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Entscheidungen automatisch richtig treffen

Entscheidungsautomatisierung KPMG Lighthouse [Quelle: unsplash.com, John T]

Quelle: unsplash.com, John T

Wer würde sich nicht wünschen, lästige Entscheidungen einfach abgeben zu können? Genau dabei hilft Berater Philip Raubart seinen Mandanten: Er entwickelt Software, die zum Beispiel aus komplizierten Steuervorschriften selbst die richtigen Schlüsse zieht.

Herr Raubart, welche Projekte bearbeiten Sie im Consulting?

Wir im Lighthouse sind auf das Thema Digitalisierung spezialisiert. In unseren Projekten geht es unter anderem um Datenanalyse, Prozessautomatisierung und Entscheidungsmanagement. In unserem Team arbeiten sehr viele Digitalisierungsspezialisten, und so unterstützen wir auch oft andere Berater-Teams von KPMG bei Projekten.

Können Sie Beispiele für Projekte nennen?

Wir bearbeiten unter anderem Projekte, in denen es um Entscheidungsunterstützung geht, unter anderem zum Thema Steuern. In Unternehmen müssen viele Entscheidungen getroffen werden, die auf steuerlichen Richtlinien basieren. Wir helfen unseren Kunden dabei, diese Prozesse zunächst zu digitalisieren und anschließend zu automatisieren. Es gibt zum Beispiel ein Gesetz, das festlegt, wann eine Veranstaltung als geldwerter Vorteil versteuert werden muss. In einem Projekt haben wir zusammen mit dem Mandanten ein Tool entwickelt, das die Entscheidung "versteuern: ja oder nein?" automatisch trifft. Der Planer der Veranstaltung macht dafür einige Angaben, trägt zum Beispiel die Anzahl der Teilnehmer, die Kosten und die Art der Veranstaltung ein. Das Tool berechnet und bewertet dann selbstständig, ob und inwieweit versteuert werden muss.

Waren dabei auch andere Kollegen aus dem Consulting von KPMG beteiligt?

Ja, bei diesem Projekt haben wir mit dem Tax-Bereich von KPMG zusammengearbeitet. Kooperationen gibt es aber auch mit anderen Abteilungen, zum Beispiel mit dem Beratungsteam für den öffentlichen Bereich. In einem gemeinsamen Projekt wurde auf Basis von internen Richtlinien und Gesetzen ein Tool entwickelt, das dem Nutzer zielgerichtet Informationen bereitstellt und ihn somit dabei unterstützt, Entscheidungen, zum Beispiel über die Bewilligung von Anträgen, besser treffen zu können.

Wie gehen Sie dabei vor?

In Interviews mit den Mitarbeitern des Kunden nehmen wir die Prozesse auf und bilden den Ist-Zustand ab. Anschließend analysieren wir diesen Ist-Zustand zusammen mit dem Kunden und prüfen, wo man den Prozess zunächst verbessern und gegebenenfalls auch automatisieren kann. Gemeinsam mit den Kollegen aus den anderen Abteilungen sowie dem Kunden erarbeiten wir dann in Meetings eine Lösung.

Welche Aufgaben haben Sie in den Projekten?

Ich bin die kommunikative Schnittstelle zwischen der IT-Abteilung und den Fachbereichen. Mit dem Fachbereich des Kunden zusammen erstelle ich die Anforderungen: Was muss das neue System können? Diese Anforderungen kommuniziere ich dann den Entwicklern des Mandanten und stimme mit ihnen ab, was umsetzbar ist. Oft sind die Anforderungen der Fachseite nicht so strukturiert, dass sie für die IT leicht zu verarbeiten wären: Dort schalten wir uns dann ein und schreiben zum Beispiel ein Fachkonzept für eine Software, die erstellt werden soll.

Ein großes Thema ist derzeit Big Data – aber wie schafft man aus der Datenmenge auch wirklich Werte?

Wichtig ist, dass "Big Data" auch die Analyse der Daten umfasst, nicht nur das Sammeln. Wenn man aus einer Datenmenge Werte schaffen will, muss man sich vorher überlegen, welches Erkenntnisinteresse man verfolgt. Mit dieser Überlegung kann man die gesammelten Daten dann analysieren und überprüfen: Wo gibt es sich wiederholende Zusammenhänge? Wo sehe ich Muster in dieser großen Datenmenge und was lerne ich aus diesen Mustern? Diese Erkenntnisse kann man im Anschluss verwerten – nur dann schaffe ich Werte mit Big Data.

Was macht KPMG zum GameChanger im Consulting? Wie hebt sich die Arbeit von der Konkurrenz ab?

Gerade was das Entscheidungsmanagement und die Prozessautomatisierung angeht, sind wir bei KPMG in einer Vorreiterposition. Wir bieten technisch sehr gute Lösungen, die sowohl die Zustimmung der Fachbereiche als auch der Entwickler finden. So kommen wir schnell zu einem Produkt, mit dem alle zufrieden sind und das gut funktioniert.

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