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Reisen für den kleinen Geldbeutel

Schwimmendes Schwein, Quelle: Pixabay, larsen9236

Quelle: Pixabay, larsen9236

Als Student ist am Ende des Gelds immer zu viel Monat übrig. Und dann rufen auch noch die Ferien. Wir verraten dir, wie du als Student besonders günstig reist. Und geben Tipps, wohin.

Buchung & Vorbereitung

  • Als Sparfuchs meidest du Hauptsaison und Schulferien und hältst deinen Reisezeitraum flexibel, damit du auf attraktive Last-Minute- oder Blind-Booking-Angebote (siehe unten) reagieren kannst. Eine Studie des Reiseportals Expedia und der Airlines Reporting Corporation rät für 2017: sonntags buchen, mittwochs fliegen, freitags nie. Innerhalb Europas ist der Ticketpreis so bis zu 30 Prozent günstiger, bei Reisen in die USA kannst du bis zu 50 Prozent sparen. Als Faustregel fährst du immer dorthin, wo gerade niemand ist.
  • Wenn du zudem in deinem Reiseziel, dem Transportmittel und der Unterkunft-Art flexibel bleibst, sparst du bereits im Vorfeld viel Geld.
  • Generell vergleichst du Preise für Flug, Unterkunft und Transport auf verschiedenen Online-Portalen – buchst dann aber direkt beim Anbieter, wenn sich so Gebühren sparen lassen. Stiftung Warentest hat die großen Reiseportale untersucht: Zu den Besten gehören Holidaycheck, Lastminute.de, Schauinsland-Reisen und die Tui. Um Flüge zu buchen, klickst du dich durch die Portale kayak.com, momondo.com oder skyscanner.com. Verschiedene Portale zeigen dir auch  gleich die Preise rund um dein gewähltes Datum.
  • Wenn du deine Ferien lange im Voraus planen musst, verfährst du umgekehrt und nutzt Frühbucherrabatte.
  • Du weißt, dass Transportkosten oft das Teuerste an einer Reise sind. Deshalb wird dein Urlaub (pro Tag) umso billiger, je länger du an einem Ort bleibst.
  • Du sammelst nicht nur bahn.bonus-Punkte (was dir ca. eine Freifahrt pro Jahr einbringt), sondern weißt auch, dass sich Payback-Punkte inzwischen in Flugmeilen "umrechnen" lassen.
  • Sei mutig und entdecke ein Ziel, das nicht auf jedermanns Reiseliste steht. So bieten osteuropäische Länder neben den günstigeren Transportmitteln und Unterkünften genauso viel Kultur und Geschichte wie andere europäische Ziele. Kleines Extra: Wenn du zurück aus dem Urlaub von deinen Erlebnissen erzählst, werden deine Freunde ausnahmsweise aufmerksam zuhören. Dass es "auf Mallorca auch schöne Ecken gibt", will wirklich niemand mehr hören. Wie du auf Mazedoniens Schlangeninsel Pelikane, Kormorane und Schildkröten getroffen hast, dagegen schon.

Apps zur Reiseplanung/Reise-Apps

  • Instagram – jeder kennt die traumhaften Bilder der Reiseblogger. Warum nicht einfach die Instagram-Accounts als Reiseführer verwenden? Orientier dich an den Fotos, die dir gefallen und entscheide danach, wo dein nächstes Ziel liegen soll.
  • Währungsrechner-App: So bist du vor Ort immer über den aktuellen Wechselkurs informiert und weißt, wie viel du für Essen und Co. ausgibst
  • Booking.com & Kayak.com sind als Apps einfach zu bedienen und erleichtern dir die Buchung von Flügen und Unterkünften, auch wenn du schon unterwegs bist. Bei vielen Angeboten gibt es zudem eine kostenlose Stornierungs-Funktion – so bleibst du flexibel.
  • Sprach-Apps: Die Basics in der Landessprache helfen dir, mehr über Land und Leute zu erfahren. Babbel und weitere Sprachen-Apps versprechen schon nach kurzer Zeit, die Smalltalk-Basics zu beherrschen. So bist du vor Ort flexibler und hast beispielsweise den Vorteil, die Preise besser zu verhandeln.
  • Reiseblogs können die klassischen Reiseführer teilweise ersetzen, informieren dich über Geheimtipps und setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Dir ist im Urlaub gutes Essen besonders wichtig? Zahlreiche Blogger legen ihren Fokus auf kulinarische Erlebnisse, zum Beispiel das Reisehappen-Team. Du willst als Frau alleine reisen, traust dich aber nicht so recht? Der Pink Compass hilft dir weiter und gibt Tipps, worauf du achten solltest.

