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Heiraten bis Begräbnisplanung

4. Heiraten!

Du hast du einen Menschen, der dir lieb und teuer ist? Und möchtest mit deiner Tod-oh!-Liste vorankommen? Glückwunsch, dann ist heute ein guter Tag für einen Heiratsantrag!

Denn neben den bekannten Steuer-Benefits werden Verheiratete auch bevorzugt, wenn es um die Exitus-Strategie geht. So haben hinterbliebene Ehepartner Anspruch auf einen Teil der gesetzlichen Rente des Verstorbenen: die Witwen- oder Witwerrente. Auf diese Weise können bis zu 60 Prozent deines Rentenanspruchs auf deinen Partner übergehen. Auch hier zahlt sich Vorlauf aus: Anspruch auf Witwen- oder Witwerrente besteht normalerweise nur, wenn die Ehe vor über einem Jahr geschlossen wurde.

Übrigens sind Ehepartner auch bei Erbschaften und Erbschaftssteuer bessergestellt – ein Grund mehr, einen Umweg über den Traualtar zu machen, um deinen Opt-out zu optimieren. Willst du?

Aufwand: ⚫⚪⚪ bis ⚫⚫⚫
Kosten: ⚫⚪⚪ bis ⚫⚫⚫
Gewinn: Finanzielle Besserstellung sowie steuerliche Entlastung deines Partners nach deinem Tod

5. Digitaler Nachlass

In deiner Vorsorgevollmacht (siehe oben) kannst du auch regeln, ob dein Bevollmächtigter Zugriff auf deine digital gespeicherten Daten haben soll – auch nach deinem Tod. So eine Vollmacht ist zwar nützlich, aber oft gar nicht so einfach umzusetzen: Facebook, Ebay & Co. sind nämlich unterschiedlich entgegenkommend, was die Freigabe von Inhalten betrifft, und müssen sich auch nicht immer an deutsches Recht halten. In manchen Fällen erhalten Hinterbliebene auch gar keinen Zugriff auf die Daten Verstorbener (zum Beispiel auf dessen E-Mails), sondern können höchstens deren Löschung beantragen.

Zumindest Google und Facebook kommen dir hier ein wenig entgegen. So bietet Google einen sogenannten Kontoinaktivität-Manager an: Dort kannst du hinterlegen, wer Zugriff auf deine Daten bei Gmail, Youtube & Co. erhält, wenn du dich mehrere Monate nicht mehr über dein Konto eingeloggt hast. Bei Facebook hingegen kannst du eine Vertrauens­person bestimmen, die zumindest eingeschränkten Zugriff auf dein Profil bekommt, wenn du nicht mehr am Leben bist. Diese Nachlassperson kann dann beispielsweise dein Facebook-Profilbild austauschen.

Am einfachsten machst du es deinen Angehörigen natürlich, wenn du deine Passwörter in einer sicheren Form an einem Ort hinterlegst – zum Beispiel auf einem verschlüsselten USB-Stick, auf den wieder nur (d)eine Vertrauensperson zugreifen kann. Da du deine Passwörter aber regelmäßig ändern solltest beziehungsweise neue Accounts laufend ergänzen musst, ist dieses Verfahren relativ aufwändig.

Aufwand: ⚫⚪⚪ bis ⚫⚫⚪
Kosten: ⚪⚪⚪
Gewinn: Datensicherheit auch über den Tod hinaus; Unterstützung deiner Angehörigen

6. Bestattungsverfügung

Zum Diamant gepresst? Tiefgefroren, in Honig mazeriert oder doch nur ins All geschossen? Wenn du schon klare Vorstellungen von deiner bevorzugten Beisetzungsform hast, empfiehlt sich eine Bestattungsverfügung: Darin wird geregelt, was mit deinem Leichnam geschehen soll. Eine solche Verfügung hilft vor allem deinen Angehörigen, weil darin klar festgehalten wird, was du dir für deine Beerdigung wünschst.

Eine Bestattungsverfügung ist grundsätzlich bindend. Spar deshalb nicht mit Extrawünschen, die die Aussegnungshalle zum Beben bringen! An dieser Stelle kannst du eine kostenlose Verfügung herunterladen: Es reicht, sie von Hand auszufüllen und zu unterschreiben, damit sie als deine Willenserklärung gilt.

Aufwand: ⚫⚪⚪
Kosten: ⚪⚪⚪
Gewinn: Bestattung nach Wunsch; weniger Stress für die Hinterbliebenen

7. Letzter Wille

Und schließlich: das Testament. Warum haben wir es ans Ende dieser Letzten-Liste gerückt? Weil zwar jeder über Organspendeausweis, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht verfügen sollte, du aber nur in zwei Fällen ein Testament brauchst: Wenn du überhaupt etwas zu vererben hast, und wenn du nicht möchtest, dass die gesetzliche Erbfolge greift.

Wenn du beispielsweise nicht verheiratet bist, aber möchtest, dass dein Partner einen Erbanspruch erhält, ist ein letzter Wille notwendig. Wichtig: Ein Testament muss von Hand (!) verfasst, mit Datum und Ort versehen und unterschrieben sein. Da jeder Wille individuell ausfallen dürfte, bieten sich hier keine Vorlagen an.

Für ein Testament gilt übrigens wie für alle anderen Vorsorge-Dokumente: Jemand muss im Ernstfall wissen, dass es sie gibt, und wo sie zu finden sind!

Deshalb sollten dein Partner oder andere Vertrauenspersonen auf jeden Fall von deinen Planungen wissen, und du solltest die wichtigen Papiere so hinterlegen, dass sie schnell zur Hand sind.

Aufwand: ⚫⚪⚪
Kosten: ⚪⚪⚪
Gewinn: Gewünschte Verteilung des eigenen Besitzes

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