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Wie sieht die Steuerabteilung der Zukunft aus?

[Quelle: unsplash.com, Autor: Volkan Olmez]

Quelle: unsplash.com, Volkan Olmez

Lucas Hoffmann, Associate im Bereich Tax Transformation bei KPMG, liebt die Arbeit mit Zahlen. In unserem Interview räumt er mit Vorurteilen über das Berufsfeld Steuerwesen auf und erklärt, wie viel sein Job mit Innovationskraft zu tun hat.

Lucas, du bist Associate im Bereich Tax Transformation bei KPMG. Was kann man sich unter dieser Berufsbezeichnung vorstellen?

Ich habe in Augsburg iBWL studiert und zum Ende meines Studiums sechs Monate als Werkstudent bei KPMG gearbeitet. Dadurch konnte ich in diesen Arbeitsbereich reinschnuppern und Kontakte knüpfen. Nach meinem Bachelor-Abschluss wurde ich als Associate im Bereich Tax Transformation übernommen und arbeite hier seit Januar 2018. Mein Job ist auf der Einstiegsebene bei KPMG angesiedelt. Je nach Berufserfahrung kann man aber natürlich auch auf anderen Ebenen einsteigen.

Für viele Menschen sind Steuern ja eher ein unbeliebtes Thema. Was hat dich überzeugt, dich auf diesen Bereich zu spezialisieren?

Da ich mich während meines Bachelors eher auf Informationen und Innovationen, also in Richtung IT, fokussiert habe, war ich mir am Anfang nicht ganz sicher, ob der Bereich Steuern gut zu mir und meiner fachlichen Ausrichtung passt. Aber schon im Vorstellungsgespräch und später als Werkstudent habe ich gemerkt, dass das Thema Steuern überhaupt nicht so trocken oder langweilig ist, wie ich im ersten Moment dachte. In fast jedem Bereich eines Unternehmens gibt es steuerliche Fragestellungen und es gibt laufend neue steuerliche Regelungen, bei denen man immer wieder andere Aspekte beachten muss. Das macht die Arbeit für mich als innovationsgetriebenen Menschen unglaublich spannend, da zum Beispiel das Thema Digitalisierung im Bereich Steuern noch relativ wenig berücksichtigt wird.

Was bedeutet das für deinen Arbeitsalltag?

Das heißt, dass die Firmen meist nicht in der Steuerabteilung mit digitalen Transformationsprojekten anfangen, sondern eher in anderen Abteilungen, wie dem Verkauf oder dem Vertrieb. Wir bei Tax Transformation sind bei vielen Mandanten im Hinblick auf Digitalisierung also recht frei in der Umsetzung neuer Systeme oder Prozesse und haben den großen Vorteil, auf Erfahrungen aus anderen Bereichen zurückgreifen und diese dann in den Steuerabteilungen oder dem Steuerbereich umsetzen zu können.

Was macht dir dabei besonders viel Spaß?

Ein wichtiger Punkt ist das Arbeiten mit meinen Kolleginnen und Kollegen, aber auch die Zusammenarbeit mit den Mandanten, weil sie für unsere Lösungen oder Beratungsleistungen sehr dankbar sind. Ansonsten, wie man vielleicht auch schon rausgehört hat, haben wir sehr viele verschiedene, extrem innovative Projekte. Kein Projekt gleicht dem anderen und ich arbeite immer in unterschiedlichen thematischen Bereichen, wodurch mein Arbeitsalltag nie langweilig wird. Durch unsere Arbeit gestalten wir bei vielen Mandanten die Steuerabteilung der Zukunft grundlegend mit, was die Arbeit vieler Menschen über Jahre hinweg prägen wird. Das begeistert mich.

Jetzt sind die Begriffe Innovation, Steuerabteilung der Zukunft, Digitalisierung gefallen. Sind das Schlagworte, die hinter der Bereichsbezeichnung Tax Transformation stecken?

Ja, das könnte man so sagen. Unser interner Slogan im Bereich Tax Transformation ist: Wir wollen uns um die Steuerabteilung der Zukunft kümmern. Wir schauen uns also an, wie Steuerabteilungen zukünftig digitaler gestaltet werden können und mit anderen Unternehmensbereichen diesbezüglich mithalten können.

Demnach beschäftigen wir uns bei Tax Transformation mit der Frage, wie neue technologische Trends oder Innovationen in den Bereich Steuern implementiert werden können, aber auch, welche neuen regulatorischen Gegebenheiten umgesetzt werden müssen

Dazu kommt, dass wir ein sehr junges Team sind, wodurch schon eine Art Start-Up-Feeling aufkommt. Wir arbeiten mit Spezialisten aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammen. Dadurch haben wir ein extrem breites Aufgabenfeld und decken neben der steuerregulatorischen Beratung, der Compliance Beratung im Steuerbereich auch Prozess- und Technologieberatung und IT-Projekte ab.

