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Fürs Studium über den großen Teich

Freiheitsstatue in New York USA [Quelle: unsplash.com, Crystal Jo]

Quelle: unsplash.com, Crystal Jo

Willst du in den USA studieren hast du die Qual der Wahl zwischen Unis in 50 Bundesstaaten. Doch egal für welche du dich entscheidest, du erhältst erstklassige Bildung und lernst den "American Way of Life" kennen.

Planung des USA-Aufenthaltes

Anders als für europäische Länder muss man häufig viel Vorbereitungszeit in Kauf nehmen, wenn man für ein Auslandssemester/-Jahr in die USA möchte. Speziell Themen wie finanzielle Mittel (Studiengebühren, Unterhalt) oder das ersehnte Visum spielen hierbei eine größere Rolle.

Im besten Fall kümmert man sich schon 1,5 Jahre vor seiner geplanten Einreise um den USA-Aufenthalt. Dies liegt meist daran, dass schon die ersten Stipendien-Bewerbungsfristen ein Jahr vorher ablaufen. Zwar gibt es die berühmten Ausnahmen auch hier, jedoch sind von den Bewerbern im Normalfall strenge Fristen einzuhalten, sowohl bei der Bewerbung um Stipendien als auch bei der Bewerbung an der gewünschten Gasthochschule selbst. Darüber hinaus musst du, falls du ein komplettes Bachelor/Masterstudium in den USA verbringen willst, aller Wahrscheinlichkeit nach einen standardisierten Test ablegen, für diesen du auch Vorbereitungszeit benötigst.

Vorteile eines Studiums in den USA

Sprachkompetenz: Ohne Englisch geht heutzutage auch auf dem deutschen Arbeitsmarkt häufig nichts mehr. Die fließende Beherrschung der Sprache in Wort und Schrift ist ein Muss im Lebenslauf.

Internationale Kontakte: Auf dem amerikanischen Campus herrscht internationales Flair. Im Studienjahr 2014/2015 zog es fast 975.000 ausländische Studenten in die USA – fast doppelt so viele als zehn Jahre zuvor! Eine gute Gelegenheit, um internationale Kontakte zu knüpfen. Zahlen und Fakten gibt es im Bericht "open doors" des Institute of International Education.

Wissenschaft: Ob in Wirtschaft, Medizin, Chemie oder Physik. Die USA holten mehr Nobelpreise in den letzten zehn Jahren als jedes andere Land. Amerikanische Wissenschaftler werden weltweit am häufigsten zitiert. Außerdem befinden sich einige der renommiertesten Universitäten weltweit in den USA.

Equipment: Amerikanische Universitäten sind technisch hervorragend ausgestattet.

Betreuung: Das zahlenmäßige Verhältnis zwischen Professoren und Studenten ist in den USA deutlich ausgewogener: Selbst an den öffentlichen Unis kommen auf einen Professor nur etwa 15 Studenten.

Zielort

Zuerst sollte ein jeder Bewerber festlegen, wohin in die USA es eigentlich gehen soll. An deutschen Universitäten bietet in der Regel das Auslandsamt Unterstützung zu allen Fragen und Formalien. Dort liegen meist auch Erfahrungsberichte von ehemaligen Austauschstudenten aus. Bei der Auswahl sind verschiedene Faktoren maßgebend, so zum Beispiel das Studienfach (fachliches Weiterkommen), die Infrastruktur (große oder kleine Stadt/Uni), die historischen oder geographischen Eigenheiten der Region oder das soziale Umfeld (bspw. der kulturelle Schmelztiegel New York City). Auch das Internet bietet hier eine Fülle von Informationen (wichtige Adressen unten).

Was die Bewerbung um ein Stipendium angeht, so genügt es unter Umständen, nur eine grobe Vorstellung von der Wunschuniversität in den USA zu haben. Die Fulbright-Kommission verlangt z.B. explizit die Nennung von fünf Wunschhochschulen, welche auch in verschiedenen Regionen der USA liegen sollten. Der DAAD erlaubt die Nennung von drei Präferenzen, bietet bei einer Stipendienzusage aber auch Gegenstipendien (= kompletter Erlass der Studiengebühren) an ca. 50 renommierten Universitäten an. Andererseits kann eine konkrete Begründung für eine Wunschhochschule die Chancen für eine Stipendienzusage auch erhöhen. Als klassisches Beispiel seien hier Geisteswissenschaftler genannt, die gezielt bestimmte regionale Aspekte untersuchen wollen und sich konsequenterweise auch für Universitäten in der Zielregion bewerben sollten.

