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Was Mama und Papa ihren Großen zahlen

Spritze, Geldscheine [Quelle: Fotolia.com, Autor: Bjoern Wylezich]

Quelle: Fotolia.com, Bjoern Wylezich

Studieren ist teuer, BAföG bekommt nicht jeder, für einen Nebenjob bleibt oft keine Zeit. Viele Studenten sind deshalb auf die Unterstützung ihrer Eltern angewiesen. Aber müssen Mama und Papa eigentlich bei der Finanzierung helfen? Und wie viel Unterhalt wird durchschnittlich gezahlt?

An der Frage, ob Eltern ihre erwachsenen Kinder während des Studiums finanziell unterstützen sollen, scheiden sich die Geister. Mancher Student will keine Hilfe annehmen und sich selbst finanzieren, andere lassen sich monatlich mehr als 1000 Euro überweisen - und sehen dies als selbstverständlich an. Auch bei den e-fellows gehen die Meinungen zum Thema auseinander.

Was die e-fellows kassieren

Eine Umfrage der e-fellows in der Community zeigt, dass der größte Teil (21%) der über 500 Befragten zwischen 400 und 600 Euro Unterhalt pro Monat von seinen Eltern bekommt. Ein Fünftel bekommt 600 bis 800 Euro im Monat, etwas weniger erhalten zwischen 200 und 400 Euro. Fürstliche Beträge zwischen 1000 und 1500 Euro bekommen nur vier Prozent der e-fellows, und sechs Umfrageteilnehmer werden sogar mit mehr als 1500 Euro ausgestatt. Am anderen Ende des Spektrums gaben 12 Prozent der Befragten an, unter 200 Euro Unterhalt von ihren Eltern zu bekommen. Über 60 Community-Mitglieder finanzieren ihr Studium vollständig selbst.

Im Schnitt erhalten diejenigen e-fellows, die von Mama und Papa unterstützt werden, rund 530 Euro im Monat.

Höhe des monatlichen Unterhalts der Eltern

Warum bekommen manche mehr, manche weniger Unterhalt?

Aus den Kommentaren der e-fellows geht hervor, dass die unterschiedlich hohen Unterhaltszahlungen nicht nur mit der finanziellen Situation der eigenen Eltern, sondern auch mit der Studienstadt zusammenhängen. Beispielsweise muss in Städten wie München oder Hamburg ein höherer Betrag für die Miete eingeplant werden als in anderen Regionen. Auch die Höhe der Lebenshaltungskosten vor Ort spielt eine Rolle. Weitere Kriterien sind BAföG, Stipendien oder andere Gelder (z.B. aus Zinsen oder Mieten): Je mehr aus diesen Quellen ins studentische Portemonnaie fließt, desto weniger schießen Mama und Papa in der Regel zu.

Wenn Junior dagegen einem Nebenjob nachgeht, wird das von den meisten Eltern honoriert: Was dabei zusammenkommt, muss er nicht auf den elterlichen Unterhalt anrechnen, sondern darf es dazu verwenden, sich etwas zu gönnen. Beispielsweise werden dadurch Urlaube oder Bio-Produkte finanziert. Oft unterstützen Eltern ihre Kinder auch zusätzlich, wenn eine größere Investition, die Zahnarztrechnung oder ein Auslandssemester anstehen.

Sind Eltern verpflichtet, Unterhalt zu zahlen?

Was aber, wenn die Eltern nicht zahlen wollen, obwohl sie könnten? Der Anspruch auf BAföG entfällt bekanntlich ab einem gewissen Einkommen der Eltern. Diese sind laut Gesetz zur Zahlung von Unterhalt während der Erstausbildung ihrer Kinder verpflichtet, auch wenn diese schon volljährig sind. Voraussetzung für die Unterhaltspflicht ist darüber hinaus, dass die Kinder nicht mehr im Haus der Eltern wohnen und unter 25 Jahre alt sind. Der Unterhalt für studierende Kinder beträgt nach der Düsseldorfer Tabelle 735 Euro monatlich. Der Betrag verringert sich, wenn das Kind ein eigenes Einkommen hat.

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