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Tradition trifft auf Moderne

Mount Fuji in Japan [Quelle: unsplash.com, Manuel Cosentino]

Quelle: unsplash.com, Manuel Cosentino

Willst du in Japan studieren, musst du dich auf ein Land der Gegensätze einstellen. Eine große Auswahlmöglichkeit hast du aber in der vielfältigen Hochschullandschaft. Wie du dich für das passende Studium entscheidest, erfährst du hier.

Japan in Zahlen

Geographie

  • Staatsgebiet: Etwa 4.000 Inseln, die vier größten davon sind Honshu, Hokkaido, Kyushuu und Shikoku
  • Landmasse: 377.835 km² (etwa 20.000 km² größer als Deutschland)
  • Terrain: ca. 80 Prozent Gebrige, ca. 20 Prozent Ebene, 1 Prozent Gewässer
  • Klima: Reicht aufgrund der extremen Nord-Süd-Ausdehnung von subarktisch (Hokkaido) bis subtropisch (Okinawa)

Politische Organisation

  • Staatsform: Konstitutionelle Monarchie (Demokratie)
  • Hauptstadt: Tokyo
  • Verwaltungsstruktur: 47 Präfekturen

Gesellschaft

  • Einwohnerzahl: 127.463.600 (2006)
  • Bevölkerungsdichte: 337 Einw./km²
  • Bevölkerungsdichte Tokyo: 5655 Einw./km²
  • Amtssprache: Japanisch
  • Lebenserwartung: 85 Jahre (Frauen)/ 78 Jahre (Männer)
  • Religionen: Shintoismus und Buddhismus (95 Prozent der Bevölkerung)

Wirtschaft

  • Bruttonationalprodukt: €4,366 Billionen
  • BIP/Einwohner: €29.400
  • Währung: Japanischer Yen

Geschichte

  • Erster japanischer Staat: ca. 660 v.Chr. (durch Kaiser Jimmu)
  • Nationalstaat: ab dem 17. Jh. durch das Tokugawa Shogunat
  • Industrialisierung: ab 1868 mit der Meiji Restauration
  • Derzeitige Verfassung: 3. Mai 1947

Hochschulen und Forschungsinstitute

  • Hochschulen öffentlich: 89 (werden mit etwa €500 Mio. vom Staat gefördert)
  • Hochschulen privat: ca. 400
  • Forschungsinstitutionen:
    • RIKEN – Naturwissenschaften (Etat: €650 Mio.)
    • RIETI – Wirtschaft, privat (Etat: €15 Mio.)

Sonstiges

  • Telefonvorwahl: +81
  • Int. Domain: .jp -oft .co.jp (E-Commerce) oder .ac.jp (Universitäten)
  • Zeitzone: GMT +9h
  • Netzspannung: 110V mit 50Hz Frequenz in Nordostjapan und 60Hz in Südwestjapan

Reisevorbereitungen

Visum und Einreise

Als Deutscher Staatsbürger benötigt man ein Visum, sobald der Aufenthalt länger als drei Monate dauert. Bei Studierenden beantragt das in der Regel die japanische Universität; die nötigen Dokumente werden bereits bei der Anmeldung des Auslandsaufenthalts angefordert. Die japanische Hochschule verschickt darauf in Zusammenarbeit mit der Einreisebehörde ein temporäres Dokument (CESR), das sich bei der japanischen Botschaft oder Konsulaten in ein Visum umwandeln lässt. Die Bearbeitungszeit beträgt in diesem Fall etwa drei Stunden. Wer sich auf regulärem Weg um ein Visum bewirbt, kann dies bei den zuständigen Stellen in Japan oder der japanischen Botschaft bzw. den Konsulaten (empfohlen) tun. Das dauert dann aber etwa ein bis zwei Monate.

Zu beachten sind ggf. Beschränkungen, die je nach Visumstyp auftreten:

  • Einfachvisum: Dem Inhaber des Visums wird die einmalige Ein- und Ausreise erlaubt. Wer während seines Japanaufenthalts das Land kurzfristig verlassen will, muss sich vorher bei den zuständigen japanischen Behörden melden und eine Wiedereinreisegenehmigung beantragen. Diese kostet rund 50 Euro je Antrag.
  • Mehrfachvisum: Während der Gültigkeitsperiode ist die Ein- und Ausreise problemlos möglich.

Impfung und Krankenversicherung

Spezielle Impfungen sind i.d.R. nicht vonnöten. Da zumindest auf den vier Hauptinseln ein ähnliches Klima wie in Mitteleuropa herrscht, trifft man auch die gleichen Erreger an. Je nach Aufenthaltsort und Freizeitplanung kommen also Zecken- und/oder Tetanusimpfung in Frage sowie die restlichen Impfungen in Deutschland üblichen Impfungen (Masern, Hepatitis usw.). Die einzige Ausnahme stellt die Japanische Encephalitis dar, eine Viruserkrankung, die zu hohem Fieber und besonders bei Kindern zu Gehirnschädigung führen kann. Überträger sind Stechmücken. Eine mäßige Ansteckungsgefahr besteht in ländlichen Gebieten Süd-Honshus, Shikokus und Kyushus. Die Lieferzeit für den Impfstoff beträgt zwei bis vier Wochen für Deutschland, die Immunisierung findet innerhalb eines Monats statt. Geschätzte Kosten der Impfung: 150 Euro.

Studierende, welche nur für kurze Zeit (d.h. weniger als ein Jahr) eine japanische Universität besuchen, sollten eine entsprechende Auslandskrankenversicherung in Deutschland abschließen. Japanische Angebote sind in der Regel teurer und/oder nur für japanische Staatsbürger/Ausländer mit Arbeitsgenehmigung verfügbar. Ausländische Studenten, die ein Jahr oder länger in Japan verweilen, müssen üblicherweise der Nationalen Krankenversicherung (Kokumin Houken) beitreten. Die Versicherungsgebühr beträgt rund 20 Euro pro Monat. Durch die Versicherung werden 70 Prozent der anfallenden Behandlungskosten bei Unfällen, Krankheiten und gewöhnlichen medizinischen Serviceleistungen erstattet. Trotzdem sollte man sich eine kurzfristige Auslandskrankenversicherung (30-60 Tage Laufzeit ab Abreise) zulegen, denn Unfälle während der Anreise und bis zum Erhalt des Versicherungsbelegs sind nicht oder nur umständlich abzudecken.

Sonstige Tipps

Wer kurzfristig und ohne Visum Japan besucht und zudem plant, das Land zu bereisen, sollte sich einen JR Railpass besorgen. Da bereits Mittelstreckenverbindungen (z.B. Kyoto-Tokyo, Osaka-Hiroshima) mit über 10.000 Yen einfach zu Buche schlagen können, lässt sich mit dem Railpass eine Menge Geld sparen.

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