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Mehr Leistung und Motivation - auch durch gute Ernährung und genug Schlaf

Wie steigert man die Gedächtnisleistung beim Lernen?

Psychologisch gesehen zählen zum Langzeitgedächntis alle im Gehirn abgespeicherten Informationen, an die man sich länger als einige Minuten erinnern kann. Doch auch diese können schnell wieder verloren gehen, wenn sie nicht abgerufen werden. Deshalb ist eine Wiederholung des Erlernten nötig, um es im Gedächtnis zu verfestigen. Die Wiederholung sollte am ersten und zweiten Tag sehr häufig stattfinden, in der Folgezeit kann man die Abstände vergrößern. Wichtig: Versuche den Vorgang der Erinnerung bewusst zu vollziehen und schau nicht immer wieder ins Skript. Tools wie Anki können das Auswendiglernen effizient unterstützen.

Memotechniken schaffen Merkhilfen durch phantasievolle Assoziationen. Ein bewährtes Gedächtnistraining ist die Loci-Methode, die das Auswendiglernen von Reihenfolgen erleichtert. Neben den sogenannten Eselsbrücken ist auch die Visualisierung von Lerninhalten ein nützliches Instrument der Erinnerung. Aus der Lernforschung weiß man, dass das Gehirn Bilder wesentlich leichter abspeichert als Texte und so die Gedächtnisleistung um das Drei- bis Vierfache gesteigert werden kann.

Wie bekommt man mehr Motivation?

Manchmal bedarf es nur eines kleinen Anstoßes, um Motivationsprobleme zu beheben. Nützlich ist beispielsweise der "10-Minuten-Trick". Man nimmt sich vor, sich lediglich zehn Minuten mit einer leichten Aufgabe zu befassen, um anschließend wieder den Stift fallen zu lassen. In der Praxis lernt man dann meist länger als geplant. Denn wenn man erst einmal in eine Arbeit vertieft ist, merkt man nicht, wie schnell die Zeit vergeht.

Pausen sind nicht nur für die Motivation nützlich, sondern fördern die Nachhaltigkeit des Lernens.  Wer viel am Computer erledigt, sollte das Tool "Time Out Free" ausprobieren, um den Augen zwischendurch eine kleine Pause zu gönnen. Das Programm blendet nach einem beliebig einstellbaren Zeitintervall – beispielsweise 45 Minuten – den Bildschirm des Rechners automatisch aus. Auch Meditationsübungen tragen dazu bei, den Kopf wieder frei zu bekommen.  Dabei helfen Apps wie "7Mind".

Neben kleinen Pausen sind auch größere Auszeiten wichtig, um neue Energie zu tanken. Wer sich ab und zu mit Freunden trifft, Sport an der frischen Luft betreibt oder sich einen Kinobesuch gönnt, sollte deshalb kein schlechtes Gewissen haben. Solange solche Unterbrechungen nicht ausufern, dienen sie sogar der Leistungssteigerung. 

Welche Nahrungsmittel fördern die Konzentration?

Nahrungsmittel können wertvolle Energielieferanten fürs Gehirn sein. Vor einer Prüfung empfiehlt sich insbesondere der Verzehr von langkettigen Kohlenhydraten, die den Geist über einen längeren Zeitraum fit halten. Dazu zählen zum Beispiel Vollkornbrot und Nüsse. Während einer Prüfung sind dagegen Nahrungsmittel mit kurzkettigen Kohlenhydraten nützlich, zum Beispiel Bananen oder nicht zu süße Müsliriegel.

Beim Thema Ernährung sollte man generell nicht vergessen, was schon die Römer der Antike wussten: Plenus venter non studet libenter – ein voller Bauch studiert nicht gern.

Lernt man auch im Schlaf?

Die gute Nachricht zum Schluss: Ja, man lernt auch im Schlaf, denn die sogenannte Gedächtniskonsolidierung läuft zu großen Teilen während der Ruhephasen ab. Bei Müdigkeit kann das Gehirn nichts Neues mehr aufnehmen, die Wiederholung des Gelernten vor dem Zubettgehen ist aber äußerst  produktiv– also nicht Augen zu und durch, sondern Augen zu, das gespeicherte Wissen aus dem Gedächtnis abrufen und am nächsten Tag in die Prüfung gehen: Viel Glück!

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