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10 Fragen an Nadja Peters von McKinsey

Nadja ist Director of Recruiting bei McKinsey [Quelle: McKinsey]

Kann man sich bei McKinsey auch ohne Foto bewerben? Werden die Bewerbungen automatisiert geprüft? Nadja Peters, Director of Recruiting bei McKinsey, verrät es in der "e-fellows.net-Bewerberschule".

Welche drei Dinge haben alle sehr guten Bewerber gemeinsam?

  1. Leidenschaft und Engagement
  2. Analysestärke
  3. Teamfähigkeit

Wie finden Sie Bewerbungsunterlagen ohne Foto?

Ich achte wirklich gar nicht auf das Foto, sondern schaue immer direkt auf die Erfahrungen, die ein Kandidat gesammelt hat.

Wie viel automatisierte Prüfung setzen Sie bei CVs ein?

Keine. Wir schauen uns jede Bewerbung selbst an.

Wie gehen Bewerber am besten mit Nervosität im Interview um? Kennen Sie Techniken, die funktionieren?

Wir versuchen unser Bestes, den Bewerbern die Nervosität zu nehmen. Durch unseren strukturierten Auswahlprozess und den Ablauf am Auswahltag selbst gelingt es unseren Interviewern meistens, eine angenehme Gesprächsatmosphäre zu schaffen. Es ist wichtig, dass sich der Bewerber auf Augenhöhe mit dem Interviewer fühlt – und man auch einen persönlichen Eindruck voneinander bekommt.

Worin, würden Sie sagen, unterscheidet sich die Personalkultur Ihres Unternehmens grundsätzlich von anderen?

Wir verstehen uns als "Caring Meritocracy" – wir unterstützen uns gegenseitig darin, die bestmögliche Team-Leistung zu erbringen. Das ist aus meiner Sicht ziemlich einzigartig. Eine Ellenbogen-Kultur gibt es bei uns nicht. Und außerdem ist die "Obligation to dissent" eines unserer wichtigsten Credos: Konstruktive Kritik und eigene Ideen sind ausdrücklich jederzeit erwünscht und erbeten, unabhängig davon, wie lange man dabei ist, oder auf welcher Stufe man ist.

Wenn Sie Bewerbern in Ihrem Unternehmen nur einen Tipp mit auf den Weg geben dürften, welcher wäre das?

Bereite dich vor, aber bleibe du selbst und besinne dich auf deine Stärken.

Woran erinnern Sie sich nach einem Interview normalerweise am ehesten?

Zum Beispiel daran, wenn jemand bei der Bearbeitung der Fallstudie mutig einen ungewöhnlichen Lösungsweg geht und mich damit beeindruckt.

Was sollte ein Bewerber auf die berühmte Frage "Was sind Ihre Schwächen?" am besten antworten – und was auf keinen Fall?

Diese Frage stellen wir nie. Uns geht es darum zu erfahren, in welchen Situationen sich jemand schon gegen Widerstände durchgesetzt oder Führungsqualitäten bewiesen hat. Und natürlich machen wir uns durch die Fallstudien einen Eindruck von den Analyse- und Problemlösungsfähigkeiten.

Wenn der Bewerber es einmal zum Vorstellungsgespräch geschafft hat, zählt im Weiteren dann nur noch das persönliche Auftreten oder fließen die Unterlagen auch in die finale Entscheidung mit ein?

Es zählen dann tatsächlich nur noch die Beobachtungen aus den Interviews.

Wie viel Bauchgefühl ist dabei, wenn Sie über eine Zu- oder Absage entscheiden?

Möglichst gar keins. Wir streben einen objektiven Bewerbungsprozess mit ganz klaren Kriterien an. Es entscheidet auch nie eine Person allein über eine Zu- oder Absage.

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