion ein. Neben dem Beiratsmandat bei der Beyond Gender Agenda und dem damit verbundenen gesellschaftlichen Engagement ist mir als Führungskraft vor allem wichtig, Vielfalt wirklich im Konzernalltag zu leben. Deswegen habe ich als CEO im Rahmen einer Umstrukturierung unter meinen nächsten Führungskräften mehr Frauen als Männer nominiert. Und das ist im Übrigen auch einer der Gründe, warum wir mit dem ArianeGroup Booster Award eine eigene Initiative ins Leben gerufen haben, um mehr Frauen dazu zu ermutigen, in MINT-bezogene Branchen einzusteigen. Warum? Weil es eine Branche ist, die begeistert.

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