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Adam, 22 Jahre, 10. Semester: RWTH Aachen

Wie ist der Modellstudiengang an deiner Universität aufgebaut?

Der Studiengang ist in verschiedene Abschnitte gegliedert. Der erste Abschnitt besteht aus den ersten zwei Semestern und ist wie eine Art Vorklinik. Da lernt man biochemische, chemische und physikalische Grundlagen. Klinische Fächer gibt es hier nicht. Ab dem 3. Semester, also im zweiten Studienabschnitt, werden Fächer wie Physiologie, Anatomie oder Pathologie anhand der Organsysteme gelehrt. Z.B. gibt‘s den Systemblock Bewegungsapparat, in dem man die Anatomie der Muskeln und Knochen lernt. Gleichzeitig werden Fächer wie Orthopädie und Unfallchirurgie gelehrt. Nach dem sechsten Semester ist man mit den Organsystemen durch und schreibt das erste Aachener Staatsexamen, die ärztliche Basisprüfung. Ab dem siebten Semester beginnt der dritte Abschnitt. Hier kommen einzelne klinische Fächer, wie Pädiatrie oder Rechtsmedizin dran. Ab dem PJ läuft es wie im Regelstudiengang.

Was sind die Zulassungsvoraussetzungen?

Bewerben kann man sich zentral über hochschulstart.de, wie bei den Regelstudiengängen auch. Ausgewählt wird in Aachen nur über Durchschnittsnote und Wartezeit.

Welche Vorteile bietet der Modellstudiengang?

Man wird sehr früh mit klinischen Fächern konfrontiert und muss keine großen Blöcke wie Anatomie oder Pharmakologie auf einmal bewältigen. Im Rahmen der Systemblöcke bekommt man eine Gesamtübersicht vermittelt, sodass man einen guten Überblick behält.

Was ist das Besondere am Modellstudiengang konkret an deiner Universität?

Mit der ärztlichen Prüfung wird schon sehr früh ein Löwenanteil des medizinischen Wissens wiederholt. Allgemein wird der Stoff hier sehr oft wiederholt, was als Lernspirale bezeichnet wird.
Das neunte Semester ist ein Freisemester, das man sich beliebig einteilen kann. Da kann man z.B. die Doktorarbeit schreiben, oder einfach Urlaub machen.
Fast alle Veranstaltungen finden am Uniklinikum statt, was für kurze Wege sorgt.
Aachen schneidet im zweiten Staatsexamen, das ja an allen Medizin-Unis in Deutschland geschrieben wird, immer sehr gut ab, befindet sich auf den Topplätzen der Rangliste. Das hat zum einen mit der ärztlichen Basisprüfung zu tun, andererseits mit der engen Verzahnung von Vorklinik und Klinik, wo konkreteres Wissen vermittelt wird.

Welche Nachteile bringt der Modellstudiengang mit sich?

Wenn man den Studienort wechseln will, geht das nur sehr schwierig bzw. nur unter Semesterverlust. Die Modellstudiengänge sind untereinander nicht deckungsgleich. Dadurch, dass die Regelstudiengänge untereinander deckungsgleich sind, ist ein Unitausch leichter.

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