Welchen fachlichen Background sollte man für deine Abteilung im besten Fall mitbringen?

Bei uns arbeiten Kolleginnen und Kollegen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Wir haben die BWL-Studenten, die die Steuerberaterprüfung gemacht haben und eine Steuerberaterlaufbahn anstreben. Ich bin ein BWLer mit IT-, Prozess- und Innovationsfokus. Mir gegenüber sitzt eine Kollegin, die Wirtschaftsinformatik studiert hat, aber wir haben auch Informatiker, IT-Consultants und Juristen bei uns. Was uns alle verbindet, ist das Interesse an Steuerthemen und die Offenheit für Neues – für neue Tools, für neue Entwicklungen und Innovationen, die wir anwenden. Ich glaube, besonders für MINT-Studenten ist unser Bereich interessant, weil wir uns auch viel mit Datenanalyse befassen.

Wenn ich mir die momentan offenen Stellen anschaue, spiegelt sich die Vielfältigkeit des Teams und der Aufgaben sehr gut wieder. Wir haben zum Beispiel offene Stellen für IT-Praktikanten, Steuerberater, Consultants IT, steuerliche Datenanalysten und Juristen.

Funktioniert dein Team genau deshalb so gut?

Richtig. Der Gedanke dahinter ist, sich gegenseitig zu ergänzen und zu unterstützen. Ein klassisches Beispiel sind Tax Compliance Projekte. Da trifft alles so ein bisschen zusammen. Ich unterstütze die steuerfachlichen Kollegen bei der Prozessaufnahme und Modellierung der aktuellen Abläufe beim Mandanten und dann werden im späteren Verlauf beispielsweise passende Tools entwickelt oder von unseren steuerlichen Kollegen und Juristen Richtlinien ausgearbeitet. So tauscht man sich immer wieder aus und hat Ideen, die natürlich wieder zu neuen Ideen oder Projekten führen.

Woran erkenne ich, ob der Bereich Tax Transformation bei KPMG zu mir passt?

Am besten und am einfachsten geht das – meiner Meinung nach – durch ein Praktikum oder eine Werkstudentenstelle. Dadurch bekommt man einen guten Einblick in diesem Bereich. Generell würde ich außerdem sagen, dass der Bereich Tax Transformation junges, dynamisches Arbeiten mit den Vorteilen, die KPMG als eines der weltweit größten Netzwerke von Wirtschaftsprüfungsunternehmen bietet, vereint. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter profitieren von vielen weiteren Vorteilen, wie verschiedene Corporate Benefits, Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder der Option auf Homeoffice und Fortbildungen. Viele machen bei uns eine Ausbildung zum Steuerberater – ich mache zum Beispiel meinen berufsbegleitenden Master.

Und du arbeitest trotzdem in Vollzeit?

Nein, ich arbeite nur 32 Stunden und kann mir meine Arbeitszeiten je nach Stundenplan der Hochschule flexibel einteilen. So kann ich auch mal zwei Wochen 40 Stunden arbeiten, wenn ich in der nächsten Woche Block-Seminare habe. KPMG gibt mir die Chance, meinen Wunsch-Master "Digital Innovation and Business Transformation" zu studieren, was auch meine Vorgesetzten sehr gut finden.

Und wenn du einen Blick in die Zukunft wagst: Welche Karriereperspektiven siehst du für dich im Bereich Tax Transformation?

Ich sehe meine berufliche Zukunft definitiv bei KPMG und nehme meinen Job nicht nur als Station für meinen Lebenslauf wahr. Wir haben in unserer Abteilung flache Hierarchien, wodurch ich auch jetzt schon in vielen Projekten mit unseren Partnern zusammenarbeite und täglich sehr viel lerne. Außerdem studiere ich noch den zu unserer Abteilung passenden Master.

Hier ist es nicht so, dass man erst mal zehn Jahre im Unternehmen sein muss, um weiterzukommen. Auch als Einsteiger hat man Aufstiegschancen in erreichbarer Nähe. Die verschiedenen Möglichkeiten werden gut kommuniziert. Dazu haben wir ein neues Personalkonzept, bei dem jeder Mitarbeiter zwei Vorgesetzte hat – einen für die Aufgaben und die Auslastung und einen für die Entwicklung. Mit Letzterem bespreche ich zum Beispiel auch meine Masterförderung, die ich von KPMG bekomme. Dadurch wird immer geschaut, wo die Stärken und wo die Schwächen jedes Mitarbeiters liegen – und wie und in welche Richtung er/sie sich weiterentwickeln möchte.

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