Partner von:

Marketing in eigener Sache

Bist du dir darüber klar geworden, was dein Produkt ist, also welche Fähigkeiten und Eigenschaften du hast? Dann kannst du dich daran machen, deine Werbung zu planen. 

Hast du den Plan?

Um dich gut zu bewerben, solltest du ähnlich planerisch vorgehen wie bei einem Werbefeldzug für ein anderes Produkt. Überlege dir vor allem folgende Punkte: 

  • Wie erreichst du deine Zielgruppe? Hast du alle möglichen Bewerbungswege genutzt? Du kannst unter anderem 
    • Stellenanzeigen in Zeitungen und Jobbörsen durchsuchen,
    • Messen besuchen,
    • Bekannte und Mitarbeiter, die du beim Studium oder bei Praktika kennen gelernt hast, fragen,
    • dein Lebenslauf im Internet veröffentlichen,
    • dich initiativ bei Firmen bewerben
  • Was sind die Ansprüche deiner Zielgruppe? Was genau wird gesucht? Sollst du vor allem deine Fachkenntnisse einbringen oder vielleicht ein Projekt leiten? Die Anforderungen sind sehr verschieden, und entsprechend unterschiedlich solltest du auftreten. Mach dir über folgende Fragen Gedanken: 
    • Wie wichtig ist deine Fachkompetenz für den Job?
    • Welche Rolle spielt deine Anpassungsfähigkeit und Belastbarkeit?
    • Wie relevant ist planerisches Geschick oder Organisationstalent?
    • Welche Bedeutung hat Führungserfahrung und soziale Kompetenz? 

Die zwei Leben des XY

Wenn du dich auf eine Stelle bewirbst, dann willst du den Eindruck vermitteln, dass du der Richtige für den Job bist. Bei unterschiedliche Positionen müssen deshalb auch deine Bewerbungen unterschiedlich aussehen. Das ist, als ob du verschiedene Produkte zu verkaufen hast. Bewirb dich deshalb nicht mit einem Einheits-Lebenslauf. Ebenso wie das Anschreiben sollte auch der Lebenslauf auf die Stelle zugeschnitten sein.
 
Schreibe dir zwei verschiedene Lebensläufe. Im ersten legst du den Schwerpunkt auf deine fachliche Ausbildung, deine Spezialisierung und deine Berufserfahrung. Im zweiten betonst du eher, an wie vielen Projekten du schon mitgearbeitet und wie oft du Themen vor Publikum präsentiert hast. Oder ob du schon mal Gruppen oder Projekte geleitet hast, sei es im Studium oder nur bei deinem Sportverein. Dabei werden dir verschiedene Tätigkeiten und Erfahrungen einfallen, die du bislang noch gar nicht mit deiner Karriere in Verbindung gebracht hast. Wenn du dich dann um eine Stelle bewirbst, kannst du aus deinen beiden Lebensläufen einen zusammenstellen, der genau auf die Ausschreibung passt. 

Er hat ein Motiv!

Die Motivation spielt bei der Bewerbung eine zentrale Rolle. Du musst fähig sein, Absagen einzustecken und trotzdem immer wieder neu anzufangen. Du musst bei Gesprächen begeistert wirken. Dein Gesprächspartner soll das Gefühl haben, dass du dir deiner Fähigkeiten sicher bist.

Hast du schon mal eine Werbeanzeige gelesen, die lautete: "Wir sind der Meinung, unser Produkt ist gar nicht so schlecht"? Oder "Sie haben ein Problem? Unser Produkt kriegt das möglicherweise hin"? Wahrscheinlich nicht. In der Werbung geht es darum, die Vorzüge des Produktes darzustellen. Bei der Bewerbung auch. Konzentriere dich deshalb auf deine Fähigkeiten. Am besten schreibst du dir als Übung folgendes auf, bevor du ein Anschreiben aufsetzt oder in ein Vorstellungsgespräch gehst: 

  • mindestens fünf relevante Fähigkeiten, die du hast,
  • mindestens zwei deiner Erfahrungen, die mit der Tätigkeit zu tun haben,
  • mindestens drei Gründe, warum dich diese spezielle Stelle besonders interessiert.

Denk daran, dass ein Arbeitgeber nicht nur Fachwissen einkaufen will. Er sucht interessierte Angestellte, die sich in neue Gebiete einarbeiten können. Deine Motivation kann wichtiger sein als deine gesamte Fachkenntnis.

nach oben
Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

Das könnte dich auch interessieren