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Was Mama und Papa ihren Großen zahlen

Sparschwein, Sparen, Rabatt, Schnäppchen, Geld [Quelle: stock.adobe.com, Autor: fotomek]

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Studieren ist teuer, BAföG bekommt nicht jeder, für einen Nebenjob bleibt oft keine Zeit. Viele Studenten sind deshalb auf die Unterstützung ihrer Eltern angewiesen. Doch wie viel Unterhalt wird gezahlt – und  müssen Mama und Papa eigentlich bei der Finanzierung helfen?

An der Frage, ob Eltern ihre erwachsenen Kinder während des Studiums finanziell unterstützen sollen, scheiden sich die Geister. Mancher Student will keine Hilfe annehmen, andere lassen sich monatlich mehr als 1.000 Euro überweisen - und finden das selbstverständlich. Auch bei den e-fellows gehen die Meinungen zum Thema auseinander.

Seit drei Jahren stellen wir den e-fellows daher die Frage, ob sie sich von ihren Eltern das Konto aufbessern lassen. 2018 haben 560 Stipendiaten einen Einblick in ihre Monatskasse gegeben. Dabei ist ein Trend erkennbar: Die e-fellows werden finanziell selbstständiger. Im Jahr 2018 finanzieren schon fast ein Viertel der Befragten ihr Leben komplett alleine, während es zwei Jahre davor nur 12 Prozent waren. Rund 76 Prozent ließen sich von ihren Eltern das Konto aufbessern.

Vergleicht man diese nicht-repräsentativen Daten mit der letzten Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks aus dem Jahr 2016, so scheinen die e-fellows überdurchschnittlich eigenständig zu leben: Von den Teilnehmern der Sozialerhebung wurden 86 Prozent von ihren Eltern unterstützt – mit durchschnittlich 541 Euro. Bekommen die e-fellows eine Finanzspritze, so liegt diese bei knapp einem Fünftel der Umfrage-Teilnehmer zwischen 601 und 800 Euro. Lediglich 5 Prozent freuen sich über eine sehr großzügige Zuwendung von über 1.000 Euro.

Warum bekommen manche mehr, manche weniger Unterhalt?

Aus den Kommentaren der e-fellows in den Umfragen von 2016, 2017 und 2018 geht hervor, dass die unterschiedlich hohen Unterhaltszahlungen nicht nur mit der finanziellen Situation der eigenen Eltern, sondern auch mit der Studienstadt zusammenhängen. Beispielsweise muss in Städten wie München oder Hamburg ein höherer Betrag für die Miete eingeplant werden als in anderen Regionen. Auch die Höhe der Lebenshaltungskosten vor Ort spielt eine Rolle. Weitere Kriterien sind BAföG, Stipendien oder andere Gelder (z.B. aus Zinsen oder Mieten): Je mehr aus diesen Quellen ins studentische Portemonnaie fließt, desto weniger schießen Mama und Papa in der Regel zu.

Wenn Junior dagegen einem Nebenjob nachgeht, wird das von den meisten Eltern honoriert: Was dabei zusammenkommt, muss er nicht auf den elterlichen Unterhalt anrechnen, sondern darf es dazu verwenden, sich etwas zu gönnen. Beispielsweise werden dadurch Urlaube oder Bio-Produkte finanziert. Oft unterstützen Eltern ihre Kinder auch zusätzlich, wenn eine größere Investition, die Zahnarztrechnung oder die Finanzierung eines Auslandssemesters anstehen.

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Kommentare (5)

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  1. Anonym

    "Ok, wenn man dann aber auch freigestellt ist von jeglicher Verpflichtung ggü. dem Vater bzgl. Altersvorsorge/Pflege? Wozu ein Kind, das eine gute Ausbildung und Job hat? Der Vater ist einfach dumm und geizig." Ist man nicht, wurde auch schon von Gerichten festgestellt. Egal wie schlecht das Verhältnis ist, sobald da Kosten vom Pflegeheim etc. kommen werden die Kinder zur Kasse gebeten. Ende Gelände.

  2. Anonym

    Ich beneide jeden Studenten, der sorgenfrei Studieren kann. Ich bekam 400€ von den Eltern und arbeitete nebenbei. Dabei machte ich mir jedoch einen enormen Leistungsdruck, da ich wusste, dass meine Eltern deshalb jeden Cent dreimal umdrehen mussten. So ein Schnellstudium macht keinen Spaß...

  3. Anonym

    Meine Eltern sagen immer, ihre Eltern hätten ihnen damils ihr Studium finanziert und jetzt geben sie das gerne an mich weiter. Ich weiß es sehr zu schätzen, dass ich mich so komplett frei von finanziellen Sorgen auf mein Studium konzentrieren kann. Trotzdem arbeite ich nebenher, teils wegen der Erfahrung, teils um mir etwas Luxus leisten zu können ohne deswegen ein schlechtes Gewissen zu haben

  4. Anonym

    "Er sagte nämlich, wenn ich das ganze weitertreibe, muss ich mich zuhause nicht mehr sehen lassen." Ok, wenn man dann aber auch freigestellt ist von jeglicher Verpflichtung ggü. dem Vater bzgl. Altersvorsorge/Pflege? Wozu ein Kind, das eine gute Ausbildung und Job hat? Der Vater ist einfach dumm und geizig.

  5. Anonym

    "Er sagte nämlich, wenn ich das ganze weitertreibe, muss ich mich zuhause nicht mehr sehen lassen." Ok, wenn man dann aber auch freigestellt ist von jeglicher Verpflichtung ggü. dem Vater bzgl. Altersvorsorge/Pflege? Wozu ein Kind, das eine gute Ausbildung und Job hat? Der Vater ist einfach dumm und geizig.