Hochschullandschaft in den USA

Die Hochschullandschaft der USA ist ausgesprochen vielfältig und dezentral. Die Hochschulen sind autonom und stehen in gegenseitigem Wettbewerb. Besonders ist hier, dass es auch viele private Universitäten gibt.

Private vs. öffentliche Einrichtungen: Genau dieser oben erwähnte Unterschied zwischen privaten und öffentlichen Institutionen stellt eines der Hauptmerkmale der amerikanischen Hochschullandschaft dar. Auch wenn die öffentlichen Einrichtungen normalerweise ebenfalls eine hochwertige Ausbildung bieten, so zeichen sich die privaten Colleges und Universitäten doch oftmals durch höhere Lehrqualität, eine bessere Ausstattung und profilierte (Gast-)Dozenten aus. Entsprechend anspruchsvoller sind natürlich auch die Anforderungen an die (potenziellen) Studierenden. Die Führungsrolle im privaten Sektor wird dabei von der sogenannten Ivy League eingenommen, also den traditionsreichen und weltweit für ihre herausragende Ausbildung bekannten Universitäten wie Harvard, Princeton oder Yale.

Bildung als Dienstleistung: Dieser hohe Ausbildungsstandard hat natürlich seinen Preis. In Harvard beispielsweise kostete ein Bachelorstudium im Studienjahr 2006/07 inklusive Unterkunft und Versicherungen über 63.000 Dollar. Doch auch an den öffentlichen Einrichtungen sind Studiengebühren zu entrichten: Universitäten in den USA verstehen sich als Dienstleister und verfügen selbständig über die Verwendung ihrer Mittel.

Akkreditierung – Bildung auf dem Prüfstein: Ein weiteres Merkmal des amerikanischen Hochschulsystems ist die Akkreditierung, das heißt die Beurteilung der Qualität einer Hochschule durch entsprechende Berufsverbände. Erfüllt die Qualität alle Normen, so wird die Uni akkreditiert. Diese Akkreditierung wird für deutsche Gaststudenten vor allem relevant, wenn es um die Anerkennung von Kursen aus den USA an der deutschen Heimatuniversität geht. Doch auch in den USA selbst gibt es kaum Unternehmen, die Mitarbeiter von nicht akkreditierten Universitäten einstellen. Der jeweilige Bundesstaat entscheidet, welche Hochschule akademische Grade verleihen darf.

Hochschultypen in den USA

Ähnlich dem deutschen System, gibt es auch in den USA die verschiedensten Typen von Hochschulen:

4-year Colleges: In Colleges findet die Grundausbildung, die Undergraduate Education, statt. Diese führt nach drei bis vier Jahren zum Erwerb eines akademischen Grades (Associate oder Bachelor) und beinhaltet normalerweise auch die Vermittlung von fachunabhängigen Kenntnissen, beispielsweise die Fremdsprachenausbildung. Im Gegensatz zu deutschen Universitäten haben die Studierenden außerdem die Möglichkeit, sich erst im Verlaufe ihres ersten Studienjahres auf ein Hauptfach festzulegen.
Das College ist oftmals Teil einer Universität. Wer weiter studieren will – und dies wollen etwa 17 Prozent eines Jahrgangs – kann dies also gegebenenfalls an derselben Einrichtung tun.

Universities: Mit ihrem College-Abschluss können sich Studenten an der Universität für ein weiterführendes Studium ("graduate studies") bewerben. Dabei gibt es ähnlich wie in Deutschland sowohl Volluniversitäten als auch spezialisierte Einrichtungen.
In der "Graduate School" werden hier nun die Schwerpunkte auf das wissenschaftliche Arbeiten und die Spezialisierung in einem Fachgebiet gelegt. Den Abschluss bildet in der Regel nach ein bis drei Jahren der Masters Degree. Je nach Studienschwerpunkt erhält der Titel den Zusatz Master of Arts (M.A.), Master of Science (M.S.) oder Master of Business Administration (M.B.A.).

Wer eine wissenschaftliche Karriere anstrebt – aber beispielsweise auch zukünftig Führungspositionen in der Wirtschaft einnehmen möchte – sollte sich für einen Promotionsstudiengang bewerben. Mit dem erfolgreichen Abschluss wird hier der Doctor of Philosophy (Ph.D.) verliehen.

Rankings

Um die Vielzahl an Hochschulen in den USA zu klassifizieren, gibt es verschiedene Rankings basierend auf bestimmten (teils statistischen) Kriterien. Das wohl bekannteste ist das Ranking der Tageszeitung U.S. News., unterteilt in Colleges und Graduate Schools nach Fachbereich. Ein weiteres umfangreiches Ranking bietet das Princeton Review.

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