Fortbewegung & Transport

  • Wenn dir Trampen zu unsicher und Mitfahrgelegenheiten zu nervenzehrend sind: Für längere Strecken sind Reisebusse oft die günstigste Alternative. Als e-fellows.net-Stipendiat kannst du dabei gleich deine Fernbus-Gutscheine einlösen.
  • Volle (Bewegungs-)Freiheit bietet dir ein Mietwagen, der oft günstiger sind, als du denkst: In Spanien ist es beispielsweise problemlos möglich, ein Auto für unter 20 Euro am Tag zu mieten. Dienste wie Drivy bieten dir sogar die Möglichkeit, Autos von Privatpersonen zu leihen.
  • Obwohl InterRail-Tickets deutlich teurer geworden sind, ist der InterRail Global Pass (25 Prozent Ermäßigung bis 25 Jahre) immer noch eine vergleichsweise günstige Möglichkeit, bis zu 32 Ländern Europas kennenzulernen.
  • Auf dem Jakobsweg kommst du zwar nur mit 30 Kilometer/Tag voran, nutzt aber das günstigste Fortbewegungsmittel überhaupt: deine Beine.

Unterkunft & Übernachtung

  • Du kannst fast überall schlafen? Dann darfst du in Nachtzügen, Nachtbussen oder auf Flughäfen einige Gratis-Übernachtungen "genießen". PS: Ohrstöpsel und Schlafbrille nicht vergessen.
  • Mit einem Pilgerausweis (rechtzeitig bestellen!) übernachtest du kostenlos in den meisten Herbergen entlang des Jakobswegs (und kannst dort auch duschen und Wäsche waschen).
  • In Schweden, Norwegen, Finnland und Schottland, aber auch in einigen Teilen Dänemarks und der Schweiz, gilt das Jedermannsrecht, das es dir erlaubt, in der freien Natur zu zelten.
  • Irgendwo auf der Welt wartet dein Gegenüber: Du tauschst Wohnung oder WG-Zimmer mit einem Gleichgesinnten aus einem anderen Land und ermöglichst so gleich zwei Menschen einen günstigen Urlaub.
  • Über Dienste wie Couchsurfing, BeWelcome oder Hospitality Club kommst du vor Ort bei freiwilligen Gastgebern unter. Kommerzieller ausgerichtet sind Seiten wie Airbnb oder 9flats, bei denen Privatpersonen ihre Unterkünfte vermieten.
  • Als Housesitter wohnst du mietfrei, solange die Besitzer selbst auf Reisen sind. Im Gegenzug bewachst du das Haus, betreust die Tiere oder gießt die Pflanzen.
  • Wenig bekannt: Campingplätze müssen sich nicht immer ab vom Schuss befinden. Am Nordrand von Granada gibt es zum Beispiele einen attraktiven und günstigen Platz, von dem aus man schnell in der Innenstadt ist
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Im e-fellows.net wiki kannst du dein Wissen teilen und von den Erfahrungen anderer Stipendiaten profitieren.

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Kommentare (3)

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  1. Anonym

    "Falls du keine Lust hast, auf der Liege zu relaxen, kannst du die kleinen Dörfer in den Bergen erkunden, die auch 1.000 Jahre nach dem Untergang des byzantinischen Reiches noch dessen Sprache und Kultur aufrechterhalten." - des römischen Reiches.

  2. Anonym

    Lieber Robert, vielen Dank für deine Korrektur. Wir haben den Text entsprechend angepasst. Viele Grüße Lisa

  3. Anonym

    "Achtung: Die Preise fürs Surfen im EU-Ausland bleiben höher." – Das stimmt nicht, außer wenn Fair Use Grenzen überschritten werden: https://ec.europa.eu/digital-single-market/en/roaming-tariffs.

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