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Björn Ulbricht: Consulting und Triathlon

Herr Ulbricht, welche Bedeutung hat Work-Life-Balance für Sie?

Mir ist es wichtig, gute Arbeit zu leisten und trotzdem meine Familie und meine Hobbys nicht zu vernachlässigen. Ich brauche eine ausgewogene Mischung aus Berufs- und Privatleben, das ist für mich ein essenzieller Bestandteil meines Lebens.

Im Consulting hat man angeblich nur am Wochenende Zeit für private Interessen. Warum sind Sie trotzdem Berater geworden?

Ich wollte nach meiner Promotion in Finanzmathematik und einigen Jahren an der Uni nicht sofort zu einer Bank gehen und dort in einer Linientätigkeit anfangen. In der Beratung bekommt man verschiedene Teilbereiche der Finanzbranche zu sehen und kann sich so ein umfassendes Bild machen – das hat mich angesprochen.

Auf KPMG bin ich dann über ein Karriereportal aufmerksam geworden. Ich hatte mehrere Bewerbungen offen und von dem Angebot her – auch an Schulungen und Entwicklungsmöglichkeiten – hat mir KPMG am meisten zugesagt. Und ich bereue es im Nachhinein nicht, dorthin gegangen zu sein.

Sie sind aktiver Triathlet, ein sehr herausfordernder Sport. Was begeistert Sie daran?

Die Kombination der drei Sportarten – Schwimmen, Radfahren und Laufen – hat mich schon länger fasziniert und es hat mich gereizt, das mal auszuprobieren. Daher wurde ich Mitglied im Triathlon-Verein, habe erst einmal an kleineren Triathlons teilgenommen. Letztes Jahr habe ich dann zum ersten Mal den Ironman absolviert, also 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und dann noch ein Marathon. Das durchzuhalten erfordert eine enorme körperliche und geistige Anstrengung.

Wann und wie viel trainieren Sie denn pro Woche?

Das kommt immer auf die entsprechende Wettkampfphase an. In der Regel sind es um die 10 Stunden und in den wettkampfspezifischen Vorbereitungsphasen 15 bis 17 Stunden pro Woche.

Was dieses Trainingspensum angeht, habe ich einen Vorteil: Mir macht es nichts aus auch einmal einige Tage mit weniger Schlaf auszukommen. Ich stehe dann um 5/6 Uhr auf, um schwimmen zu gehen oder ein bis zwei Stunden auf der Rolle Rad zu fahren. Mehr Disziplin erfordert es, nach der Arbeit noch laufen zu gehen, vor allem wenn es im Winter so dunkel ist. Der Großteil des Trainings – lange Radtouren und Läufe – findet aber natürlich am Wochenende statt.

Welche Angebote von KPMG nutzen Sie, um Sport und Job zu vereinbaren?

Wir haben die Möglichkeit, Überstunden in Freizeit umzuwandeln. So kann man mehr Urlaub nehmen als man vertraglich festgelegte Urlaubstage hat. Was ich auch ausnutze ist, dass wir auf meinem Projekt auch relativ selbständig arbeiten können. Außerhalb der Kernarbeitszeit können wir uns unsere Zeit frei einteilen. Außerdem ist das Projekt in Frankfurt, sodass ich jeden Tag nach Hause fahren kann.

Wie haben Ihre Kollegen darauf reagiert, dass Sie einen so zeitintensiven Sport betreiben?

Ich glaube, die waren sehr überrascht. Solche Hobbys sind in der Beratung eher eine Seltenheit. Aber die meisten fanden es dann doch interessant.

Eine andere Frage ist, wie die Familie reagiert, wenn man neben dem Job noch so viel Zeit fürs Training aufwendet. Glücklicherweise macht meine Freundin auch Triathlon und hat dadurch mehr Verständnis für mich.

Welche Eigenschaften haben Sie durch den Triathlon entwickelt oder an sich entdeckt, die auch im Berufsleben nützlich sind?

Triathleten brauchen Ausdauer, Disziplin und – gerade bei Langstrecken – eine gute Selbsteinschätzung und psychische Stärke. In diesem Sport geht man an seine Grenzen, um das Beste aus sich herauszuholen. Aus meiner Sicht sind das alles Fähigkeiten, die man auch im Beruf braucht, um erfolgreich zu sein.

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