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Hula tanzen und zweifelhaftes Engagement

Briefmarken sammeln (Quelle: freeimages.com, lusi)

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Hobbys und soziales Engagement sind strittige Punkte im Lebenslauf: Soll man Freizeitaktivitäten überhaupt aufführen? Was fällt unter soziales Engagement? Wird mein ausgefallenes Hobby ein schlechtes Licht auf mich werfen? Hier ein paar Tipps für mehr Klarheit.

Mit meiner Bewerbung möchte ich ein seriöses und kompetentes Bild von mir zeichnen. Das Unternehmen soll meine Fähigkeiten dadurch kennen- und im Idealfall schätzen lernen. So weit, so gut. Aber nicht nur pure Fähigkeiten sind gefragt. Schließlich will ein Unternehmen keinen Roboter einstellen, sondern eine Persönlichkeit. Fundierte Fachkenntnisse sind zweifelsohne wichtig, aber wenn der neue Mitarbeiter nicht ins Team oder den Kundenstamm passt, dann gleichen Top-Noten das nicht aus. Was für ein Mensch steckt also hinter der Bewerbung? Was du in deiner Freizeit tust, gibt Aufschluss - und gehört damit in den Lebenslauf.

Hobbys lässt im Lebenslauf nur der weg, der keine hat

Mal ehrlich: Wer würde schon gerne mit Menschen acht Stunden und mehr am Tag zusammenarbeiten, die außer Arbeiten keine Hobbys haben? Klingt es nicht sympathisch, wenn sich jemand seit Jahren in einem Verein als Trainer engagiert oder bei einer wohltätigen Organisation mithilft? Also, schreibt Engagement und Hobbys in euren Lebenslauf - gerne unter einem Punkt, das spart Platz. Vor allem beim Engagement ist es sinnvoll, auch die Tätigkeitsdauer anzugeben und vielleicht ein paar Stichworte zum Ehrenamt zu schreiben.

Was fällt unter soziales Engagement?

Unter dem Lebenslauf-Punkt "Soziales Engagement" tummeln sich die vielfältigsten Einträge. Meine persönlichen Highlights: eine Liste aller Recruiting-Events, die ein Bewerber jemals besuchte, der Eintrag "bis 12/2014: Mutter eines Sohnes" und "Teilnahme an einem Wettbewerb, bei dem man eine Brücke aus Papier basteln sollte". Das wird bestenfalls von einem Personaler belächelt. Ernstzunehmendes Engagement, mit dem ihr beim Unternehmen punkten könnt, ist dauerhaft und mit wirklicher Arbeit und selbstlosem Einsatz verbunden.

Omas über die Straße helfen?

Ihr wart jahrelang Handballtrainer einer Jugendmannschaft? Seid nach dem Zivi den Sanitätern treu geblieben? Sitzt im Vorstand der freiwilligen Feuerwehr? Engagiert euch in einer Studenteninitiative oder der Fachschaft? Oder wart ein paar Monate in einem Entwicklungsland für ein Projekt? Dann rein damit in euren Lebenslauf! Die Omas dieser Welt führt ihr bitte weiterhin über die Straße - aber besser nicht in euren Lebenslauf.

Hilfe, ich habe ein exotisches Hobby!

Bauchtanz, Live-Rollenspiel, Chinchillas züchten. Hobbys - auch exotische - sind im Lebenslauf gerne gesehen. Natürlich hat alles Grenzen. Aber solange ihr in eurer Freizeit keine Robben schlachtet oder samstags mit den Kumpels Schalke-Fans vermöbelt, ist alles willkommen. Gerade außergewöhnliche Hobbys bieten einen guten Einstieg ins Bewerbungsgespräch. Da hakt man als Personaler gerne direkt zu Beginn nach. Das ist für den Bewerber von Vorteil, weil er dadurch zu einem angenehmen Thema viel erzählen kann und so seine Nervosität abbaut.

Ein letzter Tipp zum Schluss

Die korrekte deutsche Schreibweise ist übrigens "Hobbys" Und nicht "Hobbies".

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Kommentare (3)

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  1. Anonym

    Nette Anregungen.

    Als kleine hilfreiche Tipps sicherlich nicht verkehrt, aber bei diesem Satz hier " Aber solange ihr in eurer Freizeit keine Robben schlachtet oder samstags mit den Kumpels Schalke-Fans vermöbelt, ist alles willkommen." hätte ich mir doch gewünscht, dass man daraus "Fans anderer Fußballvereine" macht anstatt da so wertend zu werden!

  2. Anonym

    Nun ja, aus Arbeitgebersicht ist es sicherlich keine schöne Vorstellung, dass der potentielle Mitarbeiter; nach einem Boxkampf zerschlagen zum Kundentermin erscheint könnte. Man sollte sich daher gut überlegen, ob Hobbys mit einem hohen Verletzungsrisiko wirklich in den Lebenslauf müssen. Beim Klassiker „Lesen“ sollte man gute Antworten parat haben denn ansonsten lohnt es sich nicht wirklich diesen Punkt anzugeben. Ganz wichtig aber sind Teamsportarten, hier zeigt man Gemeinschaftssinn Teamwork und Konfliktfähigkeit.

  3. Anonym

    Danke

    Dankeschön zum einen für diesen hilfreichen Artikel, zum anderen für die Erwähnung meines doch sehr außergewöhnliches Hobby. Als passionierte Live-Rollenspielerin (und inzwischen Organisatorin von derartigen Events) werde ich das also auch weiter in meinen Lebenslauf schreiben - es gibt wirklich gute Gesprächsanfänge.

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