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Die richtigen Anlagen

Anlagen-Aktenstapel (Quelle: fotolia, Autor: rdnzl)

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In vielen Bewerbungsmappen sind Zeugnisse und andere Anlagen ein einziger Irrgarten: eine Loseblattsammlung, zusammengehalten nur durch Klemmleisten und Heftstreifen. Dabei sind Anlagen eine hervorragende Infoquelle für den Personaler - und Werbemöglichkeit für dich.

Das solltest du im Hinterkopf haben, wenn du deine Anlagen zusammenstellst. Du magst selbst ja noch durchblicken, was zu welchem Punkt in deinem Lebenslauf gehört. Aber ein anderer, der dich nicht so gut kennt?

Leistungen in Bewerbungs-Anlagen nachweisbar machen

Deine Zeugnisse und Bescheinigungen müssen die Qualifikationen und Leistungen widerspiegeln, die du im Lebenslauf oder im Anschreiben angepriesen hast. Im Idealfall runden die Anlagen das positive Bild ab, das der Personalfachmann von dir gewonnen hat. Zeugnisse und Bescheinigungen unterstützen deine Angaben.

Bei Anlagen gilt: Klasse statt Masse

Generell solltest du alle für die Jobbewerbung relevanten Praktika, Berufserfahrungen und Zusatzqualifikationen wie Fortbildungen bescheinigen. Überlege dir sehr gut, was du in deinen Lebenslauf schreibst. Bereits dort sollten nur Stationen deines Lebens stehen, die mit dem künftigen Job in Verbindung gebracht werden können. Im Idealfall hast du also alle Stationen deines CV belegt. Wähle schon im Lebenslauf aus, nicht erst bei den Anlagen.

Ausnahmen bei Richtungswechseln

Du hast zum Beispiel vier längere Praktika im Journalismus gemacht, bewirbst dich jetzt aber auf eine Stelle als Controller. Wenn du diese Praktika in deinem CV nicht auflistet, entstehen dort eventuell Lücken. Journalistische Arbeitsproben interessieren deinen potenziellen neuen Arbeitgeber in diesem Fall aber herzlich wenig. Klasse statt Masse lautet die Devise. Bringe die Recruiter nicht zum Gähnen mit nichtssagenden oder unwichtigen Bescheinigungen, die lediglich als Füllmasse dienen.

Nicht ohne Abiturzeugnis

Wann legt man das Abizeugnis bei? Wenn ein Unternehmen nicht ausdrücklich darauf hinweist, dass dein Abiturzeugnis nicht relevant ist, solltest du es mitschicken. Es gibt Firmen, die eine Bewerbung gar nicht erst bearbeiten, wenn das Abiturzeugnis fehlt. Wenn du eine Berufsausbildung gemacht hast, musst du diese natürlich genauso belegen wie ein Hochschulstudium. Generell solltest du dein Arbeitsleben lückenlos belegen. Dazu gehören auch die Zeugnisse deiner Arbeitgeber.

Jede Station im Lebenslauf belegen

Du solltest nicht den Fehler machen, schlechte oder nicht so werbewirksame Zeugnisse zu unterschlagen. Das kommt überhaupt nicht gut an. Hinter fehlenden Bescheinigungen wittern Personaler nichts Gutes. Überlege dir lieber eine gute Antwort für den Fall, dass man dich im Bewerbungsgespräch auf ein schlechtes Zeugnis anspricht.

Übersichtliche Anordnung der Anlagen der Bewerbung

Die Frage nach der Anordnung der Anlagen ist nicht einfach zu beantworten. Was kommt zuerst, was zuletzt? Solltest du deine Zeugnisse chronologisch beilegen oder mit dem aktuellsten anfangen? Kommen zuerst die Praxisnachweise, dann die Zeugnisse und zuletzt alles weitere oder umgekehrt? Im Allgemeinen sollte die Anordnung der Zeugnisse der Anordnung im Lebenslauf folgen. Oft lesen Personalverantwortliche Lebensläufe und Anlagen parallel. Wenn du mehr als drei Blätter beilegst, ist ein Deckblatt mit Inhaltsverzeichnis sinnvoll. Gib dezent Navigationshilfen.

Übersetzung von Nachweisen

Zeugnisse, die weder in Deutsch noch in Englisch abgefasst sind, sollten in der Regel übersetzt werden. Nicht in jeder Personalabteilung gibt es Fachleute mit Spanisch-, Russisch- oder Japanischkenntnissen. Bei sehr wichtigen Zeugnissen, etwa ausländische Universitäts- oder Schulabschlusszeugnisse, lässt du die Unterlagen am besten von einem Diplom-Übersetzer übertragen und beglaubigen. Bei weniger wichtigen Unterlagen wie zum Beispiel Sprachzeugnissen reicht es, wenn du Übersetzungshilfe gibst und in einer kurzen Notiz alles Relevante zusammenfasst.

Bewerbung per Mail

Heutzutage verlangen immer mehr Unternehmen Bewerbungen per E-Mail. Meistens musst du dabei die gleichen Unterlagen wie auf dem Postweg einschicken - also auch Zeugnisse und Co. als Anlagen anhängen. Dabei gilt: nur in PDF-Form und am besten nur eine Datei. Mehrere Dateien muss der Personaler einzeln öffnen und ausdrucken - das kostet Zeit und seine Nerven. Mit dem PDF-Format (PDF-Konvertierungsprogramme) stellst du sicher, dass das Unternehmen deine Anlagen genau so sieht, wie du sie abschickst. Oft reicht schon ein anderer Drucker und deine schönen Word-Dateien sehen beim Personaler aus wie Kraut und Rüben - ziemlich unprofessionell. Am einfachsten fasst du deine Anlagen zusammen, indem du alle Dokumente einscannst, in ein Word-Dokument packst und daraus dann ein PDF erstellst. Auch riesige Dateien kommen nicht gut an. Das Attachment sollte daher nicht größer als fünf Megabyte sein.

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